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24.06.2020

Branchenumfrage untermauert negative Auswirkungen des Coronavirus auf die Geschäftslage touristischer Unternehmen

Land Brandenburg
Die Ausbreitung des neuartigen Coronavirus hat die Unternehmen und Organisationen der Tourismuswirtschaft in Brandenburg vor enorme Herausforderungen gestellt. Welche dies genau waren und wie damit umgegangen wurde, zeigen die Ergebnisse der Branchenumfragen aus den Monaten März und Mai.

Um die Stimmungs- und Geschäftslage der Branche nachzuverfolgen, hat die TMB Tourismus-Marketing Brandenburg GmbH zweimalig eine digitale Branchenumfrage durchgeführt. Die Ergebnisse sind stets in Relation zu den schnellen Entwicklungen der Maßnahmen der Bundes- und Landesregierung zu sehen.

Eckdaten zu den Umfragen:

  • Grundgesamtheit: Touristische Unternehmen/Organisationen in Brandenburg (Hauptanteil Gastronomie, Ferienwohnungen, Hotel/Pensionen)
  • Zeiträume: (I) 13.-24.3.2020 ; (II) 15.-24.5.2020
  • Anzahl Teilnehmer: (I) 855 ; (II) 489
  • Methode: Online-Befragung über SurveyMonkey
  • Durchführung: TMB Tourismus-Marketing Brandenburg GmbH

Die wichtigsten 10 Ergebnisse auf einen Blick:

  1. Die Corona-Krise hat einschneidende Auswirkungen auf die touristischen Unternehmen und Organisationen in Brandenburg. Laut der Branchenumfrage im Mai bezeichnen knapp 60% der befragten Unternehmen ihre Geschäftslage als schlecht.
  2. Als Ursache für diese Entwicklung wurden die ausbleibenden Gäste, Stornierungen und Veranstaltungsabsagen angesehen.
  3. Rückblickend sind mehr als 65% der Touristiker extrem stark von Stornierungen betroffen. Die Betriebsarten Hotel und Pensionen verzeichnen dies sogar mehr als 90% .
  4. Im März ist ein Rückgang an Neubuchungen bei ungefähr 60% der Unternehmen zu erkennen, im Mai nur noch bei rund 20%.
  5. Knapp unter 50% der Unternehmen haben ihre Investitionen verschoben oder ausgesetzt.
  6. Ungefähr 40% der touristische Unternehmen gehen von Umsatzeinbußen von über 50% im 1. Quartal aus, im 2. Quartal geben ungefähr 60% der Unternehmen diese Prognose an.
  7. Werden Gastronomie und Hotels einzeln betrachtet, so reagieren Unternehmen dieser Betriebsarten frühzeitig zur Kostenreduzierung mit Kurzarbeit (40%) und erweitern langfristig die Maßnahmen (76% Kurzarbeit, 71% Kürzung Investitionen, rund 51% Stundung Steuerzahlungen).
  8. Als Hilfsangebote des Landes Brandenburg wurden vorwiegend die Corona-Soforthilfe (61%) sowie das Kurzarbeitergeld (42%) in Anspruch genommen.
  9. Für fast die Hälfte der Befragten sind die am 9. Mai veröffentlichten Maßnahmen zur schrittweisen Lockerung der Beschränkungen aus gesundheitlicher und wirtschaftlicher Perspektive nachvollziehbar.
  10. Aufgrund der Auflagen sehen mehr als die Hälfte der Unternehmen die Nutzung ihrer Einrichtung für den Gast weniger attraktiv gestaltet. Die Ferienwohnungen sehen die geringere Attraktivität weniger stark (32%).

Eine Übersicht der Ergebnisse der Umfragen finden Sie unter Downloads. Dabei handelt es sich um Ergebnis-Auszüge und somit wesentliche Eckwerte der beiden Branchenumfragen. 

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