Marktforschungen zum Wassertourismus

Daten, Zahlen, Fakten aus Studien und Befragungen zur wirtschaftlichen Bedeutung, den Perspektiven bzw. den Zielgruppen des Wassertourismus plus Trends und Aktivitäten der Gäste

Erhebungen zum Wassertourismus/ -sport in Brandenburg bzw. Deutschland

Gerade in Brandenburg sind Wassertourismus und Wassersport tragende Säulen der wirtschaftlichen Entwicklung, die Einkommen und Beschäftigung sichern. In den vergangenen Jahren wurde erheblich in die wassertouristische Infrastruktur investiert. Auch im aktuellen Koalitionsvertrag zur Tourismusentwicklung Brandenburg heißt es, dass „die Wasserstraßeninfrastruktur im Land Brandenburg für den Wirtschaftsfaktor Tourismus eine herausgehobene Bedeutung hat“. Ebenso hat der Bund im Rahmen des Wassertourismuskonzepts des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI, 2016) erstmals die Freizeitschifffahrt als wichtigen Bestandteil seiner Wasserstraßenbetreibung anerkannt.

Allein der gewerbliche Bootstourismus erwirtschaftet in Brandenburg und Berlin laut IHK-Studie "Wirtschaftliche Effekte im Wassertourismus" aus dem Jahr 2015 jährlich einen Umsatz von 200 Mio. Euro, die Umsätze aus den Ausgaben der Bootsurlauber mit eigenem Boot und aus dem wassertouristischen Tagesgeschäft nicht mit eingerechnet. Die Attraktionspotenziale der Gewässer für das Reiseland Brandenburg haben eine herausragende Rolle als Besuchsanlass für einen Urlaub auf und am Wasser sowie als das zentrale Profilierungsmerkmal im Wettbewerb. Grundvoraussetzung hierfür ist der dauerhafte Erhalt eines gut ausgebauten Netzes touristisch bedeutsamer Wasserstraßen.

Ob allgemeine Gäste- oder gezielte Bootsurlauberbefragungen, Untersuchungen zu wirtschaftlichen Effekten des Wassertourismus, zu den Perspektiven und Potentialen des Wassertourismus - jegliche Untersuchung bietet wichtige Eckpunkte zur Angebotsstruktur und Ist-Situation, zu wassertouristischen Nutzungsmöglichkeiten, deren gegenwärtige Nutzungsintensität, zu Nutzungpotenzialen, (regional)wirtschaftlichen / ökonomischen Bedeutung, den Bedarfen der Zielgruppen und deren wasserbezogenen Aktivitäten sowie Zufriedenheiten, usw. Diese Datenlagen dienen als eine nachvollziehbare Einschätzung der Bedeutung des Wassertourismus. Nachfolgend die wichtigsten Studien und Erhebungen mit vertiefenden Informationen.

„Masterplan Freizeitschifffahrt“ des Bundes (2021)

Für 2021 ist ein „Masterplan Freizeitschifffahrt“ des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur angekündigt. Mit dem „Masterplan Freizeitschifffahrt“ könnten endlich die Instandsetzung der Infrastruktur an den Nebenwasserstraßen begonnen und die Kommunikationsstrukturen verbessert werden. "Für den Bereich der hauptsächlich dem Tourismus oder Sport dienenden Nebenwasserstraßen wurde vereinbart, entsprechend der Befahrbarkeit neue Prioritäten zu setzen und diese zu unterstützen sowie zusammen mit den Bundesländern und Regionen neue Konzepte für die einzelnen Wasserwege zu entwickeln." Ziel des Masterplans ist demzufolge die nutzungsorientierte Förderung und Unterstützung der Sport- und Freizeitschifffahrt, indem vorhandene Schnittstellen und Synergien zwischen den Zielen des Bundes und der Länder sowie die Interessen Dritter in einer Strategie zusammengeführt werden und in konkreten Maßnahmen münden.

