RENplus 2014-2020

Senkung des Energieverbrauchs und der CO₂-Emissionen durch investive und nicht-investive Energieeffizienzmaßnahmen

RENplus 2014-2020

Wer wird gefördert?

  • juristische Personen des öffentlichen und privaten Rechts, Einzelunternehmen und Personengesellschaften

Was wird gefördert?

investive Maßnahmen, wie z. B.:

  • Verbesserung der Energieeffizienz und Nutzung erneuerbarer Energien bei technischen Prozessabläufen und im Gebäudebestand
  • Anlagen zur Energierückgewinnung und Nutzung der rückgewonnenen Energie
  • Systeme zur kontrollierten Be- und Entlüftung mit Energierückgewinnung

nicht investive Maßnahmen, wie z. B.:

  • Erarbeitung von Konzepten, Studien und Instrumenten zu Co2-Einsparungen
  • Energieaudits
  • Fortschreibung und Umsetzung der regionalen Energiekonzepte durch regionale Planungsgesellschaften

Wie hoch ist die Förderung?

  • juristische Personen des privaten Rechts, Einzelunternehmen und Personengesellschaften und juristische Personen des öffentlichen Rechts mit wirtschaftlicher Tätigkeit in Bezug auf die Maßnahme werden mit 35 bis 70 Prozent gefördert (max. 3 Mio. EUR)
  • juristische Personen des öffentlichen Rechts und privaten Rechts, die im Rahmen der Maßnahmenumsetzung nicht wirtschaftlich tätig sind werden mit bis zu 80 Prozent gefördert (maximal 3 Mio. EUR)

Wie wird der Antrag eingereicht?

  • online über das ILB-Kundenportal

Interview mit Oliver Bathe von der Investitionsbank des Landes Brandenburg

Juliane Gantschew: Die Landesregierung hat sich ambitionierte Aufgaben und Ziele mit der Energiestrategie 2030 gesetzt. Gibt es hierzu eine flankierende Förderung durch die ILB?
Oliver Bathe: Ja. Im Rahmen der Richtlinie RENplus 2014–2020 werden eine Vielzahl von investiven und nicht-investiven Maßnahmen in Unternehmen gefördert. Das Programm ist mit immerhin 65 Mio. EUR ausgestattet.
Juliane Gantschew: „Vielzahl“ klingt auf der einen Seite positiv, weil es viele Chancen eröffnet, kann aber auch gerade für kleine Unternehmen, und diese sind die Mehrheit im touristischen Bereich, den Zugang erschweren, weil der Umgang mit
teilweise umfangreichen Förderregularien oft eine Herausforderung darstellt. Gibt es hier Unterstützung?

Oliver Bathe: Selbstverständlich. Die Wirtschaftsfördergesellschaft des Landes Brandenburg (WFBB) berät fachlich und technisch, die ILB hingegen in allen rechtlichen und formellen Belangen. Je früher die WFBB und wir als Förderbank kontaktiert werden, umso besser. Im Regelfall werden auf der Basis einer Projektskizze gemeinsame Beratungstermine organisiert, um das Unternehmen für eine erfolgreiche Antragstellung zu qualifizieren. Die Antragstellung selbst verläuft elektronisch. Gern
unterstützen wir auch dabei.
Juliane Gantschew: Welche Förderthemen sind denn für die brandenburgischen Unternehmen am relevantesten?
Oliver Bathe: Aktuell am stärksten nachgefragt wird die Verbesserung der Energieeffizienz in technischen Prozessen und sogenannten Nicht-Wohngebäuden. Als sehr interessant empfinde ich z. B. die Möglichkeiten der energetischen Optimierung über Be- und Entlüftung, Wärmerückgewinnung und Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlagen oder die Anbindung eines Batteriespeichers an eine vorhandene oder geplante Anlage zur Nutzung erneuerbarer Energien.
Juliane Gantschew: Abschließend noch die Frage nach den Förderkonditionen ...
Oliver Bathe: So vielfältig wie die Förderthemen gestalten sich auch die Förderhöchstbeträge: Diese reichen von 200.000 EUR bis zu 2,5 Mio. EUR. Die Fördersätze betragen bei kleinen Unternehmen bis zu 70 Prozent und bei großen Unternehmen bis zu 50 Prozent. Eine persönliche Betreuung durch die WFBB und die ILB ergänzt die monetäre Förderung durch RENplus 2014-2020.

* Juliane Gantschew ist Projektmanagerin im Clustermanagement Tourismus bei der Tourismus-Marketing Brandenburg GmbH

Weitere Informationen

Investitionsbank des Landes Brandenburg (ILB)

Telefonische Förderberatung bei der ILB unter 0331 660-2211

Mittelherkunft: Europäischer Fonds für regionale Entwicklung (EFRE), Land Brandenburg