Informationen zur Afrikanischen Schweinepest

Im September 2020 wurde im Landkreis Spree-Neiße der erste Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest (ASP) beim Schwarzwild in Deutschland festgestellt. Bislang wurden fünf Ausbruchgebiete (Kerngebiete) in Ostbrandenburg ausgewiesen. Auf diesen Seiten des Tourismusnetzwerks Brandenburg stellen wir Ihnen ein Faktenblatt mit den wichtigsten Fragen zu diesem Thema zur Verfügung, welches Sie für die Kommunikation mit Ihren Gästen oder Partnern nutzen können.

Das Wichtigste: Das ASP-Virus ist für den Menschen und für andere Haus- und Nutztierarten als Schweine gänzlich ungefährlich. Gleichzeitig gilt jedoch die Unachtsamkeit von Menschen als Hauptübertragungsquelle des Virus. Daher ist es wichtig, Gäste darauf hinzuweisen, wie sie sich in betroffenen Gebieten verhalten sollten. Gleichzeitig muss aber auch deutlich gemacht werden, dass ASP kein Grund ist, nicht in die betroffenen Regionen zu reisen.

Seitens der Landesregierung sowie der Landkreise und Kommunen werden umfangreiche Maßnahmen ergriffen, die eine weitere Ausbreitung verhindern sollen. So werden um die Fundorte sogenannte Restriktionszonen eingerichtet, in denen verschiedene Maßnahmen umgesetzt werden. Zaunanlagen und geänderte Wegeführungen gehören zu den Maßnahmen, die auch den Tourismus betreffen.

Wie eine proaktive Gäste-Information aussehen kann, zeigt zum Beispiel die Webseite des Tourismusverband Seenland-Oder Spree.

Bei individuellen Fragen können Sie außerdem diese Info-Telefonnummern nutzen:

Info Telefon des Ministeriums für Soziales, Gesundheit, Integration und Verbraucherschutz des Landes Brandenburg: von Montag bis Freitag von 9:00 bis 13:00 Uhr unter Tel. 0331 866-5666.

Unter diesem Link sind außerdem die Info-Telefonnummern der Landkreise und Städte zu finden https://msgiv.brandenburg.de/msgiv/de/themen/verbraucherschutz/veterinaerwesen/tierseuchen/afrikanische-schweinepest/

Fragen und Antworten zum Thema Afrikanischen Schweinepest (ASP)

Im Land Brandenburg sind an verschiedenen Orten bei Wildschweinen Fälle der Afrikanischen Schweinepest (kurz: ASP) festgestellt worden. Betroffen sind insbesondere Landesteile im Osten Brandenburgs, an der Grenze zu Polen.

Für den Menschen und für andere Haus- und Nutztierarten als Schweine ist die Afrikanische Schweinepest ungefährlich.

Oberstes Ziel ist es, die Tierseuche auf ein möglichst kleines Gebiet einzudämmen und die weitere Ausbreitung zu verhindern. Um die Fundorte wurden daher sogenannte Restriktionszonen eingerichtet, in denen verschiedene Maßnahmen umgesetzt werden.

Was ist die Afrikanische Schweinepest?

Die Afrikanische Schweinepest (kurz: ASP) ist eine anzeigenpflichtige Tierseuche, die ausschließlich Schweine (Haus- und Wildschweine) befällt. Verursacht wird die Erkrankung durch ein Virus. Es gibt keine Möglichkeit, die Schweine durch eine vorbeugende Impfung zu schützen. Sie verläuft immer tödlich und ist unheilbar.

Für wen ist die Schweinepest gefährlich?

Das Virus der ASP befällt nur Schweine (Wild- und Hausschweine). ASP ist nicht auf den Menschen übertragbar – weder durch den Verzehr von Schweinefleisch, noch über direkten Tierkontakt. Auch andere Tiere als Schweine können sich nicht anstecken.

Was müssen Gäste wissen?

Menschen können sich nicht mit der Schweinepest infizieren, aber die Krankheit kann über den Menschen indirekt weitergetragen werden, so z.B. über kontaminierte Gegenstände wie Kleidung, Schuhe oder Fahrzeuge, über Lebensmittel oder Futter.

Daher sind diese Regeln beim Aufenthalt in Regionen, in denen die Schweinepest aufgetreten ist, unbedingt zu beachten:

  • Rund um die Fundorte der Tiere mit positivem Virusbefund wurden Kernzonen ausgewiesen. Diese Kerngebiete sind mit festen Zäunen eingezäunt. In diesen Kernzonen ist das Betreten des Waldes und der offenen Landschaft untersagt. Bitte beachten Sie unbedingt die Absperrungen und überklettern Sie die Zäune nicht.
  • Aufgrund der Einzäunungen kann es vereinzelt zu Sperrungen/Umwegen auf Wander- oder Radwegen kommen. Bitte beachten Sie die Ausschilderung oder Informationen Ihres Gastgebers/ ihrer Gastgeberin.
  • Bitte beachten Sie, dass auch die Zugänge zu Angelgewässern oder Badeseen von  Sperrungen betroffen sein können.
  • Auch über Speisereste, die von infizierten Haus- oder Wildschweinen stammen, wie z.B. Schinken und Würste, kann die ASP weiter verschleppt werden, da das Virus auch in verarbeiteten Lebensmitteln monatelang ansteckungsfähig bleibt. Bitte lassen Sie Speisereste nicht in der Natur zurück, sondern entsorgen sie diese in Abfalltonnen. Bitte nehmen Sie daher aus Gebieten, in denen die Afrikanische Schweinepest vorkommt, keine fleischhaltigen Lebensmittel mit.
  • Sollten Sie bei Touren oder Ausflügen ein totes Wildschwein sehen, so berühren Sie das Tier auf keinen Fall. Bitte informieren Sie umgehend das zuständige Veterinäramt. Damit ermöglichen Sie, dass das Wildschwein möglichst schnell auf das ASP-Virus untersucht wird und im positiven Fall sofort Bekämpfungsmaßnahmen eingeleitet werden können.

Diese Informationen wurden gemeinsam erstellt von der TMB Tourismus-Marketing Brandenburg GmbH, dem Landestourismusverband Brandenburg e.V. sowie dem Tourismusverband Seenland Oder-Spree.

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