  • HIER geht es zur Seite des BMVI und den Details zum Masterplan Freizeitschifffahrt (Rahmenbedingungen, Potenzial der Wasserstraßen, Zielstellung, Aktuelles) und weiteren Publikationen (Masterplan Binnenschifffahrt, Bundesprogramm Blaues Band, Wassertourismuskonzept)
  • Die ersten Ergebnisse der Online-Umfrage im Rahmen der Entwicklung des Masterplans Freizeitschifffahrt (Mai/Juni 2020) sind HIER
  • Ab Dezember 2020 starten im Zuge des Beteiligungsprozesses (Dialogprozess) entsprechende Informationsveranstaltungen zum Masterplan (Infos hier)

Die aktuellen Studien zeigen, dass der Wassertourismus für das Reiseland Brandenburg insgesamt eine hohe Bedeutung hat und für die überwiegend ländlich strukturierten Gewässergebiete einen besonders großen regionalen Wirtschaftsfaktor darstellt. Die Erfolgsgeschichte Wassertourismus in Brandenburg kann nur fortgeschrieben werden, wenn Bund, Länder und Kommunen zusammenarbeiten. Von daher wird ein derartiger Masterplan begrüßt, mit dem die wassertouristischen Potenziale künftig besser ausgeschöpft und Schleusensperrungen (Bsp. Zaaren in 2019) vermieden werden können.

  • Weitere Informationen, Termine und Nachrichten HIER.

Gästenachfrage und -wahrnehmung in Bezug auf wasserbezogene Reisen/ Aktivitäten (2012 ff)

Der TMB Tourismus-Marketing Brandenburg GmbH liegen Marktforschungsergebnisse zur Nachfrage für Reisen "am/im/auf dem Wasser" nach Brandenburg bzw. zur Wahrnehmung der Gäste aus dem Destination Brand von Inspektour (Spontan-Assoziationen sowie Themenkompetenz-Studie) und dem GfK DestinationMonitor (Aktivitäten der Urlaubsgäste) vor.

So zeigt die DBrand-Erhebung zu den Spontanassoziationen für das Reiseland Brandenburg (2015; Fragestellung: "Was fällt Ihnen spontan zum Reiseland Brandenburg ein?"), dass bei der Oberkategorie „Landschaft / Natur allgemein“ ein deutlicher Schwerpunkt auf der Assoziation mit den Gewässerpotenzialen liegt. Bezogen auf die Top-Spontan-Assoziationen zu Brandenburg als Reiseziel liegen die Gewässer auf Rang 2 hinter dem Kriterium „Lage bei Berlin“.

In der DBrand Themenkompetenz-Studie zur Eignungsbeurteilung von Urlaubsarten/ -aktivitäten (2010, 2013, 2016, 2021) wurde bei den 11 gewählten Urlausthemen für Brandenburg bislang "nur" das wasserbezogene Thema „Wassersport ausüben (nicht Segeln)“ näher und konzinuierlich untersucht. Im Marktforschungs-Newsletter Nr. 7 im Mai 2017 sind die letzten Untersuchungsergebnisse für die Eignungsbeurteilung Brandenburgs ab Seite 9 zusammengefasst. 

  • Hinsichtlich der Angebots-Dimension stimmten in 2016 jeweils 28% der Befragten zu, dass Brandenburg für Wassersport ausüben (nicht Segeln) „sehr gut“ oder „gut“ geeignet ist (Top Two Box / Angabe in % der Fälle). Zum Vergleich: Jeweils 44% der Befragten äußerten dies in Bezug auf eine Eignung Brandenburgs für einen Natur- bzw. Radfahr-Urlaub. Bei den für das Bundesland wichtigem Thema "Wassersport" konnte jedoch das Reiseland im Vergleich zu den Vorgängerstudien seine bei der deutschen Bevölkerung wahrgenommene Themenkompetenz hingegen verbessern (+3 Prozentpunkte zu 2010).
  • Zudem zeigt die reisezielunabhängige Nachfrage-Dimension an, wie hoch das Interesse der repräsentierten deutschen Bevölkerung an ausgewählten Urlaubsthemen ist. Das Interesse der deutschen Bevölkerung (bezogen auf einen Urlaub mit mindestens einer Übernachtung) für das wasserbezogene Thema „Wassersport ausüben (nicht Segeln)“ lag in 2016 bei 21% (Top-Two-Box auf Skala von „5 = sehr großes Interesse“ bis „1 = gar kein Interesse“) bzw. 12 Mio. Interessenten (Hochrechnung: Anzahl der Deutschen mit Interesse am jeweiligen Urlaubsthema). Zum Vergleich: An der Urlaubsart / -aktivität „Sich in der Natur aufhalten“ ist das Interesse der Deutschen mit 67% bzw. 38 Mio. am größten. Seit der Studie in 2016 wird zudem auch die Urlaubsart / -aktivität "sich aktiv im und am Wasser aufhalten" durch Inspektour untersucht. Diese Aktivität befindet sich im Vergleich zu den insgesamt 61 untersuchten Themen mit 48% bzw. 27,4 Mio. auf einem sehr guten Rang 8 hinter Schwergewichten wie "Naturaufenthalt", "Städtereisen" oder "Bade-/Strandurlaub".

