Die wichtigen Tipps im Überblick

Bewerben Sie Ihr barrierefreies Reiseerlebnis emotional, ehrlich, einfach und klar.

Zielgruppen einbeziehen

Vor allem im barrierefreien Tourismus ist es wichtig, die Bedürfnisse und Erwartungen der Gäste genau zu kennen. Und niemand kennt die Bedürfnisse von Rollstuhlfahrern besser als ein Rollstuhlfahrer, kein sehender Mensch kann die Barrieren für blinde Gäste so gut identifizieren wie ein blinder Mensch.

Am besten ist es, wenn diese „Experten in eigener Sache“ Ihre Reiseregion kennen und Tipps aus eigener Anschauung geben können.

Motivierte Leistungsträger sind wichtige Treiber

Touristiker, Kommunen und Destinationsentwickler können bei der Produktentwicklung wichtige Impulse setzen. Die eigentliche
Leistung am Gast wird aber von Anbietern erbracht.
Daher müssen Leistungsträger in die Produktentwicklung einbezogen werden, die ein starkes eigenes Interesse am Erfolg haben.

Wissen, wo man den Gast erreicht

Häufig wird übersehen, dass ein oder zwei gute Angebote für einen Gast mit besonderen Bedürfnissen nicht ausreichen. Die Servicekette ist im barrierefreien Tourismus von besonderer Bedeutung, denn eine Lücke in der Kette kann z. B. für einen Rollstuhlfahrer eine unüberwindliche Barriere sein, die schlimmstenfalls zu einem Abbruch der Reise führt. Überlegen Sie also ganz genau, welche Anbieter Sie in den Produktentwicklungsprozess einbeziehen müssen.

Arbeitsgruppe „Barrierefreier Tourismus“ bilden

Im Zuge der Produktenentwicklung wird Ihnen auffallen, dass ein einziges Treffen der Partner nicht ausreicht. Auch wenn Sie sich schon im Vorfeld Gedanken über die Servicekette gemacht haben, kann im Produktentwicklungsworkshop schnell der
Wunsch nach Einbindung weiterer Partner entstehen. Zudem sollten Sie den zeitlichen Aufwand für die Produktentwicklung nicht
unterschätzen. Es ist besser, bei der Produktentwicklung sorgfältig zu arbeiten und sich Zeit zu nehmen, als mit einem unausgewogenen Produkt auf den Markt zu gehen, das entweder nicht angenommen wird oder stark verbessert werden muss. Am besten geht das mit einer festen Arbeitsgruppe, die sich in der Reiseregion oder der Kommune regelmäßig trifft und aus Akteuren der unterschiedlichen Elemente der Servicekette besteht.

Produktpaten benennen

Gute Ideen müssen auch umgesetzt werden. Gerade bei vielen Partnern ist eine Koordination der Aktivitäten notwendig. Dazu bedarf es eines motivierten Produktpaten, der auf die Einhaltung des Zeitplans achtet, die Vorbereitung für Folgetreffen übernimmt und die Entwicklung vorantreibt. Der Produktpate kann ein Vertreter der Destination oder der Kommune sein, es kommt aber auch ein motivierter Leistungsträger in Frage.

Feedback einholen

Auch ein gutes touristisches Produkt kann und muss verbessert werden. Fragen Sie Ihre Gäste nach ihren Erfahrungen, hören
Sie genau zu und nehmen Sie die Aussagen Ihrer Gäste ernst. Kritik sollte als Chance für Verbesserungen genutzt und nicht negativ bewertet werden.