Soforthilfen

Sofortprogramme für Soloselbstständige, Angehörige der Freien Berufe und KMU, die durch die Coronakrise in eine existenzbedrohliche wirtschaftliche Schieflage und in Liquiditätsengpässe geraten sind.

Soforthilfe Corona Brandenburg (Antragsschluss ist der 31.5.2020)

Das Land Brandenburg hat ein Soforthilfeprogramm für kleine und mittlere Unternehmen sowie Freiberufler aufgelegt. Notleidenden Unternehmen bis 100 Erwerbstätige erhalten unbürokratisch und kurzfristig zwischen 9.000 und 60.000 Euro zur Abwendung einer akuten Existenzgefährdung. Diese Soforthilfen werden nicht als Darlehen, sondern als nicht rückzahlbare Zuschüsse gewährt. Zur Antragstellung bei der ILB gelangen Sie hier zum ILB-Kundenportal. 

Zur besseren Orientierung haben wir für Sie eine Grafik zur Antragsstellung "How to Soforthilfe", erstellt.

Wer wird gefördert?

  • Soloselbstständige, Angehörige Freier Berufe und kleine Unternehmen mit bis zu 100 Erwerbstätigen, die eine Betriebs- bzw. Arbeitsstätte im Land Brandenburg haben und bei einem deutschen Finanzamt angemeldet sind.

Wer oder was wird nicht gefördert?

  • Antragsberechtigt sind nur Unternehmen, die nicht bereits am 31.12.2019 in Schwierigkeiten waren gemäß Art. 2 Abs. 18 der Allgemeinen Gruppenfreistellungsverordnung.

Wie wird gefördert?

  • Die Soforthilfe wird als eine einmalige, nicht rückzahlbare freiwillige Leistung als Zuschuss gewährt.

Konditionen

Die Soforthilfe ist gestaffelt nach der Zahl der Erwerbstätigen (Vollzeitäquivalente-VZÄ) und beträgt:

  • bis zu 5 Beschäftigte (VZÄ): bis zu 9.000 EUR,
  • bis zu 15 Beschäftigte (VZÄ): bis zu 15.000 EUR,
  • bis zu 50 Beschäftigte (VZÄ) : bis zu 30.000 EUR,
  • bis zu 100 Beschäftigte (VZÄ) : bis zu 60.000 EUR

in Abhängigkeit des glaubhaft versicherten Liquiditätsengpass für drei bzw. fünf aufeinander folgende Monate.

Beispiele für die Ermittlung Vollzeitäquivalent:
Vollzeitbeschäftigung = 40 Stunden = 1 VZÄ; 2 Teilzeitstellen á 20 Stunden = 1 VZÄ; 1 Teilzeitstelle á 20 Stunden = 0,5 VZÄ

Zu Fragen und Antworten zum Soforthilfeprogramm.

Für Ihre Soforthilfe-Corona Brandenburg beachten Sie bitte folgende Formulare:

  • Sollten Sie jetzt einen Antrag auf Soforthilfe stellen, füllen Sie bitte die Anlage: "Erhaltene Kleinbeihilfen", wenn Sie bereits eine andere Kleinbeihilfe beantragt oder gewährt wurde. Zum Formular.
  • Ab sofort muss das Formular "Nachweis des erwerbsmäßigen Sach- und Finanzaufwandes" ausgefüllt werden. Zum Formular.

 

Corona-Kulturhilfe

​​Ergänzend zu den unterschiedlichen Hilfsprogrammen des Landes und des Bundes werden weitere Mittel insbesondere für kommunale Kultureinrichtungen und gemeinnützige private Kultureinrichtungen und Projektträger zum Teilausgleich von Einnahmeausfällen bereitgestellt.