Die Bedeutung des Wassertourismus in Brandenburg zeigt sich zudem bei den Aktivitäten der Urlaubsgäste nach Brandenburg (Mehrfachnennungen | Fragestellung: "Welche Aktivitäten spielen auf der Reise die wichtigste Rolle?"). Die seit 2012 jährlich stattfindende Untersuchung GfK DestinationMonitor Brandenburg bestätigt für das Jahr 2019, dass vier von zehn Urlaubsgästen* (39%) „Aktivitäten am/im/auf dem Wasser“ nachgehen, was deutlich über dem Bundesdurchschnitt von 18% liegt. Unter den Bundesländern haben Wasseraktivitäten nur in Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein einen noch höheren Stellenwert als Urlaubsbeschäftigung. Bei über zwei Dritteln (65%) wurde der Aktivität „Aufenthalt in der Natur“ nachgegangen, was mit deutlichem Abstand zur beliebtesten Aktivität der Brandenburg-Urlauber in 2019 zählte. Die Profilierung Brandenburgs über Themenfelder zur aktiven Erholung in der Natur und am Wasser spiegelt sich in diesen Werten wieder. 

* „Urlaubsreisen“ als Teilsegment der Privatreisen -> inländische Urlaubsreisen mit mind. 1 Übernachtung nach Brandenburg ab 50 km vom Wohnort

Studie zu den wirtschaftlichen Auswirkungen der Sperrung der zentralen Schleuse Zaaren (2020)

Die IHKs in Brandenburg und die WIN Wassertourismus Initiative Nordbrandenburg haben im März 2020 über die Project M GmbH eine "Studie zu den wirtschaftlichen Auswirkungen der Sperrung einer zentralen Schleuse (Bsp. Zaaren)" herausgebracht. Die Schleuse Zaaren steht vor allem exemplarisch für andere Schleusen auf Hauptwasserstraßen mit hohen touristischen Verkehren. Am 18. November 2020 wurden in einem virtuellen Politischen Dialog die Kernergebnisse von Project M präsentiert.

Mit dieser Studie werden auf Grundlage der baubedingten Sperrung einer wichtigen Schleuse wie Zaaren über die ganze Saison 2019 das Ausmaß und die Konsequenzen der wirtschaftlichen Auswirkungen für Anbieter und Region dargestellt. "Da anders als bei der Rad- oder Wanderwegeinfrastruktur auf den Gewässern bei einer Schleusensperrung in der Regel keine Alternativstrecken zur Verfügung stehen, sind die Konsequenzen für Nutzer und Anbieter viel gravierender ...; Infrastrukturmaßnahmen werden von den Gewässerbetreibern in der Regel ausschließlich nach ingenieurstechnischen Belangen geplant und bewertet, häufig ohne Beachtung geschweige denn Berücksichtigung (wasser)touristischer Belange ...; Die Schleuse Zaaren ist eine von 18 überwiegend automatisierte Schleusen entlang der Oberen Havel-Wasserstraße (kurz OHW) bei Gewässerkilometer 36,08. Rund 10.000 Sportboote passieren jährlich die Schleuse Zaaren und verteilen sich in etwa hälftig auf Tal- und Bergfahrten."

  • Zur Pressemittelung hier
  • Zur Studie "Wirtschaftliche Auswirkungen der Sperrung einer zentralen Schleuse auf den Wassertourismus und die Region am Beispiel Schleuse Zaaren" hier (Mrz. 20, 25 S.)
  • Zur Präsentation am 18.11.2020 hier (siehe Folie 16ff)
  • Exkurs: Zur Studie "Wirtschaftlichen Bedeutung des Wassertourismus in der WIN-Region Brandenburg" hier (Aug. 20, 58 S.)

