Projektbeschreibung

Projekt Neue Allianzen für Nachhaltigkeitspolitik

in Umsetzung
01.05.2019 - 31.12.2020

Neue Allianzen für Nachhaltigkeitspolitik – Kooperationsperspektiven umwelt- politischer Akteure mit Gewerkschaften, Wohlfahrts- und Sozialverbänden 

 

Nachhaltigkeitspolitik voranbringen 

 

Es wird zunehmend deutlich, dass eine nachhaltige Entwicklung nur dann erreicht werden kann, wenn politische Handlungsfelder verstärkt gemeinsam bearbeitet und Wandlungsprozesse auf unterschiedlichen gesellschaftlichen Ebenen gleichzeitig angestoßen werden. Herausfordernd ist, dass eine nachhaltige Entwicklung der Gesellschaft Verteilungskonflikte mit sich bringt, die nicht allein die Wettbewerbsfähigkeit der Wirtschaft betreffen, sondern auch soziale Auswirkungen haben. Deshalb ist es notwendig, verstärkt Themen und Handlungsoptionen zu identifizieren, die eine gemeinsame Nachhaltigkeitspolitik von umwelt- und sozialpolitischen Akteuren nicht nur programmatisch, sondern auch praktisch ermöglichen. Immer deutlicher wird: Der notwendige gesellschaftliche Wandel braucht neue gesellschaftliche Bündnisse – insbesondere einen Schulterschluss zwischen umwelt- und sozialpolitischen Akteuren. Bereits bei der Konzeption politischer wie praktischer Lösungen sollten relevante Akteure wie Gewerkschaften, Sozial- und Wohlfahrtsverbände sowie Umweltorganisationen ihre jeweils spezifischen Interessen und Problemlösungsfähigkeiten einbringen, um so gemeinsam Veränderungsprozesse voranzubringen. 

 

Kooperationsstrategien entwickeln 

 

Das Projekt „Neue Allianzen für Nachhaltigkeitspolitik“ zielt darauf ab, Synergiepotenziale zwischen umweltpolitischen Akteuren, Gewerkschaften sowie Wohlfahrts- und Sozialverbänden auszuloten und Kooperationsstrategien sowohl konzeptionell wie auch exemplarisch in der Praxis zu entwickeln. Die Heterogenität der Interessen, Weltsichten, Funktionslogiken und Leistungserwartungen soll besser verstanden werden, um von hier aus die Bedingungen für kooperative Praktiken herauszuarbeiten. Dabei geht das Projekt folgenden zentralen Fragen nach: 

 

 

 

  • Wie können vor dem Hintergrund aktueller Herausforderungen sowie im Anschluss an derzeitige umweltpolitische Strategien und Programme neue Zukunftsdebatten und Allianzen mit Gewerkschaften und Wohlfahrtsverbänden gelingen?
  • Welche Themen, Problemlagen und Lösungswege eignen sich besonders, welche weniger? Welche gemeinsamen Interessen treten hervor, welche widerstreitenden Positionen lassen sich klären und zusammenführen, welche Differenzen können und müssen akzeptiert werden?
  • Wie können neue Kooperationsstrategien aussehen und inwieweit kann eine moderne integrierte Umweltpolitik diese gezielt unterstützen?  

 

Ein wichtiges Element der Forschungsarbeit sind Gespräche mit Expertinnen und Experten, die in den Bereichen Umwelt und Soziales aktiv sind. Ihre Sichtweisen und Erfahrungen sind entscheidend für die Beantwortung der Forschungsfragen und für die Entwicklung praktisch machbarer Kooperationsstrategien.  

 

Wie im Workshop vom 20. November 2019 angekündigt arbeiten wird aktuell an einer Zusammenfassung der Workshopergebnisse inklusive erster Handlungsempfehlungen für die nächsten Schritte gearbeitet.

 

Themen
Best Practice, Infrastruktur, Innovation, Mobilität, Nachhaltigkeit, Politik & Verwaltung, Projekte, Strategien
Tourismus
Landtourismus, Naturtourismus
Projektträger
tmu Tourismus Marketing Uckermark GmbH
Träger und Förderprogramme
Das Projekt wird im Auftrag des Bundesumweltministeriums und des Umweltbundesamts im Zeitraum von Juli 2017 bis Dezember 2020 durchgeführt. Es wird vom Institut für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW) geleitet; Kooperationspartner sind das Forschungszentrum für Umweltpolitik (FFU) der Freien Universität Berlin, sociodimensions und kommunikation & arbeit.
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