Aktuelle Nachrichten

07.05.2021

Bekannt & sympathisch

Reiseziele sind einem immer größeren Wettbewerb ausgesetzt. Dem Nachfrager steht eine Vielzahl von Reisezielen mit sehr ähnlichen Angeboten gegenüber. Um sich erfolgreich in diesem umkämpften Markt zu positionieren, setzt Brandenburg schon länger auf eine Markenstrategie. Die Markenstärke Brandenburgs wurde nun erneut „unter die Lupe genommen“ – und das Ergebnis kann sich sehen lassen.

Coca Cola, Mercedes-Benz oder die TUI: Diese Marken kennt wohl jeder. Der Erfolg dieser Namen kommt nicht von ungefähr, sie wenden sehr viel Geld und Know-how dafür auf. Und das schon seit viel, viel längerer Zeit als Brandenburg es überhaupt kann, vor dem Hintergrund seiner vergleichsweise jungen Tourismus-Geschichte.

Dennoch positioniert sich das Land seit längerer Zeit schon mit seinem Namen als Marke und Ende 2020 wurde nun der Markenwert Brandenburgs als Reiseziel bereits zum vierten Mal gemessen und jetzt offiziell vorgestellt. Aufgrund der identischen Methodik sind Zeit- und auch Konkurrenzvergleiche mit den Vorgängerstudien in 2009, 2012 sowie 2015 möglich.

Durchgeführt wurde die Studie von inspektour (international) GmbH in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Institut für Tourismusforschung (DITF) der FH Westküste und dem Feldinstitut Ipsos Operations GmbH. Inspektour leitet aus dem 180-seitigem Berichtsband diese nachfolgenden Kernaussagen ab:

  • Demnach ist Brandenburg 74% der Befragten als Reiseziel bekannt (Quellmarkt Deutschland) – der Bekanntheitsgrad des Reiseziels Brandenburg ist also weiterhin hoch.
  • Die Rate der Brandenburg-Kenner, welche das Reiseziel Brandenburg auch sympathisch finden (über 60%), ist seit 2012 nahezu unverändert stabil.
  • Es gibt auch eine stabile Besuchsbereitschaft innerhalb der nächsten 3 Jahre (32% für Kurzurlaube, 27% für längere Urlaube). Im Zeitverlauf ist vor allem ein Anstieg für längere Urlaubsreisen ab 4 Übernachtungen zu beobachten.
  • Brandenburg gelingt es zunehmend besser, aus Sympathisanten auch Urlaubsinteressenten zu machen.
  • Der Fokus liegt auch weiterhin auf „Familien“-Zielgruppen, da hier eine überdurchschnittlich hohe Besuchsbereitschaft auszumachen ist.
  • Mit Blick auf die Herkunft der Gäste fällt auf, dass Brandenburg in den Köpfen der Nord- und Ostdeutschen (Nielsen-Gebiete 1, 5, 6 und 7) bereits besonders positiv als Reiseziel verankert ist. Vornehmlich in Brandenburg, Sachsen und Berlin ist die Besuchsbereitschaft sehr hoch.
  • Es werden nur sehr geringe (negative) Auswirkungen auf das Besuchsinteresse für Brandenburg durch die Coronavirus-Pandemie verzeichnet.
  • Insbesondere Interessenten für „Familienangebote“ oder „Radfahren“ zeigen sowohl für Urlaube in den nächsten 12 Monaten als auch innerhalb der nächsten 3 Jahre eine deutlich vergrößerte bis leicht vergrößerte Besuchsbereitschaft Brandenburgs gegenüber allen Befragten.


Die Studie „Destination Brand 20 - Die Markenstärke des Reiseziels Brandenburg“ misst den kundenorientierten Markenwert von inländischen Reisezielen repräsentativ für die in Privathaushalten lebende deutschsprachige Bevölkerung im Alter von 14 bis 74 Jahren. Die Markenstärke eines Zielgebietes wird dabei anhand des sogenannten Markenvierklangs ermittelt (n = 1.000 je Reiseziel). Dieser misst in einem mehrstufigen Verfahren, wie es den abgefragten Destinationen gelingt, auf das Bewusstsein der potenziellen Nachfrage durch Schaffung von Bekanntheit (1. Stufe), Sympathie (2. Stufe) und Besuchsbereitschaft (3. Stufe) einzuwirken. Wenn sie dabei erfolgreich sind, schlägt sich dies letztlich in der Reiseentscheidung für das jeweilige Reiseziel (4. Stufe) nieder.

Weitere Informationen unter: 
https://www.tourismusnetzwerk-brandenburg.de/marktforschung-statistik/destination-brand-inspektour/markenstudie-brandenburg/?L=0

zurück zur Übersicht

Madlen Wetzel

Referentin Marktforschung | SQD-Prüfstelle Brandenburg

TMB Tourismus-Marketing Brandenburg GmbH

0331-29873-381 Madlen.Wetzel@reiseland-brandenburg.de

Partner im Tourismusnetzwerk