Methodik:

  1. Befragung der in der Region ansässigen Charterbetriebe und Sportboothäfen.
  2. Telefoninterviews mit nachgelagerten Betrieben (Gastronomie, Einzelhandel, Freizeit- und Kultureinrichtungen) entlang der Oberen Havel-Wasserstraße zwischen Zehdenick und Fürstenberg sowie den Touristinformationen in den Anrainerorten.
  3. Auswertung der Schleusenzahlen im gesamten Gewässerbereich nördliches Brandenburg und Mecklenburgische Seenplatte im zeitlichen Vergleich zu 2018

Inhalte:

  • Anlass und Ziele
  • Methodischer Bearbeitungsansatz
  • Wirtschaftsfaktor Wassertourismus
  • Situationsbeschreibung
  • Kurzchronik Schleusensperrung Zaaren
  • Räumliche Situation
  • Auswirkungen Schleusensperrung auf den Wassertourismus
  • Auswirkungen auf die Gewässerfrequentierung
  • Auswirkungen auf die Wassertourismusbranche
  • Folgen für Anrainerorte und nachgelagerte Branchen
  • Fazit: Auswirkungen der Schleusensperrung
  • Schlussfolgerungen

Studie zur wirtschaftlichen Bedeutung des Wassertourismus in der WIN-Region Brandenburg (2020)

Im August 2020 hat die WIN Wassertourismus Initiative Nordbrandenburg über die Project M GmbH einen Bericht unter dem Titel "Gesamtkonzept zur wirtschaftlichen Bedeutung und zu den Perspektiven des Wassertourismus in der Region der Wassertourismus Initiative Nordbrandenburg (WIN-Region) unter besonderer Berücksichtigung des Finowkanals" herausgebracht. Am 18. November 2020 wurden die Kernergebnisse von Project M beieinem virtuellen Politischen Dialog präsentiert.

In den überwiegend ländlich strukturierten Gewässergebieten Brandenburgs tragen "Bootstourismus sowie Urlaub und Freizeit am Wasser" zu einem besonders großen regionalen Wirtschaftsfaktor bei. Das belegen die Zahlen der Studie. "In der Summe generieren die Gewässer der Region einen jährlichen Bruttoumsatz aus Bootstourismus sowie Urlaub und Freizeit am Wasser in Höhe von rund 371,7 Mio. Euro." - Davon rund 183 Mio. Euro aus Urlaub am Wasser, 132 Mio. Euro durch Tagesausflüge am Wasser und rund 57 Mio. Euro aus Bootstourismus (Urlaub auf dem Wasser).

  • Die 183 Mio. Euro aus Urlaub am Wasser (Gewässerinduzierter Übernachtungstourismus) verteilen sich auf "Urlaub am Wasser im weiteren Sinn" (107,4 Mio. €) und "Urlaub am Wasser im engeren Sinn" (75,4 Mio. €). "Bei einem Urlaub am Wasser im engeren Sinn ist die Gewässeraktivität Hauptmotiv und Hauptbestandteil. Bei Urlaub am Wasser im weiteren Sinn ist die Gewässernähe das zentrale Auswahlkriterium, die Gewässeraktivitäten am und im Wasser sind nicht der Hauptreiseanlass."
  • Der jährliche Gesamtbruttoumsatz aus gewässerbezogenen Tagesausflügen am Wasser in Höhe von 132 Mio. Euro verteilt sich auf 72 Mio. im engeren Sinn und 60 Mio. im weiteren Sinn. "Bei gewässermotivierten Ausflügen im engeren Sinn steht die Wassersportaktivität im Zentrum des Ausflugs, bei gewässermotivierte Ausflügen im weiteren Sinn ist es der (Bade-)Ausflug an ein Gewässer."
  • Der jährliche Bruttoumsatz aus dem Bootstourismus (motor- und muskelbetriebener Bootsverkehr, Fahrgastschifffahrt, Sportboothäfen) in der WIN-Region (Landkreise Barnim, Oberhavel und Ostprignitz Ruppin sowie Stadt Templin) von 56,9 Mio. Euro verteilt sich größtenteils auf Umsätze aus Bootsvermietung (19,2 Mio. €) und aus Ausgaben der Bootsurlauber (15,4 Mio. €). Folgeumsätze für Dritte aus Investition und Betreibung sowie Umsätze aus Fahrgastschifffahrt, Hafenbetreibung oder Bootsunterhaltung machen den Rest von 22,3 Mio. € aus.

