Deutsche Gesellschaft für das Badewesen e.V.

Die Deutsche Gesellschaft für das Badewesen e. V. (DGfdB) appelliert an die politischen Instanzen eindeutige und bundesweit geltende Regeln für einen Neustart der öffentlichen Bäder in Deutschland vorzugeben. Der Dachverband hat einen Pandemieplan für Schwimmbäder erarbeitet, der in drei Teile aufgeteilt ist: 


•    Teil 1: Schließung – Stand-by (betriebliche und technische Maßnahmen)
•    Teil 2: Wiedereröffnung – Rückkehr zur Normalität
•    Teil 3: Bäderbetrieb unter den Bedingungen einer Pandemie (empfiehlt weitere Maßnahmen bei vorzeitiger Eröffnung von Schwimmbädern für Mitarbeiter und Besucher)

Als Hinweise zur Verminderung des Ansteckungsrisikos werden eine Reihe von Maßnahmen genannt, zB im Kassenbereich, Umkleiderbereich, Schwimmhalle und Saunabereich:

•    Kassentheken mit Schutz aus Plexiglas, Sicherheitsglas oder Folie versehen

•   Ggf. ein webbasiertes Reservierungssystem mit Begrenzung der Nutzerzahl einführen

•   Einrichtungen für die Zählung der Zu- und Abgänge, also der Zahl der aktuell anwesenden Bade- und Saunagäste einrichten (Kassensystem, ggf. Personal)

•   Aufstellen von Desinfektionsmittelständern

•   in den Duschbereichen ggf. mobile Spritzschutzwände anbringen bzw. einzelne Duschen außer Betrieb nehmen

•   Liegen und Sitzmöglichkeiten entfernen bzw. reduzieren (Abstand 1,5 m)

•   Warmbecken mit geringem Platzangebot sind ggf. außer Betrieb zu nehmen.

•   Begrenzung des Zugangs bei Außenbereichen, je nach Größe.

•   Abstandsmarkierungen 

•   Zahl der Liegen und Sitzmöglichkeiten reduzieren und einen deutlichen Abstand (1,5 m) einhalten

•   Maximalbelegung 2,7 m² je Badegast im Nichtschwimmerbecken/-bereich und 4,5 m² je Badegast im Schwimmerbecken/-bereich (Für ein 25-m-Mehrzweckbecken mit fünf Bahnen bedeutet dies z. B. 56 Personen im Nichtschwimmerbereich und 36 Personen im Schwimmerbereich (insgesamt 92 Personen)

•   Empfehlungen für Hilfestellung bei Unfällen sehen so früh wie möglich Gesichts- und Handschutz vor

•   Mund-zu-Mund bzw. Mund-zu-Nase-Beatmung ist grundsätzlich zu vermeiden, stattdessen sollten als erste Wahl Beatmungsbeutel verwendet werden

Der gesamte Pandemieplan ist als pdf verfügbar.
Ebenso hat die Deutsche Gesellschaft für das Badewesen e. V. Unterlagen und Informationen zum Thema „Coronavirus“ auf ihrer Webseite zur Verfügung gestellt.
Die European Water Association (EWA) hat ebenfalls einen Zwei-Stufen-Plan zur Wiederinbetriebnahme von Freizeitbädern und Thermen nach der Covid-19 Pandemie erstellt und veröffentlicht.