Besuchermanagement

Besuchermessung und Besucherlenkung sind „alte” Themen, die im Moment neu an Bedeutung und Dynamik gewinnen. Wir geben auf dieser Seite einen Überblick und Orientierung.

Besuchermessung und Besucherlenkung in Brandenburg

Der Tourismus während und nach Corona wird zur Qualitätsfrage. Laut Zukunftsinstitut wird der regionale Tourismus an Attraktivität gewinnen: Kurze Wege und Naherholung vermitteln ein Gefühl der Sicherheit. Das heißt konkret, wir können uns auf ein höheres Besucheraufkommen (in bestimmten Regionen) in Brandenburg einstellen und uns überlegen, welche Maßnahmen wir ergreifen, die Vertrauen stärken und im Einklang mit Anwohnern, Natur und Infrastruktur vor Ort stehen.

Mindestens 4 gute Gründe, JETZT damit zu beginnen

  1. Pandemische Verordnungen:
    Aufgabe ist es, größere Ansammlungen an touristischen Hotspots zu vermeiden und zugelassene Besucheranzahlen insb. in geschlossenen Räumen einzuhalten. Und die Frage zu beantworten, wie wir unseren Gästen aktiv Alternativen in der Umgebung anbieten können.
     
  2. Naturschutz:
    Ein alter Hut und wichtiger denn je. Lenkungsmaßnahmen zum Schutz gefährdeter Tier- und Pflanzenarten und zum Erhalt ihres Lebensraumes bleiben eine notwendige Aufgabe.
     
  3. Marketing:
    Die Echtzeit-Besucherstrommessung birgt ein großes Potential für das Marketing – mit dem Effekt einer Besucherlenkung. So können Kampagnen lokal präzisiert werden und Orte, POIs, Regionen gezielt beworben bzw. ausgeklammert werden (um hier Entlastung zu schaffen). Das gilt sowohl für landesübergreifende Marketing-Maßnahmen als auch für die lokalen.
     
  4. Tourismus-Akzeptanz:
    Wie viele Gäste „vertragen“ Anwohner, Natur und Infrastruktur vor Ort? Wie kann Entlastung und Verteilung geschaffen werden, die allen – auch den Erholungssuchenden – zum Vorteil werden kann? Wie können Interessenkonflikte in der Nutzung gelöst werden? Besucherstrommessung und -lenkung kann hier proaktiv eingesetzt werden.
"Ziel einer gelungenen Besucherlenkungsstrategie ist eine Harmonisierung von Angebot und Nachfrage. Einfach ausgedrückt geht es darum, durch eine geschickte Kombination von direkten und indirekten Maßnahmen eine Entflechtung der Nachfrage zu erreichen. Eine Entflechtung kann sowohl räumlich, also an bestimmten Orten oder sensiblen Flächen (Hotspots), als auch zeitlich, in Bezug auf Tageszeiten, Wochentagen oder Jahreszeiten, angelegt sein."

(Quelle: DTV Handlungsleitfaden zur Besucherlenkung, 2021)

Auf dem Weg zur Besucherlenkung

"Besucherlenkung zielt auf eine möglichst harmonische Verteilung von Menschen – regionale Bevölkerung und Gäste – innerhalb einer Destination. Sie nutzt dazu räumlich und zeitlich wirksame Entflechtungs- und Lenkungsstrategien, um die Besucherströme innerhalb der Aufnahmekapazitäten von touristischen Regionen, Sehenswürdigkeiten und Attraktionen zu regulieren. So sollen Natur und Umwelt möglichst wenig gestört, Konflikte – auch zwischen den Nutzergruppen – minimiert und für die Besucher eine umfassende Erlebnisqualität erreicht werden." (Quelle: DTV Leitfaden Besucherlenkung)

Besucherlenkung wird also immer Teil eines ganzheitlichen Qualitätsmanagements sein. Dabei birgt das Messen und Lenken von Besucherströmen zahlreiche Anknüpfungspunkte für die aktive und gestaltende Tourismusentwicklung im Land. 

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Maßnahmen zur Besucherlenkung

Destinationen stehen unterschiedliche Möglichkeiten der aktiven Besucherbeeinflussung zur Verfügung. Von der zeitlichen Verteilung durch Vorabbuchungen über dynamische Preise, die die Nachfrage beeinflussen, bis hin zu gezielt temporären Attraktionen (Veranstaltungen), um bei hoher Nachfrage Alternativen zu schaffen.

Positive Wirkungen haben zumeist die Bündelung verschiedener Maßnahmen erzielt.

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