"Der Finowkanal steht am Scheideweg zwischen Erhalt oder Wegfall der Potenziale für die Freizeitschifffahrt. ... Das Land steht aufgrund der GRW-I-Richtlinien in der Pflicht, zur Bewilligung von Fördermitteln für die Investitionsmaßnahmen am Finowkanal im Rahmen eines regionalwirtschaftlichen Gesamtkonzepts den Nachweis des wirtschaftlichen Nutzens und der Nachhaltigkeit für die WIN-Region einschließlich des Finowkanals zu fordern."

  • Zur Pressemittelung hier (18.11.20)
  • Zur "Studie zur wirtschaftlichen Bedeutung des Wassertourismus in der WIN-Region Brandenburg" hier (Aug. 20, 58 S.)
  • Zur Präsentation vom 18.11.2020 hier

Inhalte:

  • Anlass und Zielstellung
  • Bearbeitungsansatz des Konzepts
  • Darstellung der wassertouristischen Situation in der WIN-Region inkl. Gewässerpotenziale, Wassertouristische Angebotssituation, Gewässerfrequentierung/ Bootsverkehre, Wassertouristische Nachfrage
  • Wirtschaftliche Positionsbestimmung der Gewässerpotenziale inkl. Wirtschaftsfaktor Bootstourismus im Land Brandenburg, Bedeutung der Gewässerpotenziale für den Tourismus
  • Perspektiven des Wassertourismus
  • Berechnung regionalwirtschaftlicher Effekte des Wassertourismus für die WIN-Regio inkl. gewässerinduzierter Übernachtungstourismus sowie Tagestourismus
  • Fazit: Nachhaltigkeit und gesamtwirtschaftlicher Nutzen von Investitionen in die Schleuseninfrastruktur des Finowkanals

Bootsurlauberbefragung im Land Brandenburg in 2017 (WIN, WIR/FUN)

Im Auftrag der Wassertourismus Initiative Nordbrandenburg (WIN) und der Wassertourismusinitiative Region Potsdamer & Brandenburger Havelseen (WIR) wurde im Jahr 2017 von Project M eine "Bootsurlauberbefragung in Brandenburg" mit neusten Erkenntnissen über den wassertouristischen Markt und die Zielgruppen durchgeführt. Zuletzt gab es eine derartige Untersuchung im Jahr 2009. Ziel der Befragung war es, Informationen über die wassertouristischen Zielgruppen, deren Zusammensetzung, Verhalten sowie Wünsche und Kritik zu erhalten, um damit Erkenntnisse für die Sicherung der Marktpotenziale und die zukünftige Gestaltung von Infrastruktur und Marketing zu gewinnen. Die Kernergebnisse der 2017er-Befragung wurden im März 2018 im Rahmen des „10. Erfahrungsaustausch Wassertourismus – Charterboottourismus“ der IHKs Berlin-Brandenburg in Oranienburg vorgestellt. 

Kernergebnisse:

"Seit der letzten landesweiten Befragung 2009 haben sich der wassertouristische Markt und das Zielgruppenverhalten vor allem durch das noch junge Angebotssegment Flöße bzw. Bungalowboote und die zunehmende Digitalisierung erheblich verändert."

  • Erfolgsgeschichte Bootstourismus hat sich seit 2009 fortgesetzt
  • Familien werden als Zielgruppe wichtiger, Bootsurlauber werden jünger
  • Traditionelle Medien für die Information vor/während des Bootsurlaubs unverzichtbar, aber Digitalisierung schreitet voran
  • Bewertung des wassertouristischen Angebots gut, aber es besteht noch Optimierungspotenzial
  • Weiterhin gute Marktperspektiven: sehr hohe Kundenzufriedenheit

Downloads:

  • Zur Pressemittelung hier (21. März 2018)
  • Zu den Präsentations-Charts "Bootsurlauberbefragung in Brandenburg - Neue Erkenntnisse über den wassertouristischen Markt und die Zielgruppen" hier (Mrz. 2018, 32 Folien)

Die wirtschaftlichen Potenziale des Wassertourismus in Deutschland (2016)

In einigen Regionen Deutschlands sind Wassertourismus und Wassersport tragende Säulen der wirtschaftlichen Entwicklung, die Einkommen und Beschäftigung sichern. Das BMWi (Bundesministerium für Wirtschaft und Energie) zeigt mit der Kurzstudie „Die wirtschaftlichen Potenziale des Wassertourismus in Deutschland“ die damit verbundenen wassertouristischen Nutzungspotenziale auf. 

