Veranstaltungsdetails

Virtueller Workshop nachhaltige Tourismusdestinationen: Evaluation Tourismuswettbewerbe

Besprechung
23.09.2020
10:00 Uhr - 12:00 Uhr
tmu Tourismus Marketing Uckermark GmbH

Wir wissen, dass es jetzt um existenzielle Fragen in den Betrieben und Regionen geht.
Der Tourismus ist in zahlreichen Themen- und Handlungsfeldern von der Corona-Krise betroffen. Eine erste Übersicht kann der dwif-Corona-MindMap ) entnommen werden. Für das Destinationsmanagement (DMO) in den Reisegebieten haben sich die Prioritäten verschoben, denn nun stehen die Auswirkungen und die Bewältigung der Corona-Krise im Mittelpunkt.

Die Chance für Destinationen liegt darin, den nachhaltigen Tourismus als eine Möglichkeit aufzufassen, den touristischen Herausforderungen während und insbesondere nach der Corona-Krise zu begegnen.
Warum also nicht jetzt das Thema Nachhaltigkeit – auch und besonders angesichts der weiter einzuhaltenden Klimaziele der Bundesregierung und der Bevölkerung neu bewerten.

Was wir mitbringen:
•    Moderatoren aus erfahrenen Forschungs- und Beratungsunternehmen
•    Erfahrungen von Destinationen aus anderen Bundesländern und deren Umsetzungen im Zusammenhang mit Nachhaltigkeit
•    Aufzeigen von guten Destinations-/ und Betriebsbeispielen in der Umsetzung von Nachhaltigkeitszielen

Die Ergebnisse der Workshops werden weiterentwickelt und auf ihre Praxistauglichkeit hin getestet sowie in einem öffentlichen Bericht zusammengefasst. Die erarbeiteten Ergebnisse sollen durch die unterschiedlichen Perspektiven und Erfahrungen verfeinert und für verschiedene Destinationstypen anwendbar gemacht werden. Es soll ein „Voneinander-Lernen“ stattfinden. Zusätzlich können deshalb weitere Fragen und Aspekte von den Teilnehmern eingebracht werden.

Mögliche weitere Fragestellungen der Workshops als erste Ideensammlung – diese werden den spezifischen Anforderungen der Teilnehmer angepasst

Wenn Nachhaltigkeitsthemen in der Phase der wirtschaftlichen Erholung eine zentrale Rolle spielen sollen, dann ist jetzt der richtige Zeitpunkt, darüber nachzudenken und die Grundlagen für entsprechende Strategien zu legen.

Aus unserer Sicht können auch folgende Fragen (Vorschläge) bearbeitet werden:

    Werden durch die Krise Themen wie Nachhaltigkeit und soziale Verantwortung gestärkt und wenn ja, wie können DMOs dies wirtschaftlich und strategisch nutzen?
    Wird durch die Krise der Deutschlandtourismus gestärkt und wenn ja, wie können das DMOs und Leistungsanbieter nutzen, um Nachhaltigkeitsthemen zu unternehmerischen Ankerpunkten zu machen?
    Wie realistisch ist eine dauerhafte Änderung touristischer Entwicklung und wie wahrscheinlich ein baldiges „weiter-so“ wie vor der Krise?
    Wie können DMOs touristische Betriebe motivieren und dabei unterstützen, in der Phase der wirtschaftlichen Erholung nach der Krise Nachhaltigkeit in allen Dimensionen stärker im Unternehmen zu verankern und umzusetzen? Das betrifft die Arbeitsorganisation, die Digitalisierung, aber auch Einsparungspotenziale und alle Fragen nachhaltigen Wirtschaftens.
    Welche Pläne und Lösungen haben die DMOs und die Destinationen bereits selbst ins Visier genommen?
    Welche Fördermittel und Umsetzungshilfen wären erforderlich bzw. stehen dazu zur Verfügung bzw. werden hierfür bereitgestellt? Welche kurz- und welche langfristigen Ziele ließen sich damit erreichen?
    Sind neue Besucherlenkungskonzepte, Mobilitätskonzepte nach wie vor, oder immer wichtiger – erste Schritte dazu?
    Haben sich die Anforderungen an Wettbewerbe wie Nachhaltige Tourismusdestinationen durch die Krise verändert?

Übergreifende Ziele der Workshops

Ziel von acht geplanten virtuellen Workshops (in 8 Bundesländern) ist es, präzise Erkenntnisse zu den Bedürfnislagen der Destinationen in Bezug auf Nachhaltigkeit, Umsetzungen und ggfls. Ausrichtung neuer Wettbewerbe zur Nachhaltigkeit zu bekommen. Die Zusammensetzung der Teilnehmer soll bewusst „interdisziplinär“ sein, um ein Bewusstsein dafür zu schaffen, dass eine nachhaltige Entwicklung einer Region keine rein touristische, sondern immer eine Querschnittsaufgabe ist. Neben DMO-Manager*innen sollen daher auch – wenn irgend möglich - touristische Betriebe als auch Vertreter des Einzelhandels, der Verkehrsverbünde und der Wirtschaft (z.B. IHK) vertreten sein.

