Handlungsfeld 1

Menschen im Mittelpunkt – starke innovative Unternehmen

In den touristischen Betrieben entscheidet sich der Erfolg der Branche, wird der Gast gewonnen oder verloren. Brandenburg und die Branche brauchen kreative Gastgeber*innen, die begeistern. Daher müssen wir die Unternehmen bei der Fachkräftegewinnung und -sicherung unterstützen, Innovationsimpulse setzen und Fördermöglichkeiten stärker kommunizieren.

Sämtliche touristischen Weiterbildungs- und Qualifizierungsangebote im Land sollen unter dem Dach der Tourismusakademie Brandenburg in Verknüpfung mit dem Tourismusnetzwerk Brandenburg besser miteinander koordiniert werden.

Aufgabe 1: Abstimmung der Aktivitäten zur Fachkräftegewinnung und -sicherung

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Die Tourismuswirtschaft ist als Ganzes einer der wichtigsten Arbeitsgeber im Land Brandenburg. Doch der sog. "Fachkräftemangel“ ist bei vielen Unternehmen zunehmend spürbar und auf Top1 der Herausforderungen. Unabhängig vom einzelbetrieblichen Engagement (Bezahlung, flexible Arbeitszeitmodelle u.a.) müssen wir die Unternehmen bei ihren Anstrengungen unterstützen. Dabei geht es nicht unbedingt darum neue Initiativen zu gründen, sondern Lücken und Bedarfe zu identifizieren und die bestehenden Maßnahmen besser miteinander abzustimmen und zu verzahnen.

Was ist als nächstes zu tun?

  • Schritt 1: Analyse der bereits bestehenden Maßnahmen im Bereich Fachkräfte auf allen Ebenen und Sichtbarmachung auf dem Tourismusnetzwerk Brandenburg inkl. kreativer Unternehmerlösungen.

Verantwortlich: Clustermanagement Tourismus bei der TMB, MASGF, MWE, IHKn, DEHOGA, WFBB Arbeit, Landkreise und Wirtschaftsförderungen, andere Fachverbände u.a.

  • Schritt 2: Erstellung von Handlungsempfehlungen zur zielgerichteten Abstimmung und Bündelung der Fachkräfteaktivitäten im Land Brandenburg und seinen Regionen in Bezug auf die Tourismuswirtschaft (White Paper).

Verantwortlich: IHK Potsdam, MASGF, MWE; IHKn, DEHOGA, WFBB Arbeit, Landkreise und Wirtschaftsförderungen, andere Fachverbände u.a.

  • Schritt 3: Kommunikation, Verbreitung und Weiterentwicklung bestehender Formate und Best-Practise-Beispielen.

Verantwortlich: N.N., MASGF, MWE; IHKn, DEHOGA, WFBB Arbeit, Landkreise und Wirtschaftsförderungen, andere Fachverbände u.a.

  • Schritt 4: Ausgestaltung und Koordination der Aktivitäten zur Fachkräftegewinnung und -sicherung auf Landesebene.

Verantwortlich: IMAG Fachkräftesicherung, MASGF, DEHOGA, Landkreise, andere Fachverbände, Clustermanagement Tourismus u.a.

Was wir wollen!

Durch funktionierende, unternehmerische Lösungen Mut machen, Lust auf die Tourismusbranche wecken und Unternehmen bei der Fachkräfte- und Unternehmenssicherung unterstützen.

Was wir nicht wollen!

Fachkräftesicherung nur als übergeordnete, politische Aufgabe verstehen und Resourcen bei diesem wichtigen Schlüsselthema der Branche verschenken.

Aufgabe 2: Bündelung der touristischen Weiterbildungs- und Qualifizierungsangebote

© pixelio / Stephan Bachmann

Wissen zu Digitalisierung, Innovation, Qualität und anderen Bereichen ist immer dann besonders nützlich und unterstützt den unternehmerischen Erfolg, wenn es leicht vermittelt und öffentlich zugänglich ist.

Deshalb ist es wichtig, dass wir alle Angebote der Partner der Tourismusakademie Brandenburg (TAB) und des Tourismusnetzwerks Brandenburg organisatorisch und inhaltlich noch besser aufeinander beziehen, um den Unternehmen verfügbares Wissen am richtigen Ort, zur richtigen Zeit und inhaltlich passgenau zur Verfügung zu stellen.

Was ist als nächstes zu tun?

