Bundesverbands der Campingwirtschaft in Deutschland e.V.

Der Bundesverbands der Campingwirtschaft in Deutschland e. V. (BVCD) hat ein Forderungspapier zur Wiederaufnahme des Campingtourismus in Deutschland veröffentlicht. 

Phase 1: Frühe Anlaufphase mit Dauercamping Anfang Mai
  • Nutzung von Dauercampingplätzen zeitgleich und bundeseinheitlich sollte zugelassen werden.
    • Zur Einordnung von Dauercamping: Die Anreisewege der Gäste sind durchschnittlich deutlich kürzer als die von touristischen Gästen. Häufig handelt es sich um Naherholungssuchende, so dass keine übermäßige Mobilität zum Beginn der Wiederaufnahme des Betriebes entsteht. Zudem ist die Fluktuation der Gäste außerordentlich gering und diese sind den Campingplatzbetreibern in aller Regel auch persönlich bekannt, was eine stärkere Sozialkontrolle ermöglicht. Diese Form des Erholungswohnens sei daher nicht mit touristischen Reisen vergleichbar. Übernachtungen von Dauercampern werden auch von den Statistikämtern nicht zu den touristischen Übernachtungen gezählt.
Phase 2: Anfahren des touristischen Campings und Wohnmobiltourismus mit restriktiven Auflagen und Begrenzungen
  • schrittweises Öffnung des Camping- und Wohnmobiltourismus ab etwa Mitte/Ende Mai mit notwendigen Selbstbeschränkungen zur Drosselung der Infektionsgefahren
Phase 3: Zielgruppenausweitung im Juni 2020
  • Aufnahme auch von Gästen mit Zelt oder von Gästen deren Wohnwagen oder Wohnmobil nicht über autonome Ver- und Entsorgungssysteme verfügen oder nicht vor Ort an das Wasser- und Abwassernetz des Platzes angeschlossen werden können. 
Phase 4: Volle Wiederaufnahme des Campingtourismus
  • Einführung dieser Phase steht in Abhängigkeit mit der Gesamtsituation und einem erfolgreichen Verlauf der Phase 3. Sämtliche Beschränkungen (sofern rechtlich zulässig) werden aufgehoben. Die Nutzung von Campingplätzen erfolgt analog der Zeit vor der Corona Pandemie. 

Weiterhin wirkte er an der Erstellung des Forderungspapiers des Deutschen Tourismusverbandes aktiv mit und unterstützt dieses ausdrücklich!


Der BVCD hat sich zusammen mit weiteren 13 touristischen Verbänden in einer gemeinsamen Stellungnahme an die Politik gewandt.