GRW-I Ausbau der wirtschaftsnahen kommunalen Infrastruktur

Unterstützung bei der Qualitätssteigerung in staatlich anerkannten Kur-/Erholungsorten und bei der Weiterentwicklung touristischer Produkte im Radwander-, Wasser-, Natur-, Gesundheits- und barrierefreien Tourismus

GRW-I – Ausbau der wirtschaftsnahen kommunalen Infrastruktur

Wer wird gefördert?

  • Gebietskörperschaften oder kommunale Zweckverbände bei der Schaffung einer wirtschaftsnahen und touristischen Infrastruktur

Was wird gefördert?

  • Maßnahmen zur Qualitätssteigerung öffentlicher Infrastrukturen in staatlich anerkannten Kur- und Erholungsorten
  • Errichtung oder Ausbau und Modernisierung von Radwegen im Rahmen der Handlungsempfehlungen zur Weiterentwicklung des Radtourismus
  • Vorhaben des Wassertourismus auf der Basis des Wassersportentwicklungsplanes
  • öffentliche Einrichtungen und Geländeerschließung für den Tourismus
  • Erarbeitung von regionalen Entwicklungskonzepten für regionale Wachstumskerne sowie Kur- und Erholungsorte
  • Planung- und Beratungsleistungen zur Vorbereitung förderfähiger Infrastrukturmaßnahmen

Wie hoch ist die Förderung?

  • Basisförderung mit 50 Prozent der zuwendungsfähigen Gesamtausgaben bei einem Investitionsvolumen von mind. 50.000 EUR (höhere Förderung möglich)
  • zusätzliche Potenzialförderung von bis zu 30 Prozent möglich bei
    • Investitionen der wirtschaftsnahen Infrastruktur in regionalen Wachstumskernen
    • Investitionen der touristischen Infrastruktur in staatlich anerkannten Kur- und Erholungsorten
    • Maßnahmen der Landkreise zur Modernisierung der Radwege

Wie wird der Antrag eingereicht?

  • Antragstellung bei der ILB

Praxisbeispiel: Der neue "Spreewald-Anker" in Leipe

"Der Kur- und Erholungsort Lübbenau liegt mitten im Spreewald. Im Lübbenauer Ortsteil Leipe wurde im Jahr 2000 ein Naturhafen gebaut. Der Gast kann von hier aus Fahrten nach Lehde, Burg, Raddusch oder Lübbenau unternehmen. Nach 15 Jahren aber wurden diverse Sanierungsmaßnahmen nötig. Die Stadt Lübbenau, Eigentümerin des Hafens, beantragte für die Finanzierung eine „GRW – Infrastruktur 2015 (Bund/Länder) investitiv“-Förderung. Touristische Vorhaben in staatlich anerkannten Kur- und Erholungsorten und Vorhaben, die vorhandene touristische Produkte ergänzen, werden durch dieses Förderprogramm unterstützt. Da der Wassertourismus Bestandteil des Wassersportentwicklungsplanes des Landes Brandenburg ist, wird im Rahmen der Sanierung auch der Zugang für Paddelsportler verbessert. Ebenso wird der Hafen barrierefrei gestaltet, so dass auch Gäste mit eingeschränkter Mobilität problemlos zu den Kähnen gelangen können.

Die Voraussetzungen für eine GRW-Infrastruktur-Förderung, wie z. B. die regionalwirtschaftliche Bedeutung sowie unentgeltliche Bootsanlegestellen und Wasserwanderplätze wurden erfüllt.

Die Antragstellung verlief reibungslos. Vor Beginn des Investitionsvorhabens musste der Antrag bei der ILB eingereicht werden. Die Antragsunterlagen selbst sind auf der Homepage der ILB abrufbar. Bestandteile des Antrages waren u. a. schriftliche Erläuterungen, für wen der Kahnfährhafen künftig nutzbar sein soll sowie die Nennung der konkreten baulichen Maßnahmen. Weiterhin war es notwendig, das Betreiberkonzept schriftlich zu erläutern und einen Lageplan mit den unterschiedlichen Nutzungsarten anzufügen. Stellungnahmen der IHK, die Genehmigungsplanung und eine Stellungnahme des JobCenters, ob Arbeitsförderungsmittel einsetzbar sind, mussten dem Förderantrag ebenfalls beigelegt werden.

Die Baumaßnahmen werden im Herbst 2017 beginnen, so dass über den Verlauf und die Abwicklung der Finanzen abschließend noch nichts gesagt werden kann. Festgehalten werden kann aber bereits jetzt, dass dieses Förderprogramm gut geeignet ist für Baumaßnahmen im touristischen Infrastrukturbereich."

Stadt Lübbenau/Spreewald // FB 3 Stadtentwicklung // Peter Kohl

E-Mail: pkohl@luebbenau-spreewald.de // Internet: Stadt Lübbenau Spreewald

Weitere Informationen

Investitionsbank des Landes Brandenburg (ILB)

Telefonische Beratung bei der ILB unter 0331 660-2211

Mittelherkunft: Bund, Land Brandenburg