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01.10.2018

FlämingSchmiede: Neue touristische Erlebnisse für den Fläming

Fläming, Land Brandenburg
Im Sommer 2017 initiierte der Tourismusverband Fläming e.V. gemeinsam mit der Online-Plattform Startnext und dem Tourismusberatungsunternehmen BTE einen Crowdfunding-Wettbewerb, die FlämingSchmiede, bei der im Januar vier Projekte vollfinanziert wurden. Jetzt sind bereits zwei davon umgesetzt und auch die anderen beiden sollen in naher Zukunft für Gäste erlebbar sein. Dadurch positioniert sich der Fläming noch stärker als kreative Reiseregion vor den Toren Berlins.

Seit Mai war der Hof von Gabriele Hiller eine große Baustelle. Der Grund dafür war der Umbau ihrer alten Remise zu einem hellen und modernen Seminarraum. Sie wollte ein Atelier bauen, in dem ihre Auftragskunst entsteht und das sie für Teamevents und Seminare nutzen kann. Dies ist ihr mit dem hell gestalteten Raum gelungen: In der Mitte steht ein großer Holztisch, der aus dem Querschnitt eines Baumes gefertigt wurde. „Das Holz ist aus Brandenburg, es ist ein regionaler Tisch“, sagt sie lächelnd. Große Glastüren sind jetzt dort, wo früher Backsteine waren. Die Steine wurden fein säuberlich von der Bauherrin selbst abgeklopft und für die Erweiterung einer Wand anschließend an anderer Stelle verbaut: „Das war eine Heidenarbeit, aber es ist toll, dass wir das Baumaterial aufarbeiten und wiederverwenden konnten. So bleibt viel von vorher erhalten, ist aber nun sehr modern umgestaltet.“ Die Weiterverwendung der alten Baustoffe, auch Upcycling genannt, liegt heutzutage im Trend. Das erste Seminar hat bereits stattgefunden: zu Gast waren Unterstützer, die zur Laufzeit der Crowdfunding-Kampagne ein Seminar als Dankeschön gebucht hatten. Es sei ein toller Einstand gewesen, verrät die Gastgeberin.

Upcycling - ein Prinzip, an dem sich auch der FlämingSchmiede-Teilnehmer Volker Link aus Berlin orientiert hat: Mit seinem Haus Fläming, einem Gruppengästehaus bei Bad Belzig, hat er am Crowdfunding-Wettbewerb teilgenommen, das Projekt zur Vollfinanzierung durchgebracht und daraus dann einen eigenen Wettbewerb gemacht. Über die mittlerweile offline gegangene Kreativ-Verkaufsplattform „DAWANDA“ suchte er nach Konzepten für das neue Upcycling-Designzimmer. Der Siegerentwurf, das „Scheunenzimmer“ von „Wood & Nails“ wurde bereits umgesetzt und kann seit dem Sommer von Reisenden gebucht werden. In dem gemütlichen, rustikal-ländlichen Raum wurden Hölzer wiederverwertet, abgeschliffen und haben unter anderem als Wanddekor eine neue Verwendung gefunden.

Projekte Schlafwagenhotel und Kranichexpress auch bald umgesetzt

In Trebbin wartet Beate Rantzsch, Pressesprecherin der Stadt, auf den Startschuss für den Kranichexpress. 76 Unterstützer haben das Vorhaben, Orte wie unter anderem Glau und Blankensee im Naturpark Nuthe-Nieplitz durch einen Elektrobus mit Trebbin zu verbinden, unterstützt. Insgesamt wurden 9.835 Euro gesammelt, die das Leasing für das nachhaltige Mobilitätskonzept sicherstellen konnten. Außerdem hat das Projekt einen besonderen Eindruck hinterlassen und beim Wettbewerb „Region Zukunft“ der IHK Potsdam Gold verliehen bekommen – 5.000 weitere Euro, die der Projektumsetzung zugutekamen. „Im Prinzip können wir starten, allerdings gibt es Lieferschwierigkeiten beim Bus. Die Route steht und wir haben alles geklärt, damit wir den öffentlichen Nahverkehr ins Trebbiner Umland bieten können.“ Bislang sei der Start für Anfang Dezember geplant, wenn der Bus dann da ist. Bis zum Frühjahr gäbe es dann eine Testphase auf Anfrage und dann soll der reguläre Betrieb mit einer feierlichen Einweihung starten.

Das Schlafwagenhotel in Rehagen befindet sich aktuell in der Umbauphase: die Eisenbahnwaggons von Manja und Christophe Boyer bekommen jetzt ihr Winterkleid „geschneidert“. Bisher konnten die Wagen, die mal zur Transsibirischen Eisenbahn gehörten, im Winter nicht genutzt werden – die Rohre lagen außen, waren nicht isoliert und es gab nur Elektroheizungen und Durchlauferhitzer. Das soll sich jetzt ändern. Die Betreiber haben das Saisongeschäft abgewartet, um im Herbst mit ihrem Vorhaben zu starten. „Wir haben bereits mit dem Verlegen der Leitungen begonnen. Jetzt wird es kälter und bald wollen wir hier die ersten Gäste zur kalten Jahreszeit in den Waggons empfangen“, so der gebürtige Franzose. Dann sorgen ein Warmwasserboiler und eine neue Gasheizung für wohlige Wärme in den besonderen „Hotelzimmern“.

Das ist die FlämingSchmiede:

Als erste Reisedestination Deutschlands startete der Fläming vor einem Jahr, im September 2017, einen Wettbewerb, um Crowdfunding gezielt für die touristische Produktentwicklung einzusetzen und sich als kreative Reiseregion zu positionieren. Mit der „FlämingSchmiede 2017“ hat der Tourismusverband Fläming e.V. gemeinsam mit seinen Partnern, dem Tourismusberatungsunternehmen BTE und der Crowdfunding-Community Startnext, außergewöhnliche Geschäftsideen gefördert. 14 Projekte starteten am 18. November 2017 in den Wettbewerb, 23 Projekte hatten sich dafür beworben. Bedingung für die Teilnahme waren ein touristischer Bezug, eine kreative Idee und die Ansiedlung des Projekts im Fläming. Die FlämingSchmiede 2017 wurde unterstützt von der IHK Potsdam, den Wirtschaftsförderungen der Landkreise Teltow-Fläming und Potsdam-Mittelmark sowie dem Clustermanagement Tourismus des Landes Brandenburg und dem Wirtschaftsministerium des Landes Brandenburg.

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Catharina Weisser

Marketing und Pressearbeit

Tourismusverband Fläming e.V.

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