Handlungsfeld 2

Übersichtliche Organisationsstrukturen, Stärkung von Kooperationen und Partnerschaften

Eine Vielzahl von Organisationen und Institutionen trägt zur Entwicklung des Tourismus auf allen räumlichen Ebenen im Land bei. Zentrale Herausforderungen für ein kooperatives Destinationsmanagement sind klare Aufgabenabgrenzungen, die effektive Koordination von Aktivitäten unter Nutzung von Synergien und eine Stärkung der Zusammenarbeit.

Nur klare Verantwortungen, Rollen und Aufgabenverteilungen geben den touristischen Unternehmen Orientierung und fördern die Zufriedenheit aller am Tourismus Beteiligten.

Aufgabe 1: Optimierung der regionalen Destinationsentwicklung

Der vom MWE herausgebrachte und unter Mitarbeit des LTV entstandene Leitfaden „Die Zukunft des Destinationsmanagements in Brandenburg“ beschreibt das Aufgabenprofil der  Destinationsmanagementorganisationen (DMOs) der Reisegebiete, enthält Empfehlungen zur Ressourcenausstattung und zeigt Ansätze zur Optimierung der Destinationsentwicklung auf. Bei diesem Wandel wird es keine Pauschallösungen geben, da alle Regionen unterschiedlich aufgestellt sind. Es handelt sich zudem um sensible Prozesse, bei der es nicht nur um Sach-, sondern auch maßgeblich um die Beziehungsebene geht.

Was ist als nächstes zu tun?

  • Entwicklung von Tourismusmarketingorganisationen zu Destinationsmanagementorganisationen auf Basis des DMO-Leitfadens

Verantwortlich: DMOs der Reiseregionen, Regionale Entscheidungsträger und Akteure

  • Regionsspezifische Präzisierungen des DMO-Leitfadens bzw. des individuellen „Steckbriefes“ des Reisegebietes ​​​​​​​

Verantwortlich: DMOs der Reiseregionen, Regionale Entscheidungsträger und Akteure, MWE

  • Umsetzungsbegleitung: pilothafte, regionale Prozesse zur Diskussion und Umsetzung der Empfehlungen mit Unterstützung des Landes Brandenburg (bspw. Workshops)​​​​​​​

Verantwortlich: DMOs der Reiseregionen, MWE, LTV, Clustermanagement Tourismus bei der TMB, TMB, Partner in den Regionen (ggf. auch in angrenzenden Reisegebieten) sowie auf Landesebene

Was wir wollen!

Die regionalen DMOs verfügen über Ressourcen und Kompetenzen zur Erfüllung ihrer Aufgaben. Bei der Optimierung der regionalen Destinationsentwicklung werden sie von ihren regionalen Partner und von Akteuren auf Landesebene unterstützt.

Was wir nicht wollen!

Schwächung regionaler Strukturen.

Aufgabe 2: Monitoringsystem für die Landestourismuskonzeption

H. Souza / pixelio.de

Um zu prüfen, ob der eingeschlagene Weg der Richtige ist und an welcher Stelle des Weges sich die Branche befindet, wird gemessen. Dazu werden „Schlüssel-Kennzahlen-Systeme“ identifiziert, die den Erreichungsgrad der in der LTK benannten Ziele des Tourismus in Brandenburg und den Entwicklungsstand auf regionaler Ebene darstellen (sog. KPIs „Key-Performance-Indicators“).

Mit einem Monitoring ist die Grundlage für weitere strategische Planungen, die Weiterentwicklung der LTK und die Kommunikation im politischen Raum vorhanden.

Siehe auch Handlungsfeld 4, Aufgabe 3 und Handlungsfeld 6, Aufgabe 2

Was ist als nächstes zu tun?

  • Konzepterstellung für das Monitoringsystem inkl. Diskussion über relevante Indikatoren/Kennzahlen und deren Ermittlung. Gegebenenfalls müssen landesweit relevante und regionsspezifischen Indikatoren unterschieden werden.

Verantwortlich: MWE, TMB, Clustermanagement Tourismus bei der TMB, DMOs der Reisegebiete, weitere Experten

  • Entwicklung eines Kennzahlensystems unter Integration von Schlüssel-Kennzahlen der TMB, der DMOs der Reisegebiete, des Clustermonitorings sowie weiterer Studien und Einstellung ins „Touristische Fachinformationssystem“ (T-Fis)​​​​​​​

Verantwortlich: MWE, TMB, Clustermanagement Tourismus bei der TMB, DMOs der Reisegebiete

Was wir wollen!

Erfolge sichtbar machen und achtsam sein, wenn wir den richtigen Weg verlassen haben, um korrigieren zu können.

Was wir nicht wollen!

Mehr Aufwand in das Messen stecken, als in die Umsetzung von Maßnahmen.

Aufgabe 3: Auf- und Ausbau von Kooperationsnetzwerken

dagmar zechel / pixelio.de

In zahlreichen Bereichen arbeiten touristische Akteure erfolgreich zusammen, um die brandenburgische Tourismuswirtschaft zu stärken und die touristische Entwicklung des Landes oder einzelner Regionen voranzubringen. Regionale Kooperationsnetzwerken zeigen auf, dass sich Aspekte des touristischen Destinationsmanagements und der Regionalentwicklung immer stärker verschränken.

Sowohl auf Regions- wie auch auf Landesebene gibt es Potenziale, bisher nicht kooperierende Akteure zusammenzubringen und Kooperationsnetzwerke zu verschiedenen Themen zu initiieren, aber auch bestehende Partnerschaften auszubauen und zu festigen.

Was ist als nächstes zu tun?

  • Erfassung und Analyse von vorhandenen Netzwerken, weiteren Bedarfen und Potenzialen zum Auf- und Ausbau von Kooperationsnetzwerken sowie ggf. pilothafte Umsetzung

Verantwortlich: Clustermanagement Tourismus bei der TMB, N.N.

Siehe auch Handlungsfeld 5

  • Konsequente Nutzung des Tourismusnetzwerkes zur Planung und Kommunikation gemeinsamer Projekte und zum Aufbau regionaler oder landesweiter Kooperations-netzwerke (Einstellung in Projekt-Datenbank, Partnerbörse für Projektideen, Projektkoordination in Gruppen)

Verantwortlich: Clustermanagement Tourismus bei der TMB, touristische Akteure im Land Brandenburg

Was wir wollen!

Erfolgreiche und verlässliche Kooperationen mit Vorbildcharakter für andere.

Was wir nicht wollen!

Öffentlichkeitswirksame Partnerschaften, die aber nicht wirklich leben.