Corona-Kulturhilfe

Direkte Zuschüsse zu betrieblichen Fixkosten

Corona-Kulturhilfe

Ergänzend zu den unterschiedlichen Kulturhilfsprogrammen des Bundes und der Kommunen werden weitere Mittel insbesondere für kommunale Kultureinrichtungen und gemeinnützige private Kultureinrichtungen und Projektträger zum Ausgleich von Einnahmeausfällen bereitgestellt.

Kommunale Kultureinrichtungen und gemeinnützige kulturelle Vereine, Stiftungen und Gesellschaften müssen in die Lage versetzt werden, die schwierige Zeit so zu überbrücken, dass sie eigenständig weiterbestehen können. Nur dann werden sie nach der Krise ihre kulturellen Angebote in Stadt und Land schnellstmöglich wieder bereithalten können. Für dieses Ziel stellt das Land Brandenburg zusätzliche Haushaltsmittel zur Verfügung.

Diese wichtigen Fakten zu den Antrags- und Fördermöglichkeiten sind zu beachten:

  • Unterstützung erfolgt als Ausgleich von ausgabebereinigten Einnahmeausfällen  (verbleibende Deckungslücke nach Abzug aller Ausgabenersparnisse)
  • Berücksichtigung pandemiebedingt erhöhter Personal- und Sachausgaben (u.a. Hygieneauflagen) bei der Veranstaltungsdurchführung bzw. dem Einrichtungsbetrieb,
  • Förderzeitraum: 11.03.2020 - 31.12.2020
  • Sitz oder überwiegendes Betätigungsfeld der Antragstellenden im Land Brandenburg
  • Investitionen und Ausstattungsmaßnahmen sind NICHT förderfähig
  • Kein Rechtsanspruch auf Förderung
  • Im Falle einer Förderung erfolgt die Zahlung nach Bestandskraft des Bewilligungsbescheides ohne gesonderten Mittelabruf direkt auf das Konto der Antragstellenden

Antragsberechtigte juristische Personen, die gemäß der Richtlinie in der Fassung vom 29. April 2020 eine Billigkeitsleistung erhalten haben, können eine Änderung der Festsetzung der gewährten Billigkeitsleistung für die ausgabebereinigten Einnahmeausfälle beantragen. Dabei sind die bisher für die Ermittlung der bewilligten Billigkeitsleistung prognostizierten Einnahmeausfälle zu aktualisieren.

Zum Antragsformular.

Zur Richtlinie des Landes Brandenburg für die Gewährung von Billigkeitsleistungen zur Bewältigung von Einnahmeausfällen im Zusammenhang mit dem Ausbruch von COVID-19 im Jahr 2020 im Kulturbereich (Kultur RL Corona 2020).

Es wird darum gebeten, den Antrag mit den notwendigen Unterlagen bis zum 30.11.2020 (Achtung! Ausschlussfrist!) vorzugsweise per Mail an folgende Adresse zu senden: Kulturhilfe.Corona@mwfk.brandenburg.de*.

*Dateianhänge mit dem veralteten Microsoft-Office-Format (*.doc) werden von der IT des MWFK entfernt.
Antragsteller werden daher gebeten, in E-Mail-Nachrichten nur Dokumente in einem der aktuellen Microsoft-Office-Formate (z. B. docx / xlsx / pptx) oder im PDF-Format beizufügen.

Oder Sie senden Ihre Antragsunterlagen – auch die Änderungsanträge – postalisch an folgende Adresse

Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg
Stichwort: Corona Kulturhilfe
Dortustr. 36
14467 Potsdam

Mikrostipendien-Programm für freiberufliche Künstlerinnen und Künstler (Mikrostipendium I)

Freiberufliche Einzelkünstler*innen konnten mit dem Mikrostipendien-Programm für freiberufliche Künstler*innen einmalig 1.000 Euro beantragen, um während der Corona-Krise kleine künstlerische Projekte realisieren zu können. Am 31.08.2020 lief die Bewerbungsfrist für das Mikrostipendium aus. Das Formular zur Verwendungsbestätigung über die Gewährung eines Mikrostipendiums finden Sie hier: Link zum Formular.

Nachfolgeprogramm für freiberufliche Künstlerinnen und Künstler (Mikrostipendien II)

Freiberufliche professionelle Brandenburger Einzelkünstler*innen konnten mit dem Mikrostipendien II -Programm Mikrostipendien beantragen, damit sie während der Corona-Krise kleine künstlerische Projekte realisieren können. Am 31.10.2020 lief die Bewerbungsfrist für das Mikrostipendium II aus.

Das Formular zur Verwendungsbestätigung über die Gewährung eines Mikrostipendiums II finden Sie hier: Link zum Formular.

