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30.09.2022

Bundeswettbewerb Nachhaltige Tourismusdestinationen startet

Deutschland Land Brandenburg Uckermark
Ab dem 1. Oktober 2022 haben Destinationen in ganz Deutschland die Chance, ihr Nachhaltigkeitsengagement auf den Prüfstand zu stellen. Beim Bundeswettbewerb Nachhaltige Tourismusdestinationen wird erstmals auch ein Starter-Preis vergeben.

Der Wettbewerb wird bereits zum dritten Mal gemeinsam vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz, dem Bundesamt für Naturschutz sowie dem Deutschen Tourismusverband ausgelobt. Tourismusorte, Tourismusregionen und Städte, die sich auf den Weg gemacht haben, ihre Tourismusentwicklung nachhaltiger zu gestalten, sind eingeladen, ihre Konzepte einzureichen. Neu im Wettbewerb 2022/23: Diesmal haben auch Tourismusdestinationen Gewinnchancen, die noch am Anfang ihres Nachhaltigkeits-Engagements stehen und bereits erste Projekte geplant oder umgesetzt haben. Sie reichen in der Starter-Kategorie ihren Beitrag ein.

Uckermark nutzte erfolgreich Impulse des Wettbewerbs

Dass sich die Teilnahme lohnt, zeigt ein Blick in den Norden Brandenburgs. Bei der ersten Auflage des Bundeswettbewerbs 2012/13 ging die Uckermark als Siegerregion hervor. Seitdem hat die Destination den Weg der Nachhaltigkeit konsequent weiter beschritten. Das Netzwerk „Ferien fürs Klima“, in dem sich 18 touristische Anbieter versammelt haben, feierte inzwischen sein zehnjähriges Bestehen und trifft mit seinem Angebot mehr denn je den Nerv der Zeit. Anhand einer Checkliste aus Kern- und Zusatzkriterien werden die zugehörigen Unternehmen regelmäßig zertifiziert. Diese profitieren dann von den Aktivitäten des Netzwerks, etwa gemeinsamen Treffen mit regionalen Erzeugern oder einer gemeinschaftlich erstellten Gästemappe zum Thema Nachhaltigkeit in der Region.

Ob Floßfahrten, Eselwandern oder Naturführungen, die nachhaltigen Leuchtturmangebote der Uckermark strahlen auf die gesamte Region aus.Die Vorreiterrolle in Sachen Nachhaltigkeit wurde daher 2014 in einem gemeinschaftlich entwickelten Tourismusleitbild der Destination verankert. In 2018 folgte die Nachhaltigkeitszertifizierung durch TourCert, die seitdem den Rahmen für einen kontinuierlichen Verbesserungsprozess der Destination vorgibt. Seit 2020 engagiert sich die Uckermark auch in der bundesweiten Exzellenzinitiative Nachhaltige Reiseziele. Dort findet ein Erfahrungsaustausch mit anderen Reiseregionen statt, die sich dem nachhaltigen Tourismus verpflichtet haben. Kooperationen und gemeinsame Projekte werden angestoßen. In der Zukunft soll es nachhaltig mobil weitergehen: Nachdem die Uckermark Pilotpartnerin der Machbarkeitsstudie zur BrandenburgCard war, wird derzeit geprüft, wie eine Umsetzung der Gästekarte vor Ort aussehen kann.

Entscheidende Impulse für diese Entwicklung gingen von dem Bundeswettbewerb Nachhaltige Tourismusdestinationen aus, unterstreicht Silke Rumpelt, Nachhaltigkeitsbeauftragte der Tourismus Marketing Uckermark (tmu): „Als Siegerregion erhielten wir eine Imagekampagne, die unseren Bekanntheitsgrad enorm erhöht hat. Aber auch das Bewusstsein nach innen für eine zukunftsfähige nachhaltige Tourismusentwicklung wurde gestärkt.“ Immer wieder erreichten sie auch Anfragen von wissenschaftlichen Instituten. Ein fachlicher Austausch, von dem auch die Region profitiere, so Rumpelt weiter.

Teilnahmebedingungen und Bewerbung

Informationen zum zweistufigen Bewerbungsverfahren und Teilnahmekriterien des Bundeswettbewerbs sind auf einer eigens eingerichteten Webplattform abrufbar. Alle Teilnehmenden profitieren von speziellen Austausch- und Vernetzungsangeboten zum Thema Nachhaltiger Tourismus. Die Siegerdestinationen der Starter- und Fortgeschrittenen-Kategorien und die Gewinner der Themenpreise werden auf einer Preisverleihung im Frühsommer 2023 ausgezeichnet. Den Siegern winken u.a. attraktive Marketingpreise.       

Update 18.10.2022

Auch die Reiseregion Uckermark beabsichtigt, wieder teilzunehmen. Silke Rumpelt von der tmu Tourismus Marketing Uckermark GmbH bereitet in diesen Tagen die Unterlagen vor: „Solch ein Wettbewerb sorgt natürlich immer für positive Aufmerksamkeit. Das tut der Uckermark gut und wir können zeigen, was wir und die vielen Partner in der Region schon erreicht haben.“ Auch wenn die aktuellen Herausforderungen für viele touristische Anbieter mit Unsicherheiten und Existenzängsten verbunden seien, liege in der grundsätzlichen nachhaltigen Ausrichtung von Betrieben eine Chance. Es handele sich um eine langfristige Entscheidung, bei der Qualität und Service immer im Fokus steht, so die tmu GmbH in einer Pressemitteilung. 

Die Teilnahme lohne sich, denn nach Wettbewerbsende wird eine Auswertung der individuellen Ergebnisse erfolgen. „Anhand dieser sehen wir, wo die Uckermark innerhalb der bundesweiten Bewerberdestinationen steht, Wettbewerb macht Spaß und motiviert und wir verdeutlichen uns nochmal, welche konkreten Maßnahmen und Ideen wir in den letzten Jahren in die Umsetzung gebracht haben“, so Anet Hoppe, Geschäftsführerin der tmu GmbH. „Dies hilft uns in der weiteren Bearbeitung des Themenfelds Nachhaltigkeit und der strategischen Regionalentwicklung.“ Weiterhin ist ein digitales Vernetzungstreffen aller Bewerberdestinationen geplant, um Erfahrungen auszutauschen.

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