"Der Wassertourismus auf den Bundeswasserstraßen ist ein wichtiger Wirtschaftsfaktor: Der aus touristischer Nachfrage hierdurch bundesweit generierte Bruttoumsatz wird auf mehr als 4,2 Milliarden Euro pro Jahr beziffert, mit Einkommenseffekten von über 1 Milliarde Euro."

Downloads:

  • Zur Pressemittelung hier (Dez. 2016)
  • Zur ausführlichen Studie hier (Dez. 2016, 104 Seiten)

Inhalte:

... im Detail untersucht werden in Bezug auf den Wassertourismus auf Bundeswasserstraßen diese Segmente: Segeln/ Motorbootfahren, Chartertourismus, muskelbetriebenes Wasserwandern, Funsportarten, Angeln, sonstige Wassersportarten, Personenschifffahrt 

  • Ausgangssituation, Untersuchungsrahmen, Methodik
  • Ist-Situation
  • Nachfragepotentiale 
  • Wirtschaftsfaktor
  • Fazit

Studie "Wirtschaftliche Effekte im Wassertourismus in Berlin und Brandenburg" (2015)

Mit der Studie im Jahr 2015 - herausgegeben von den Industrie- und Handelskammern Berlin und Brandenburg gemeinsam mit dem Wirtschaftsverband Wassersport, der Messe Berlin und dem Ministerium für Wirtschaft und Energie des Landes Brandenburg - wurden erstmals die branchenrelevanten Strukturen dargestellt sowie die wassertouristischen Marktpotenziale des Bootstourismus erfasst. Die Anbieter der Branche erhalten valide Daten zu Kosten- und Betriebsstrukturen und werden damit in ihrer Position als wirtschaftlich bedeutende Branche gestärkt. Darüber hinaus wurden die wirtschaftlichen Effekte der Branche nachfrage- und angebotsseitig ermittelt, auf deren Grundlage Perspektiven und Herausforderungen des Wassertourismus in Brandenburg und Berlin aufgezeigt werden konnten. Denn der Wassertourismus leistet einen wesentlichen Beitrag zur gesamtwirtschaftlichen Entwicklung der Länder, der die erforderlichen öffentlichen Ausgaben, die Unterhaltung der Wasserstraßen und die notwendigen Neuinvestitionen rechtfertigt.

Downloads / Links:

  • Zur Studie "Wirtschaftliche Effekte im Wassertourismus in Berlin und Brandenburg" hier (Juli 2015, 76 Seiten)
  • weitere Infos zum Thema u.a. hier 

Inhalte / Leistungen:

  • Strukturanalyse: Ermittlung der am Markt befindlichen Anbieter aus den Segmenten Charterboote, Kanu, Fahrgast-/Ausflugsschifffahrt & Sportboothäfen
  • Befragung der in der Strukturanalyse ermittelten Anbieterbetriebe zu Geschäftsfeldern und Betrieb des Unternehmens (Personal, Saison usw.), das spezifische wassertouristische Angebot, Nachfrage und Umsatz, bisherige und künftige Investitionen sowie Revierbewertung
  • vertiefende Befragung von Betrieben zur Angebots- und Nachfragesituation, zu konkreten Ertrags- und Kostenstrukturen und zu getätigten und geplanten Investitionen
  • Ermittlung betrieblicher Kennziffern zu Erträgen, Kosten und getätigten sowie geplanten Investitionen
  • Hochrechnung der wirtschaftlichen Effekte durch Wassertourismus für Berlin und Brandenburg

Weitere Informationen / Ansprechpartner

Weitere Informationen zum Wassertourismus in Brandenburg wie z.B. zur und von der 

finden Sie unter der Rubrik "Tourismusformen in Brandenburg" - "Wassertourismus" des Tourismusnetzwerkes Brandenburg. HIER mehr.

So auch zum "Wassertourismus" der IHKn in Brandenburg, zu Förderprogrammen, Studien & Publkiaktionen, aktuelle Termine & Nachrichten sowie Hintergründen zu wassertouristischen Klassifizierungen und Zertifizierungen.

 

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