Soforthilfeprogramm Heimatmuseen

Das Projekt „Soforthilfeprogramm Heimatmuseen“ des Deutschen Verbandes für Archäologie e.V. (DVA) richtet sich in Kooperation mit dem Deutschen Museumsbund e.V. (DMB) an regionale Museen, Freilichtmuseen, archäologische Parks und Träger von Bodendenkmalstätten in ländlichen Räumen mit bis zu 20.000 Einwohner. Diese Einrichtungen können Mittel beantragen, um Modernisierungsmaßnahmen und programmbegleitende Investitionen durchzuführen.

Durch das Projekt werden regionale Museen, Freilichtmuseen, archäologische Parks und Träger von Bodendenkmalstätten in ihrem Betrieb und ihrer Weiterentwicklung gestärkt - und so der Erhalt des immateriellen und materiellen Kulturerbes als wesentlicher Teil der kulturellen Identität in ländlichen Räumen unterstützt. Damit leistet das Projekt einen Beitrag zur Schaffung gleichwertiger Lebensverhältnisse und zur Sicherung der kulturellen Teilhabe als Teil der regionalen Daseinsvorsorge.

Wie ist der Förderzeitraum? 

Es besteht keine Antragsfrist. Die Anträge werden laufend entgegengenommen und in der Reihenfolge ihres Eingangs bearbeitet. Das Auswahlverfahren endet, wenn alle Mittel vergeben wurden, spätestens jedoch am 15. November 2020. Die Förderung erfolgt für das Jahr 2020. Die Maßnahme kann mit Abschluss des Zuwendungsvertrags beginnen und muss spätestens am 31.12.2020 beendet sein. Die Beantragung eines förderunschädlichen vorzeitigen Maßnahmenbeginns ist nicht möglich. Für Vorhaben, mit denen vor Antragstellung und Abschluss des Zuwendungsvertrags begonnen worden ist, werden Fördermittel grundsätzlich nicht gewährt.

Wofür können Fördermittel beantragt werden?

Gegenstand der Förderung sind investive und das inhaltliche Programm der Heimatmuseen begleitende Maßnahmen Dazu zählen u.a. Maßnahmen zum Bauunterhalt und zur Instandsetzung von Ausstellungsräumen, z.B. neue Vitrinen und Ausstellungseinheiten, neue Beschriftungssysteme sowie mediale Ausstattungen inklusive der zugehörigen Infrastruktur (z.B. WLAN im Ausstellungsbereich). Auch Investitionen für Maßnahmen der Vermittlung wie die Ausstattung von Räumen für die Durchführung von Gruppenprogrammen, Erstellung von Führungsmaterialien und Maßnahmen zur Förderung von Barrierefreiheit und Diversität sind förderfähig. Bei Fundstätten ist die Erschließung mit Wegen, Plattformen und Informationsträgern förderfähig. Maßnahmen zur Erneuerung und Aktualisierung sowie zur erstmaligen Erschließung können, wenn eine Zustimmung der zuständigen Bodendenkmalpflege vorliegt, ebenfalls gefördert werden.

Eine Auflistung der konkreten Förderzwecke finden Sie hier auf Seite 3-4.

Wer kann einen Antrag stellen?

Öffentliche als auch privat getragene Museen (regionale Museen, Freilichtmuseen, archäologische Parks und Träger von Bodendenkmalstätten) in Städten und Gemeinden mit bis zu 20.000 Einwohner*innen 

Eingemeindete Orte, die zum ländlichen Raum gehören, können berücksichtigt werden, indem nicht zwingend die Einwohnerzahl der gesamten Kommune als ausschlaggebend angelegt wird. Entscheidend ist vielmehr, dass der Ort, an dem das Projekt wirken soll, einen ländlichen Charakter aufweist.

Der Begriff der Heimatmuseen mit archäologischen bzw. historischen Sammlungen ist für die Förderung weit zu fassen. Dazu zählen:

• Heimatstuben und Heimatmuseen

• Orts- oder Stadtmuseen

• Öffentlich zugängliche Sammlungen im Privatbesitz, wie etwa in Burgen, Schlössern, Klöstern u. ä.

• Präsentationen an archäologischen Stätten oder in/an Baudenkmälern mit Fundpräsentation Denkmäler mit Vermittlungskonzepten aus verschiedenen Zeitschichten

Pro Projekt ist ein eigener Antrag zu stellen. Dabei darf pro Einrichtung nur einmalig ein Antrag auf Förderung gestellt werden. Bei Präsentationen an archäologischen Stätten können Projekte beantragt werden, die mehrere archäologische Stätten umfassen, sofern sie von einem Träger als Gesamtprojekt durchgeführt werden. Antragsberechtigt sind juristische Personen.

Die Maßnahme „Soforthilfeprogramm Heimatmuseen“ wird im Rahmen des Förderprogramms „Kultur in ländlichen Räumen“ gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages. Die Mittel stammen aus dem Bundesprogramm „Ländliche Entwicklung“ (BULE) des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL).

Wenden Sie sich bei Fragen zunächst per E-Mail an:

Zur Projektausschreibung, Fragen und Antworten.

Zum Antragsformular.

Zur Vorlage Finanzierungsplan.

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