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03.11.2021

Ergebnisse der 4. Branchenumfrage zu Auswirkungen der Corona-Pandemie liegen vor

Land Brandenburg
Im September hat die TMB Tourismus-Marketing Brandenburg zum vierten Mal eine Branchenumfrage zu den Auswirkungen der Corona-Pandemie auf den Tourismus in Brandenburg gestartet. Die Ergebnisse liegen nun vor. Sie zeigen, wie sich die Branche den pandemiebedingten Herausforderungen stellt und wo Risiken, aber auch Chancen liegen. Der Blick in die Zukunft ist dabei überwiegend optimistisch.

Fast 700 Anbieter und Institutionen aus dem Bereich des Übernachtungstourismus, der Gastronomie, der Freizeit- und Kulturwirtschaft aber auch aus den Reihen der Tourismusorganisationen haben sich an der Branchenumfrage beteiligt.

Die Ergebnisse spiegeln ein Lagebild wider, das weitere Untersuchungen sowie die monatlich erhobenen Zahlen des Amtes für Statistik Berlin-Brandenburg ergänzen kann. 

Optimismus, aber von Normalität kann man längst noch nicht sprechen

Die wichtigste Botschaft ist: Die Branche schaut trotzt der schwierigen Umstände in 2020 und in weiten Teilen auch in 2021 überwiegend mit Optimismus in die Zukunft.

Dies drückt sich auch in der Bewertung der aktuellen Geschäftslage sowie des Saisonverlaufs 2021 aus: Fast 60 Prozent bewerten ihre Geschäftslage aktuell als sehr gut oder gut. Nur 9 Prozent sprechen von einer schlechten oder sehr schlechten Lage. Mehr als 70 Prozent der Befragten sagen, dass die Saison 2021 bisher sehr gut oder gut war.

Blickt man auf die Vorausbuchungen für das letzte Quartal 2021 und für den Sommer 2022, so ist zu erkennen, dass längst nicht von Normalität gesprochen werden kann. Buchungen werden augenscheinlich immer kurzfristiger getätigt. Die Gäste warten ab, wie sich die Situation weiter entwickeln wird.

Anpassungen des Angebotes wurden vorgenommen

Auswirkung hat Corona aber nicht nur auf das Verhalten der Gäste. Aus der Umfrage geht hervor, dass vielfach auch das Angebot angepasst werden musste. Im Fall der Gastronomie bedeutete dies vor allen Dingen die Verkürzung von Öffnungszeiten oder die Einführung von Schließtagen. Als Gründe dafür wurden Personalmangel, geringe Auslastung, Kapazitätsgrenzen sowie die Verbesserung von Arbeitszeiten für die Mitarbeitenden genannt.

So ist es nicht verwunderlich, dass das Thema Arbeitskräfte die Branche sehr stark beschäftigt. In der Hotellerie wie der Gastronomie sagen jeweils mehr als 40 Prozent, dass sie in den letzten Monaten bereits Mitarbeitende verloren haben.

Zahlreiche Unternehmen planen daher zusätzliche Aktivitäten, um ihre Mitarbeitenden im Unternehmen zu halten bzw. neue Arbeitskräfte anzuwerben.

Als wichtigste Maßnahme wird dabei die höhere Bezahlung gesehen. Aber auch die räumliche und zeitliche Flexibilisierung der Arbeitszeiten u. Tätigkeiten (Arbeitszeitkonto) und Benefits für Mitarbeitende spielen eine Rolle. Insbesondere für die Hotellerie ist die Anwerbung internationaler Arbeitskräfte ein Thema.

Fachkräftemangel und Sorge vor einem erneuten Lockdown werden als Risiken gesehen

Die Sorge, dass es zu einem erneuten Lockdown kommen könnte, gehört aus Sicht der befragten Anbieter zu den größten Risiken für die weitere Entwicklung. Getoppt wird dies allerdings noch vom Fach- bzw. Arbeitskräftemangel, der im Bereich der Hotellerie und Gastronomie als das mit Abstand größte Risiko angesehen wird.

Bei der Einschätzung der Herausforderungen geht der Blick auch über das eigene Unternehmen hinaus: Es wird befürchtet, dass fehlende Nachfolge bzw. Schließungen, das Angebot nachhaltig verändern und weniger interessant machen könnten.

Alle Ergebnisse im Überblick:

Link zu den detaillierten Gesamtergebnissen der Umfrage.

Link zu den Ergebnissen gefiltert nach Betriebsarten.

 

 

 

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