Programm zur qualifizierten Ausbildung im Verbund-system (PAV)

Die betriebliche Ausbildungsbasis stabilisieren und die Ausbildungsqualität in Brandenburger Unternehmen erhöhen.

Programm zur qualifizierten Ausbildung im Verbund-system (PAV)

Wer wird gefördert?

  • kleine und mittlere Unternehmen, Bildungsträger, Ausbildungsstätten der Kammern bzw. Kreishandwerkschaften sowie andere die Verbundausbildung organisierenden juristische Personen des öffentlichen oder privaten Rechts im Land Brandenburg.

Was wird gefördert?

Maßnahmen zur Ermöglichung von Ausbildung und zur Steigerung der Ausbildungsqualität am Lernort Betrieb:

  • Ausbildungsabschnitte bei Verbundpartner
  • Vermittlung von Zusatzqualifikationen/ Schlüsselqualifikationen und Prüfungsvorbereitung

Wie hoch ist die Förderung?

Allgemeine Verbundausbildung

  • Die förderfähigen Personal- und Sachausgaben, die bei der Durchführung der Module entstehen werden in einer Höhe von 90 Prozent gefördert.
  • Die Bewilligung einer Zuwendung unter 1.000 Euro ist ausgeschlossen.

Überbetriebliche Lehrlingsunterweisung im Handwerk

  • Grundstufe: Förderung von zwei Dritteln der anerkannten Lehrgangskosten pro Auszubildenden und Woche.
  • Fachstufe: Förderung in Höhe des Fördersatzes des Bundes pro Auszubildenden und Woche. Die Zuschüsse von Bund und Land dürfen zusammen zwei Drittel der anerkannten Lehrgangskosten nicht übersteigen.
  • Lehrgänge der Grundstufe in handwerklichen Bauberufen werden mit 48 Euro pro Auszubildenden und Woche bezuschusst.

Ausbildungsförderung in der Landwirtschaft

  • Es werden die Ausgaben für Lehrgangskosten und Unterkunft bis zu 380 Euro je Auszubildenden und Lehrgangswoche geförert.

Gutes Lernen im Betrieb

  • Förderfähig sind die Personal- und Sachausgaben zur Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung von Workshops zum Erfahrungsaustausch für das betriebliche Ausbildungspersonal und übergreifenden Erfahrungsaustausch für Auszubildende.Die maximale Zuschusshöhe beträgt insgesamt 50.000 Euro je Kammer und Ausbildungsjahr.

Wie wird der Antrag eingereicht?

  • über das ILB-Kundenportal sowie in Papierformat. Mindestens vier Wochen vor geplantem Maßnahmenbeginn sollte er der ILB vorliegen

Praxisbeispiel: Verbundausbildung im Hotelgewerbe

Ein Hotel im Süden Brandenburgs hat zunehmend Schwierigkeiten, seine Ausbildungsplätze zu besetzen. Die Geschäftsführerin tauscht sich mit anderen Branchenvertretern darüber aus und sie überlegen gemeinsam, wie die Attraktivität des Ausbildungsangebotes gesteigert werden kann.

Daraufhin schließen mehrere Hotels einen Kooperationsvertrag zur Verbundausbildung ab. So lernen die Auszubildenden im Verlauf der Ausbildung  Hotels mit jeweils unterschiedlicher Ausrichtung kennen. Auch können im Rahmen der Ausbildung Zusatzqualifikationen erworben werden wie Hotelmanagement mit Europaqualifi-kation, Küchen- oder Servicemanagement, Sprachzertifikate oder digitale Kompetenzen.