Diese wichtigen Fakten zu den Antrags- und Fördermöglichkeiten sind zu beachten:

  • Unterstützung erfolgt als Teilausgleich von Einnahmeausfällen grundsätzlich bis zu 50 Prozent
  • Förderzeitraum: 11.03.2020 - 31.08.2020*
    *Sofern im Einzelfall aufgrund behördlicher Anordnungen bereits längerfristige Absagen von geplanten Veranstaltungen oder sonstigen Projekten feststehen, können auch die daraus resultierenden Einnahmeausfälle mit dem Erstantrag vom Antragstellenden geltend gemacht werden. Bei darüber hinaus anhaltender Notlage sind Folgeanträge möglich.
  • Sitz oder überwiegendes Betätigungsfeld der Antragstellenden im Land Brandenburg
  • Investitionen und Ausstattungsmaßnahmen sind NICHT förderfähig
  • Kein Rechtsanspruch auf Förderung
  • Im Falle einer Förderung erfolgt die Zahlung nach Bestandskraft des Bewilligungsbescheides ohne gesonderten Mittelabruf direkt auf das Konto der Antragstellenden

Zum Antragsformular.

Zur Richtlinie des Landes Brandenburg für die Gewährung von Billigkeitsleistungen zur Bewältigung von Einnahmeausfällen im Zusammenhang mit dem Ausbruch von COVID-19 im Jahr 2020 im Kulturbereich (Kultur RL Corona 2020).

Rettungsschirm für gemeinnützige Vereine und Einrichtungen

Das Ministerium für Bildung, Jugend und Sport (MBJS) und das Ministerium der Finanzen (MdF) haben sich mit einer Richtlinie auf einen Rettungsschirm für gemeinnützige Träger von Einrichtungen der Bildung, der Kinder- und Jugendhilfe, der Weiterbildung und des Sports zur Überwindung von existenzgefährdenden Notlagen, die durch die Coronakrise entstanden sind, verständigt. Dafür stellt die Landesregierung insgesamt 10 Millionen Euro für drei Monate zur Verfügung.

Die Soforthilfe wird für drei Monate ab dem Monat der Antragstellung als eine einmalige nicht rückzahlbare Leistung als Zuschuss in Form eines Schadensausgleichs gewährt. Als finanzieller Schaden gelten voraussichtliche Liquiditätsengpässe, die ab dem 18.03.2020 entstanden sind.

Der Antragsteller muss mit dem Antrag versichern, dass er durch die Corona-Krise in wirtschaftliche Schwierigkeiten geraten ist, die seine Existenz bedrohen, weil die fortlaufenden Einnahmen voraussichtlich nicht ausreichen, um die Verbindlichkeiten aus den fortlaufenden Personal- und Sachkosten in dem genannten Zeitraum zu zahlen (Liquiditätsengpass).

Antragsberechtigt sind im Land Brandenburg ansässige

  • gemeinnützige Träger von Kinder- und Jugenderholungseinrichtungen, die ihre Bildungs- oder Beherbergungseinrichtung im Land Brandenburg haben und gemäß § 85 Absatz 2 Ziffer 3 SGB VIII überörtlich tätig sind,
  • die Jugendbildungsstätten nach Ziffer 5.4.5. der Richtlinie zur Förderung der Jugendbildung und Jugendbegegnung des Ministeriums für Bildung, Jugend und Sport vom 10.01.2020,
  • das Deutsche Jugendherbergswerk Landesverband Berlin-Brandenburg e. V. für seine in Brandenburg gelegenen Jugendherbergen,
  • gemäß Brandenburgisches Weiterbildungsgesetz (BbgWBG) anerkannte Heimbildungsstätten und Landesorganisationen der Weiterbildung,
  • freie Träger gemäß BbgWBG anerkannter Einrichtungen,
  • der Landessportbund Brandenburg e. V. (LSB) für Sportvereine,
  • überregionale wirksame außerschulische Lernorte im Land Brandenburg in gemeinnütziger Trägerschaft, die schwerpunktmäßig mit spezifischem Angebot Schülerinnen und Schüler ansprechen,
  • andere Träger von Einrichtungen für Leistungen nach §§ 11 bis 14 SGB VIII, wenn sie gemäß § 75 SGB VIII anerkannt sind, ihren Sitz im Land Brandenburg und ihre Einrichtungen im Land Brandenburg betrieben werden und die Liquiditätsengpässe nicht auf einer Kürzung öffentlicher Zuwendungen und Zuschüsse beruhen.

