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25.10.2021

Nachhaltiges Reisen & Barrierefreiheit im Fokus beim Tourismustag Ruppiner Seenland

Ruppiner Seenland
"Was bewegt unsere Gäste?" - Zu dieser Frage tauschten sich rund 65 Teilnehmende aus Politik, Verwaltung und touristischem Gastgewerbe beim Tourismustag Ruppiner Seenland am 19. Oktober im Seehotel Rheinsberg aus. Im Fokus der Impulsvorträge und Werkstattgespräche standen die Themen E-Mobilität und Barrierefreiheit.
Foto (c) Uwe Seibt

Tourismus bewegt: Ob E-Ladesäulen, ticketloser öffentlicher Nahverkehr für Übernachtungsgäste oder barrierefreie Urlaubsangebote - die Themen nachhaltige (E-) Mobilität und Barrierefreiheit lockten 65 Teilnehmende aus Politik, Verwaltung und touristischem Gastgewerbe am 19. Oktober zum Tourismustag Ruppiner Seenland ins Seehotel Rheinsberg. Unter dem Motto „Mobilität & Marke: Was bewegt unsere Gäste?“ konnten sie sich von Impulsvorträgen zu aktuellen und möglichen Mobilitätsangeboten inspirieren lassen und anschließend in drei verschiedenen Werkstattgesprächen vertiefend in den Austausch treten. Der Tourismustag wurde gemeinsam vom Tourismusverband Ruppiner Seenland e. V. und der IHK Potsdam veranstaltet.

Egmont Hamelow, Vize-Landrat Oberhavels, übernahm stellvertretend für Frank Stege, Amtsdirektor Gransee und Gemeinden und Tourismusverbands-Vorsitzender, gemeinsam mit Itta Olaj, Geschäftsführerin des Tourismusverbands, die Moderation.

Mit einem Grußwort war Landtagspräsidentin Brandenburgs Prof. Dr. Ulrike Liedtke zu Gast: Ein Heimspiel für die Rheinsbergerin, die 1991 die Musikakademie Rheinsberg gründete und bis 2014 leitete. Sie hebt insbesondere das erforderliche, harmonische Miteinander von Gästen und Beschäftigten in touristischen Betrieben hervor. Ralf Reinhardt, Landrat des Landkreises Ostprignitz-Ruppin, betont die nötige Entwicklung eines umweltfreundlichen, bedarfsorientierten Mobilitätskonzepts und die Stärkung des nachhaltigen Tourismus. Der bevorstehende Boom der E-Mobilität bedarf insbesondere eines schnellen Ausbaus der Ladenetzinfrastruktur in der Region.
Herzlich als Gäste begrüßt wurden zudem Wiebke Papenbrock, Bundestagsabgeordnete der SPD, Werner Nüse, Vize-Landrat in OPR, Sigrid Nau, Kreistagsvorsitzende OPR und Frank-Rudi Schwochow, Bürgermeister Rheinsbergs. André Wiesner, Leiter des IHK Regional-Centers in Neuruppin, beschloss die Grußworte.

Anschließend luden die Impulsvorträge und Werkstattgespräche des Tourismustags ein, sich von bereits vorhandenen Angeboten inspirieren zu lassen und sich gemeinsam über neue Ideen auszutauschen: So gaben Dirk Wetzel (Stellvertretender Marketingleiter, TMB Tourismus-Marketing Brandenburg GmbH) und Tino Freißler (Tourismusreferent ADFC) Einblicke in Herausforderungen und Perspektiven von E-Bikes im Tourismus. Guido Gerlach (Kaufmännischer Leiter, Stadtwerke Neuruppin) zeigte den aktuellen Stand der Ladenetzinfrastruktur im Landkreis Ostprignitz-Ruppin auf.
„Man muss auch ein bisschen verrückt sein!“, pointiert Max Golde, Inhaber des Alten Kasinos - Hotel am See in Neuruppin und meint damit den Mut zu Innovationen: Er installierte bereits 2014 eine E-Ladesäule direkt am Hotel – damals die erste ihrer Art zwischen Berlin und Hamburg, in diesem Jahr ausgezeichnet als „der schönste E-Ladeplatz Berlin-Brandenburgs“.
Ob mit dem geliehenen E-Bike, über eine öffentliche Mitfahrbank, per Mietauto oder sogar per Rikscha: Viele, kreative Ideen, wie Touristen die „letzte Meile“ – d.h. den Weg vom letzten, mit ÖPNV erreichbaren Punkt bis zum Reiseziel zurücklegen können, wurden im Werkstattgespräch gesammelt, Umsetzungsmöglichkeiten diskutiert.

Über die Vorteile und mögliche Finanzierungswege einer landesweiten BrandenburgCard, die neben ticketlosem Nahverkehr für Touristen u. a. auch freie Eintritte in Kultureinrichtungen enthalten könnte, diskutierte des Weiteren Julia Thoms (Clustermanagerin, TMB Tourismus-Marketing Brandenburg GmbH) nach ihrem Impulsvortrag im Werkstattgespräch noch einmal mit den Teilnehmenden.
Einen persönlichen Einblick gab Dagmar Rockel-Kuhnle (Kuhnle-Tours) in ihre barrierefreien, rollstuhlgeeigneten Hausbootangebote sowie in die gemeinsam mit dem Tourismusverband Ruppiner Seenland und der TMB Tourismus-Marketing Brandenburg GmbH erarbeiteten Hausboottouren.

Natürlich kam auch das Thema Corona nicht zu kurz: Gemeinsam mit André Wiesner und Uwe Seibt, Tourismusreferent der IHK Potsdam, waren die Teilnehmenden eingeladen, sich im Werkstattgespräch über „Tourismus seit Corona“ auszutauschen.

Der Tourismustag im Ruppiner Seenland wird jährlich mit einem anderen thematischen Fokus und an einem anderen Ort in der Region veranstaltet. Eingeladen sind alle touristischen Leistungsträger des Ruppiner Seenlands sowie Verantwortlichen aus Stadtverwaltung und Politik.

 

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Jannika Olesch

Marketing & Redaktion

Tourismusverband Ruppiner Seenland e.V.

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