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12.04.2018

Die digitale Gästeinformation von morgen: Nachgefragt bei Stefan Huber

Land Brandenburg
Wie sieht eine moderne Gästeinformation aus? Auf jeden Fall digital, findet Stefan Huber, der in Brandenburg das Projekt "Digitalisierung analoger Touchpoints" umsetzt. Gesteuert wird das Projekt vom Clustermanagement Tourismus bei der TMB Tourismus-Marketing Brandenburg.

Herr Huber, Sie haben mit Ihrer Firma Hubermedia die Ausschreibung des Projektes zur „Digitalisierung analoger Touchpoints in Brandenburg“ gewonnen. Welche Ziele verfolgt das Projekt?

Mit dem Projekt wollen wir einen Paradigmenwechsel bei der Gästeinformation anstreben: Nicht der Gast muss in die Tourist-Information, sondern die passende Information muss aktiv zum Gast – abhängig von dessen Standort, der Jahres- und Tageszeit, des Wetters sowie der Zielgruppe.  

Wie soll die Umsetzung erfolgen? Welche technische Infrastruktur schaffen Sie dafür im Land?

Wir stellen eine Software-Lösung zur Verfügung, die an allen Touchpoints (Infoterminal (Indoor & Outdoor), WLAN, (Hotel-)Website, Hotel-TV, Displays, Tablets) für alle Tourismusakteure nutzbar ist. 

Über die Notwendigkeit der Digitalisierung, auch im Tourismus, wird oft und viel gesprochen, aber konkret wird es dann selten. Gibt es vergleichbare Projekte im Deutschland-Tourismus?

Dieses Projekt auf Landesebene und in dieser Größenordnung, ist nicht nur in Deutschland und dem deutschsprachigen Raum einmalig und sicherlich richtungsweisend in der Branche. 

Die beste Technik nützt wenig, wenn ich keine Informationen habe, die ich dem Gast zur Verfügung stellen kann. Welche Ausgangslage gibt es dabei in Brandenburg? 

In Brandenburg haben wir die komfortable Lösung, dass wir für die wichtigen Grundthemen (wie Gastgeber, Ausflugsziele, Gastromonie, Events, Touren) auf bestehende Datenbanklösungen der TMB Tourismus-Marketing Brandenburg, wie der DAMAS-Datenbank, aufsetzen können. Darüber hinaus bietet unsere Plattform die Möglichkeit eigene Inhalte zu erfassen, z.B. eine digitale Gästemappe für Hoteliers oder weitere Datenbanken anzuschließen.

Was ändert sich für den Gast, welchen Nutzen wird dieses Vorhaben haben?

Wir stellen dem Gast während der gesamten Customer Journey, die für ihn passenden Informationen in bestmöglicher und einheitlicher Qualität zur Verfügung. Das Service-Empfinden wird sich für den Gast drastisch verbessern, da er z. B. bei schlechten Wetter automatisch Schlechtwettertipps mit den passenden Öffnungszeiten und Preisen in seiner Unterkunft erhält. 

Wie profitieren die Gastgeber von diesen digitalen Gästeinformationen, wie kann er die digitale Gästeinformation für sich und sein Unternehmen nutzen?

Neben dem Service Gedanken bietet sich gerade für Gastgeber die Möglichkeit, durch die Bereitstellung passender Angebote, zusätzlichen Umsatz pro Gast zu generieren, z. B. durch die Nutzung der digitalen Gästemappe oder Upselling weiterer Leistungen. 

Macht die digitale Gästeinformation den Mitarbeiter in der Touristinfo vor Ort überflüssig?

Klares Nein! Unsere Software-Lösung ist lediglich ein Tool für eine bestmögliche und vor allem individuelle Beratung des Gastes – egal ob am Counter oder bei Email-Anfragen. Wir wollen, dass sich der Mitarbeiter in der Touristinformation, auf das wesentliche konzentrieren kann: nämlich den Gast. 

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