Der ausgefüllte Antrag ist auszudrucken, rechtsverbindlich zu unterschreiben und einschließlich Anlage entweder als Scan oder Foto (als Datei im jpeg- oder pdf-Format) per E-Mail an corona-soforthilfe@mbjs.brandenburg.de oder per Post an das Ministerium für Bildung, Jugend und Sport des Landes Brandenburg bis einschließlich zum 31.07.2020 zu senden.

Mikrostipendien-Programm für freiberufliche Künstlerinnen und Künstler

Freiberufliche professionelle Einzelkünstlerinnen und -künstler können einmalig 1.000 Euro bekommen, um während der Corona-Krise kleine künstlerische Projekte realisieren zu können. Voraussetzungen sind der Hauptwohnsitz im Land Brandenburg, eine Kurzbeschreibung des geplanten künstlerischen Projektes und die Mitgliedschaft in der Künstlersozialkasse. Im Einzelfall reicht auch der Nachweis der Mitgliedschaft in einem Fach- oder Berufsverband.

Über die Vergabe der Stipendien wird im MWFK auf der Grundlage der eingereichten Anträge mit einer Kurzbeschreibung des geplanten Projektes entschieden.

Alle Unterlagen müssen in Papierform bis zum 09. Juni 2020 eingereicht werden an:

Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur
Referat 35
Dortustraße 36
14467 Potsdam

Für Rückfragen ist unter der Nummer 0331 866 4932 zwischen 9.00 - 12.00 und 13.00 - 16.00 Uhr eine Hotline erreichbar.

Zum Antragsformular des MWFK.

Soforthilfeprogramm Heimatmuseen

Das Projekt „Soforthilfeprogramm Heimatmuseen“ des Deutschen Verbandes für Archäologie e.V. (DVA) richtet sich in Kooperation mit dem Deutschen Museumsbund e.V. (DMB) an regionale Museen, Freilichtmuseen, archäologische Parks und Träger von Bodendenkmalstätten in ländlichen Räumen mit bis zu 20.000 Einwohner. Diese Einrichtungen können Mittel beantragen, um Modernisierungsmaßnahmen und programmbegleitende Investitionen durchzuführen.

Durch das Projekt werden regionale Museen, Freilichtmuseen, archäologische Parks und Träger von Bodendenkmalstätten in ihrem Betrieb und ihrer Weiterentwicklung gestärkt - und so der Erhalt des immateriellen und materiellen Kulturerbes als wesentlicher Teil der kulturellen Identität in ländlichen Räumen unterstützt. Damit leistet das Projekt einen Beitrag zur Schaffung gleichwertiger Lebensverhältnisse und zur Sicherung der kulturellen Teilhabe als Teil der regionalen Daseinsvorsorge.

Wie ist der Förderzeitraum? 

Es besteht keine Antragsfrist. Die Anträge werden laufend entgegengenommen und in der Reihenfolge ihres Eingangs bearbeitet. Das Auswahlverfahren endet, wenn alle Mittel vergeben wurden, spätestens jedoch am 15. November 2020. Die Förderung erfolgt für das Jahr 2020. Die Maßnahme kann mit Abschluss des Zuwendungsvertrags beginnen und muss spätestens am 31.12.2020 beendet sein. Die Beantragung eines förderunschädlichen vorzeitigen Maßnahmenbeginns ist nicht möglich. Für Vorhaben, mit denen vor Antragstellung und Abschluss des Zuwendungsvertrags begonnen worden ist, werden Fördermittel grundsätzlich nicht gewährt.

Wofür können Fördermittel beantragt werden?

