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11.05.2022

#BrandenburgBewegen - Entwurf des neuen Landesnahverkehrsplans 2023-2027 vorgestellt - Start der Öffentlichkeitsbeteiligung

Land Brandenburg
Die Landesregierung will mit einem neuen Landesnahverkehrsplan für die Jahre 2023 bis 2027 die Weichen für die zukünftige Entwicklung des Regionalverkehrs in Brandenburg stellen. Unter Berücksichtigung vielfältiger Rahmenbedingungen wie der Bevölkerungsentwicklung, der Pendlerströme oder der Digitalisierung soll mit dem Landesnahverkehrsplan das langfristige Angebot im Schienenpersonennahverkehr (SPNV) definiert werden.

Die anhaltende dynamische Entwicklung der Hauptstadtregion - durch die Covid-19-Pandemie nur kurzfristig unterbrochen - führt zu wachsenden Mobilitätsanforderungen. Gleichzeitig werden die ambitionierten Klimaziele und die Verkehrswende nur mit einem attraktiven Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) erreicht.

Gemäß ÖPNV-Gesetz wird der Landesnahverkehrsplan alle fünf Jahre aktualisiert. Brandenburgs Verkehrsminister Guido Beermann hat nun einen Entwurf vorgestellt, der für den Planungszeitraum bis 2027 sowie im Perspektivnetz 2030+ zahlreiche Angebotsverbesserungen umfasst. Diese müssen jedoch über zusätzliche Regionalisierungsmittel des Bundes ausfinanziert werden. Die Verkehrsministerkonferenz der Länder hat dafür vom Bund die Erhöhung der Regionalisierungsmittel gefordert.

Guido Beermann: „Der Landesnahverkehrsplan ist die planerische Grundlage für unsere ambitionierten Mobilitätsziele und die Verkehrswende. Dabei müssen wir immer das ganze Land im Blick behalten. Wir wollen allen Brandenburgerinnen und Brandenburgern, ob in der Stadt oder auf dem Land, ob berlinnah oder im weiteren Metropolenraum, ein gutes Mobilitätsangebot unterbreiten. Dazu gehören pendlergerechte leistungsfähige SPNV-Verbindungen und eine abgestimmte Verknüpfung der verschiedenen Verkehrsträger. Bis 2027 erweitern wir das Angebot daher insgesamt um rund 27 Prozent."

Ab Dezember 2022 erfolgt im wichtigen Netz Elbe-Spree, das den RE1 umfasst, eine Angebotsausweitung um 30 Prozent - verbunden mit neuen Linien, Taktverdichtungen und höheren Qualitätsstandards bei den Fahrzeugen. Es folgen ab Dezember 2024 die Netze Ostbrandenburg II und Heidekrautbahn, wo erstmals in Brandenburg mit der Wasserstofftechnologie innovative neue Antriebstechniken zum Einsatz kommen werden. Ab Dezember 2026 gehen die Netze Nord-Süd II mit 20 Prozent mehr Angebot und die neue Direktverbindung Berlin-Stettin in Betrieb. Im Perspektivnetz 2030+ sind - gestaffelt nach Prioritätslisten - weitere Angebotsverbesserungen in Planung.

Bei der Neuvergabe von Verkehrsverträgen wird zudem der Dieselausstieg bis zum Jahr 2037 als relevantes Kriterium festgeschrieben. 

Der Entwurf des Landesnahverkehrsplans 2023-2027 wird jetzt mit den Bürgerinnen und Bürgern, den Aufgabenträgern, Fachverbänden und weiteren interessierten Stellen diskutiert. Dazu hat das Land gemeinsam mit dem Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg (VBB) die digitale Plattform brandenburg-bewegen.de zur Öffentlichkeitsbeteiligung eingerichtet. Die Beteiligungsphase ist auf sechs Wochen bis zum 21. Juni 2022 angesetzt. Anschließend erfolgt die Auswertung, Bewertung und Abwägung der eingereichten Stellungnahmen.

Nach der Öffentlichkeitsbeteiligung und der Überarbeitung des Entwurfs wird die finale Fassung des Landesnahverkehrsplans im vierten Quartal 2022 im Kabinett beraten und anschließend dem Landtag zur Benehmensherstellung übermittelt. Damit wird der neue Landesnahverkehrsplan 2023-2027 in Kraft gesetzt.

Die Kurzfassung zum Landesnahverkehrsplan finden Sie hier: https://mil.brandenburg.de/sixcms/media.php/9/Landesnahverkehrsplan-2023-2027-Kurzfassung.pdf

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