  • Schritt 1: Evaluierung der bestehenden Weiterbildungsangebote der TAB-Kooperationspartner* und der DMOs der Reisegebiete

Verantwortlich: TMB, TAB-Kooperationspartner*, DMOs der Reisegebiete

  • Schritt 2: Entwicklung eines gemeinsamen, abgestimmten Konzeptes „TAB 2.0“: Festlegung relevanter Themen und Inhalte, koordinierte Ausrichtung sowie inhaltliche und zeitliche Abstimmung der Seminare der TAB-Kooperationspartner

Verantwortlich: TAB-Kooperationspartner*, Clustermanagement Tourismus bei der TMB

  • Schritt 3: Weiterentwicklung des E-Learning-Angebotes auf dem Tourismusnetzwerk Brandenburg (Tutorials, Erklärvideos, Webinare, u.a.) auf Grundlage des o.g. Konzeptes

Verantwortlich: Clustermanagement Tourismus bei der TMB, TAB-Kooperationspartner*, weitere (touristische) Akteure und "Lernwillige" auf allen Ebenen.

*TAB-Kooperationspartner*: TMB, MWE, MASGF, LTV, IHKn, DEHOGA, BVCD, BKBV, OSV, pro agro

Was wir wollen!

Durch inhaltliche Abstimmung und vernetzte Kommunikation den Zugang zu Weiterbildungs- und Qualifizierungsangeboten erleichtern und die Professionalisierung der Tourismusbranche beschleunigen.

Was wir nicht wollen!

Die Tourismusbranche mit einem unkoordinierten Weiterbildungs- und Qualifizierungsprogramm überfordern.

Aufgabe 3: Neue Lösungen für Regionen und Unternehmen - Innovationsimpulse setzen

TMB / Steffen Lehmann

Innovationen im Tourismus sind das „Salz in der Suppe“ der touristischen Entwicklung, denn sie führen weg von der Beliebigkeit touristischer Angebote, setzen Unternehmen und Regionen in Szene und führen zu besseren Produkten und Dienstleistungen. Ein Schwerpunkt bildet dabei die branchenübergreifende, vernetzte Zusammenarbeit (z.B. mit Kreativwirtschaft, Gesundheitswirtschaft).

Was ist als nächstes zu tun?

  • Aufbau von und Beteiligung an branchenübergreifenden Veranstaltungsformaten und Plattformen zu Innovationsthemen

Verantwortlich: Clustermanagements in Brandenburg und Berlin, DMOs der Reisegebiete, touristische Unternehmen, weitere regionale Partner (z.B. Regionalcenter der IHKn) und andere Branchen, TMB

  • Identifikation des regionalen und/oder einzelbetrieblichen Innovationsbedarfs  und Kommunikation gegenüber wissenschaftlichen Einrichtungen & Partnern im Clusterprozess

Verantwortlich: Clustermanagement Tourismus bei der TMB, DMOs der Reisegebiete, touristische Unternehmen, wissenschaftliche Einrichtungen, weitere regionale Partner

Was wir wollen!

Innovationsimpulse setzen für erfolgreiches Unternehmertum und Produktentwicklung im Sinne der touristischen Marke Brandenburg.

Was wir nicht wollen!

Beliebigkeit der Angebote ohne Aussicht auf Erfolg am Markt.

Aufgabe 4: Kommunikation und Sensibilisierung zu Fördermöglichkeiten

Öffentliche Förderung kann unternehmerisches Handeln nicht ersetzen, aber Investitionen, Modernisierungen, Innovationen und Gründungen/Nachfolgen unterstützen. Mittlerweile stehen dem Tourismus eine Vielzahl von Förderprogrammen auf EU-, Bundes-, Landes- und kommunaler Ebene zur Verfügung. Wir müssen diese Möglichkeiten in bedarfs- und zielgerichteter Weise an die touristischen Unternehmen kommunizieren.

Was ist als nächstes zu tun?

  • Weiterentwicklung des "Förderkompass" im Tourismusnetzwerk Brandenburg

Verantwortlich: Clustermanagement Tourismus bei der TMB, MWE, ILB, IHKn, WFBB

  • Regelmäßige Durchführung regionaler/zentraler touristischer Förderveranstaltungen zur Sensibilisierung und Information touristischer Unternehmen

Verantwortlich: Clustermanagement Tourismus bei der TMB, DMOs der Reisegebiete, MWE, ILB, IHKn, touristische Unternehmen

  • Analyse und ggf. Weiterentwicklung der gemeinsamen touristischen Förderberatung im Land Brandenburg

Verantwortlich: IHKn, Landesregierung, ILB, WFBB, Clustermanagement Tourismus bei der TMB

  • Evaluierung und Kommunikation zukünftiger Förderbedarfe von Unternehmen

Verantwortlich: MWE, alle Beteiligten

Was wir wollen!

Durch die Sensibilisierung und Information touristischer Betriebe zu Fördermöglichkeiten wird der Unternehmenserfolg und die Attraktivität für weitere Investitionen im Land gesteigert.

Was wir nicht wollen!

Die Tourismusbranche mit einem „Förderdschungel“ alleine lassen.