Gegenstand der Förderung sind investive und das inhaltliche Programm der Heimatmuseen begleitende Maßnahmen Dazu zählen u.a. Maßnahmen zum Bauunterhalt und zur Instandsetzung von Ausstellungsräumen, z.B. neue Vitrinen und Ausstellungseinheiten, neue Beschriftungssysteme sowie mediale Ausstattungen inklusive der zugehörigen Infrastruktur (z.B. WLAN im Ausstellungsbereich). Auch Investitionen für Maßnahmen der Vermittlung wie die Ausstattung von Räumen für die Durchführung von Gruppenprogrammen, Erstellung von Führungsmaterialien und Maßnahmen zur Förderung von Barrierefreiheit und Diversität sind förderfähig. Bei Fundstätten ist die Erschließung mit Wegen, Plattformen und Informationsträgern förderfähig. Maßnahmen zur Erneuerung und Aktualisierung sowie zur erstmaligen Erschließung können, wenn eine Zustimmung der zuständigen Bodendenkmalpflege vorliegt, ebenfalls gefördert werden.

Eine Auflistung der konkreten Förderzwecke finden Sie hier auf Seite 3-4.

Wer kann einen Antrag stellen?

Öffentliche als auch privat getragene Museen (regionale Museen, Freilichtmuseen, archäologische Parks und Träger von Bodendenkmalstätten) in Städten und Gemeinden mit bis zu 20.000 Einwohner*innen 

Eingemeindete Orte, die zum ländlichen Raum gehören, können berücksichtigt werden, indem nicht zwingend die Einwohnerzahl der gesamten Kommune als ausschlaggebend angelegt wird. Entscheidend ist vielmehr, dass der Ort, an dem das Projekt wirken soll, einen ländlichen Charakter aufweist.

Der Begriff der Heimatmuseen mit archäologischen bzw. historischen Sammlungen ist für die Förderung weit zu fassen. Dazu zählen:

• Heimatstuben und Heimatmuseen

• Orts- oder Stadtmuseen

• Öffentlich zugängliche Sammlungen im Privatbesitz, wie etwa in Burgen, Schlössern, Klöstern u. ä.

• Präsentationen an archäologischen Stätten oder in/an Baudenkmälern mit Fundpräsentation Denkmäler mit Vermittlungskonzepten aus verschiedenen Zeitschichten

Pro Projekt ist ein eigener Antrag zu stellen. Dabei darf pro Einrichtung nur einmalig ein Antrag auf Förderung gestellt werden. Bei Präsentationen an archäologischen Stätten können Projekte beantragt werden, die mehrere archäologische Stätten umfassen, sofern sie von einem Träger als Gesamtprojekt durchgeführt werden. Antragsberechtigt sind juristische Personen.

Die Maßnahme „Soforthilfeprogramm Heimatmuseen“ wird im Rahmen des Förderprogramms „Kultur in ländlichen Räumen“ gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages. Die Mittel stammen aus dem Bundesprogramm „Ländliche Entwicklung“ (BULE) des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL).

Wenden Sie sich bei Fragen zunächst per E-Mail an:

Zur Projektausschreibung, Fragen und Antworten.

Zum Antragsformular.

Zur Vorlage Finanzierungsplan.

Soforthilfe Soziokultur - Ad-Hoc-Förderprogramm für Einrichtungen der Sozialkultur und Kulturarbeit

„Inter-Aktion“ will insbesondere Orte der Kultur- und Medienarbeit, soziokulturelle Zentren, Jugendkunstschulen und Einrichtungen der Kulturellen Bildung in freier Trägerschaft ansprechen, die Konzepte und Prototypen von Angeboten in besonderen Zeiten entwickeln und testen möchten. Gerade diese Einrichtungen stecken wegen der Corona-Krise in großen Schwierigkeiten. Zum Förderprogramm und Antragsvordruck.

Wer wird gefördert:

  • gemeinnützige Einrichtungen in freier Trägerschaft

Was wird gefördert:

  • alle notwendigen Projektausgaben (insbesondere Honorar- und Projektpersonalkosten, Sachkosten, Mietkosten Technik, technischer Projektbedarf bis 800,- € (netto), Materialbedarf, Druckkosten etc.)
  • Investitionen sind nicht förderfähig

Wie wird gefördert:

  • per Antragsvordruck (beschreibbare PDF)
  • maximale Fördersumme: 5.000,00 €
  • 100%-Förderung möglich

Wann wird gefördert?

  • Antragseinreichungen ab sofort
  • Antragsschluss 02.05.2020
  • Projektbeginn frühestens ab 11.05.2020