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10.10.2018

Übernachtungen an außergewöhnlichen Orten

Fläming, Land Brandenburg
Architektur & Baukultur
Sleeperoo eröffnet Pop-Up-Unterkunft in Glashütte

Früher kannte man Pop-Ups nur am PC. Da springt ein Fenster auf, das man möglichst schnell wieder wegklickt. Und so ähnlich ist es auch mit einem relativ jungen Trend: dem Pop-Up-Tourismus. Plötzlich entstehen Hotels, Kultureinrichtungen, Gaststätten u.a. an Orten, wo bisher nichts war. Gemeinsam ist ihnen, dass sie nur kurzzeitig genutzt werden und schnell wieder weg sind. Das darf ruhig etwas unfertig und hands-on wirken, wichtig ist es vielmehr, Aufmerksamkeit für das Außergewöhnliche zu erregen.

Im Reiseland ist jetzt ein neues Mitglied zur Pop-Up-Familie gestoßen: Im Museumsdorf Glashütte eröffnete das Hamburger Unternehmen sleeperoo (www.sleeperoo.de oder auch der Direktlink: https://www.sleeperoo.de/102-baruther-glashuette) sein erstes Übernachtungserlebnis in Brandenburg. Damit wird das Museumsdorf, das als Industriedenkmal gelistet ist, um ein besonderes Erlebnis reicher. Die Idee hinter dem sleeperoo-Designwürfel: Der Gast entdeckt tagsüber den Ort mit dazugehöriger Kulinarik, Kunst und Handwerk und verbringt den Abend und die Nacht im Hauptdenkmal, der neuen Glashütte. Gebettet inmitten 300-jähriger Standortgeschichte. Das neue Angebot passt hervorragend zur Reiseregion Fläming, die im Kreativtourismus ihre Markenpositionierung gefunden hat.  

Andere Beispiele aus dem Reiseland Brandenburg für außergewöhnliche Übernachtungskonzepte fernab vom Standard-Doppelzimmer sind der Havelprater http://www.havelprater.com/de/home/ oder Butch the bus http://www.steinreich-leben.de/ferienbus-ausgebauter-bus/.

In der Schweiz gibt es mittlerweile 11 Hotels, die sich diesem Thema verschrieben haben https://www.myswitzerland.com/de-de/swiss-pop-up-hotels.html. Das Angebot reicht vom Übernachtungen in einem Glaspavillon in einer Parkanlage oder in einem Ballsaal und sogar in einer Gefängniszelle. (Kein Muss, unsere Idee): Gäste übernachten hier mitten im Park in einem Glaspavillon, in einem Ballsaal und sogar in einer Gefängniszelle.

Die reine Pop-Up-Lehre ist das noch nicht und soll es auch gar nicht sein, aber man sieht, dass damit das Gästebedürfnis nach Einmaligkeit und Individualität befriedigt wird. Bei Projekten wie Sleeping around http://www.sleepingaround.eu/nl/locatie/huidige-locaties, wo man in einem umgebauten Seecontainer schlafen kann, der immer mal wieder an anderen Orten auftaucht oder die Blink Camps des Veranstalters Black Tomato https://www.blacktomato.com/blink/. Black Tomato bringt die Philosophie für das ganze Pop-Up-Thema auf dem Punkt: „It is yours and yours alone. There for a moment and then gone. Blink and you’ll miss it.“ Natürlich gibt´s Pop-Ups nicht nur zum Übernachten, sondern auch Gastro-Pop-Ups wie das Laden Ein http://www.laden-ein.com/ in Köln oder Pop-Up-Tourist-Infos oder Pop-Ups für Destinationsmarketing https://about.visitberlin.de/unsere-neue-marketing-aktion-pop-berlin oder oder oder.

Man darf auf jeden Fall gespannt sein, was die nächsten Jahre noch alles am Markt und vor allem in Brandenburg passiert.

Autoren: Catharina Weisser, TV Fläming e.V. // Andreas Zimmer, Clustermanagement Tourismus/TMB Tourismus-Marketing Brandenburg GmbH

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