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20.05.2020

Wie geht es der Tourismusbranche? Neue Umfrage gibt Auskunft

Land Brandenburg
Zum zweiten Mal seit Beginn der Coronakrise hat die TMB in der letzten Woche eine Branchenumfrage gestartet und um eine Einschätzung der aktuellen Lage und der wirtschaftlichen Situation gebeten. Die Antworten von rund 500 Teilnehmenden liegen derzeit vor, die meisten davon sind Beherbergungsanbieter und Gastronomiebetriebe. 71 Prozent der Befragten haben 1 bis 5 Mitarbeitende, 20 Prozent 6-19.

Dies sind die wichtigsten Zwischenergebnisse:

61 Prozent der Befragten gaben an, dass sie die Soforthilfe des Landes Brandenburg in Anspruch genommen haben. Die Kreditaufnahme über die KfW ist jedoch für den überwiegenden Teil (78%) keine Option. Nur knapp 4 Prozent geben an, dass sie dies planen.

Bei den Maßnahmen zur Kostenreduzierung liegt die Reduzierung von Investitionen mit 53 Prozent vorne, gefolgt vom Kurzarbeitergeld mit 45 Prozent und der Kürzung von  Marketingbudgets (35%). Nur 12 Prozent haben Mitarbeitende entlassen, um Kosten zu sparen.

Dem entgegen steht die Beurteilung der Geschäftslage: 58 Prozent sprechen von einer schlechten Geschäftslage, 30 Prozent beurteilen die Lage als befriedigend und nur rund 6 Prozent sagen, dass es ihrem Betrieb gut geht.

Dies korrespondiert mit der Frage nach Stornierungen: 70 Prozent geben an, dass sie extrem stark von Stornierungen betroffen waren. Bei 20 Prozent fiel die Zahl der Stornierungen moderat aus, rund 10 Prozent hatten nur wenige Stornierungen zu verzeichnen.

Rund 70 Prozent der Befragten geben an, dass sie bislang nur wenig oder gar keine Neubuchungen haben. Bei 25 Prozent finden Neubuchungen statt.

Dies wirkt sich auch auf die erwarteten Umsatzeinbußen aus:

Mit Blick auf die Hygiene- und Abstandregeln, die mit der Wiedereröffnung ihrer Betriebe einhergehen, rechnen fast 45 Prozent der Befragten mit Umsatzeinbußen von bis zu 50 bzw. sogar über 50 Prozent. 47 Prozent sagen jedoch, dass sie froh sind, wieder öffnen zu können und die Auflagen auch ohne große Investitionen erfüllen zu können.

Für den Rest des Jahres rechnen die Befragten mit deutlichen Umsatzeinbußen. Über 40 Prozent der Befragten geben an, dass diese bis zu 50 Prozent im Vergleich zu ihren Prognosen betragen könnten. Bei 30 Prozent der Befragten könnten die Einbußen sogar bis zu 80 Prozent ausfallen. Nur 25 Prozent der Befragten rechnen mit Einbußen unter 30 Prozent.

Dennoch: Der große Teil der Teilnehmenden zeigt sich vorsichtig optimistisch bzw. sagt, dass es ihnen soweit gut geht. Knapp unter 20 Prozent sprechen von Resignation, unter 10 Prozent von einer verzweifelten Situation.

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