Über uns und das Projekt

Unsere Arbeitsgemeinschaft, bestehend aus den Firmen Institut für Zukunftsstudien und Technologiebewertung, Sandstein Kommunikation und dwif bearbeitet zur Zeit im Auftrag des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit und des Umweltbundesamtes das Projekt „Evaluierung der Bundeswettbewerbe Nachhaltige Tourismusdestinationen 2012/13 und 2016/2017 (DTV, BMU, BfN) zur Förderung und Weiterentwicklung nachhaltiger Destinationen in Deutschland“.


II.    ÜBERLEGUNGEN ZU DEN
AUSWIRKUNGEN DER PANDEMIE

Die gegenwärtige Krise zeigt, dass Ökonomie, Ökologie und Soziales – alle drei die Themen der Nachhaltigkeit – miteinander verflochten sind und seit Beginn der Corona-Pandemie und der daraus resultierenden Krise nicht an Relevanz eingebüßt haben. Im Gegenteil, Begriffe wie ‚Prävention‘ und ‚Resilienz‘ rücken in den Vordergrund und verdeutlichen für die Tourismusbranche ihre Relevanz dringender als je zuvor.

Kurzbeschreibung der Lage in Stichwörtern
•    Die Corona-Krise hat unmittelbar zum Absinken des gesamtwirtschaftlichen Angebots geführt einschließlich eines Rückgangs des Arbeitsvolumens und eine daraus resultierende Abnahme der Produktion von Waren und Dienstleistungen und letztlich auch des Einkommens;
•    Ergriffene Maßnahmen bleiben trotz Lockerungen über mehrere Quartale wirkungsvoll;
•    Obwohl nach einem Stopp der Verbreitung des Virus und eine Lockerung der Maßnahmen prinzipiell mit einer Erholung des Angebots zu rechnen ist, muss die Wirtschaft zunächst erhebliche Umsatz- und Gewinnrückgänge und Arbeitnehmer Lohn- und Einkommenseinbußen verkraften und überwinden ;
•    DMOs und Tourismusorganisationen reagieren zunächst mit Krisenmanagement und entsprechenden Maßnahmen (Reduzierung der festen Kosten, Kurzarbeit für die Mitarbeiter);
•    Auch wird bereits an Veränderungen im Bereich des Qualitätsmanagements, an Kooperationen mit Gesundheitsexperten und Behörden und an der Entwicklung von Szenarien zur deren strategischen Integrierung in das Destinationsmanagement gedacht.
•    Längerfristig betrachtet bedeutet die Corona-Krise für die Tourismuswirtschaft insgesamt eine beträchtliche Einschränkung der Investitionsmöglichkeiten und eine Eingrenzung ihres finanziellen Spielraums um bestehende Pläne und Planungen in Handlungsfeldern wie Nachhaltigkeit, Strategie und Positionierung, Produktentwicklung, Vertrieb, Nachfrage und Infrastruktur zu realisieren;
•    Gleichzeitig muss eine Balance zwischen kurz- und langfristigen Zielen gefunden werden, indem eine ausgewogene Priorisierung, auch was die zeitliche Dimension angeht, erforderlich sein wird.
Zur Nachhaltigkeit im Tourismus
Da eine Transformation in eine nachhaltige Tourismusregion ein langfristiger Prozess ist, der viele und unterschiedliche Handlungsfelder, Themen und Akteure berührt und kontinuierlich Kommunikation und Abstimmung erfordert, bietet die Bewältigung die Überwindung dieser Krise eine Chance, richtungweisend die Zukunft des Nachhaltigkeitsprozesses zu fördern.

Die möglichen Auswirkungen der Corona-Krise auf den Tourismus (Abnahme des Ferntourismus´, Social Distancing, Nachfrage nach weitläufigen Destinationen mit geringen Bevölkerungsdichten und großem Angebot an Naturflächen, Zunahme der Automobilität, Folgen für den Städtetourismus, usw.) lassen vielschichtige Verflechtungen mit Nachhaltigkeitsthemen und dem nachhaltigen Tourismus erkennen und verlangen ein erhebliches Maß an Kommunikation und Abstimmung auf unterschiedlichen und zwischen diversen Ebenen. Kommunikation und Moderation sind wichtige Voraussetzungen für den erfolgreichen Nachhaltigkeitsprozess.

 

 

Themen
Best Practice, Nachhaltigkeit
Tourismus
Naturtourismus
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Anet Hoppe

Geschäftsführerin

tmu Tourismus Marketing Uckermark GmbH

03984–835883 hoppe@tourismus-uckermark.de