Unterstützung und Hilfe

Finanzielle Hilfen zur Abfederung der Auswirkungen der Corona-Pandemie.

Bitte akzeptieren Sie die Statistik-Cookies,
um diese Infografik zu sehen.

Schutz der Arbeitsplätze | Kurzarbeit

Sollten Arbeitsausfälle durch das Corona-Virus mit einem Entgeltausfall verbunden sein, ist ein Ausgleich mit Hilfe des Kurzarbeitergeldes möglich. 

  • Anspruch auf Kurzarbeitergeld besteht, wenn mindestens 10 Prozent der Beschäftigten einen Arbeitsentgeltausfall von mehr als 10 Prozent haben.
  • Die Kurzarbeitenden erhalten 60 Prozent des ausgefallenen pauschalierten Nettoentgelts. Lebt mindestens ein Kind im Haushalt, beträgt das Kurzarbeitergeld 67 Prozent.
  • Anfallende Sozialversicherungsbeiträge für ausgefallene Arbeitsstunden werden zu 100 Prozent erstattet.
  • Leiharbeitnehmerinnen und Leiharbeitnehmer können ebenfalls in Kurzarbeit gehen und haben Anspruch auf Kurzarbeitergeld.
  • Bei Aufnahme einer Nebenbeschäftigung in einem systemrelevanten Bereich bleibt das Nebeneinkommen in der Zeit vom 01.04.2020 bis 31.10.2020 anrechnungsfrei -> Das bedeutet: es erfolgt in diesen Berufen keine Anrechnung auf das Kurzarbeitergeld, solange die Summe aus Kurzarbeitslohn + Kurzarbeitergeld + Nebenverdienst den ursprünglichen Lohn nicht übersteigt. Dies gilt unabhängig davon, ob der Nebenjob geringfügig ist oder nicht. Nur, wenn die Beschäftigten in Kurzarbeit durch den Nebenjob mehr verdienen als vorher, erfolgt eine Anrechnung.
  • Auf den Aufbau negativer Arbeitszeitsalden (wenn dies tarifvertraglich geregelt ist) kann verzichtet werden.
  • Beschäftigte in Kurzarbeit können die Leistung maximal 12 Monate lang beziehen.

Hier können Sie Kurzarbeitergeld online anzeigen und beantragen.

Liste der systemrelevanten Bereiche

  • Energie
    Strom-, Gas-, Kraftstoffversorgung (inklusive Logistik) (z. B. kommunale Energieversorger)
  • Wasser & Entsorgung
    Hoheitliche & privatrechtliche Wasserversorgung, sowie die Müllentsorgung (z. B. Müllwerker*innen, Wasserwerke, Kläranlage)
  • Ernährung & Hygiene
    Produktion, Groß- & Einzelhandel (inklusive Zulieferung, Logistik) (z. B. Landwirte, Erntehelfer*innen, Verkäufer*innen)
  • Informationstechnik & Telekommunikation
    insbesondere Netze entstören & aufrecht erhalten (z. B. Informatiker*in, Systemelektroniker*in)
  • Gesundheit
    Krankenhäuser, Rettungsdienste, Pflege, niedergelassener Bereich, Medizinproduktehersteller, Arzneimittelhersteller, Apotheken, Labore
  • Finanz- & Wirtschaftswesen
    Kreditversorgung der Unternehmen, Bargeldversorgung, Sozialtransfers
  • Transport & Verkehr
    insbesondere Betrieb für kritische Infrastrukturen, öffentlicher Personen- und Güterverkehr sowie Flug- & Schiffsverkehr
  • Medien
    insbesondere Nachrichten- & Informationswesen sowie Risiko- & Krisenkommunikation
  • Staatliche Verwaltung (Bund, Land, Kommune)
    Kernaufgaben der öffentlichen Verwaltung & Justiz (z. B. Polizei, Feuerwehr, Katastrophenschutz)
  • Schulen, Kinder- & Jugendhilfe, Behindertenhilfe
    Personal, das die notwendige Betreuung in Schulen, Kindertageseinrichtungen, Kindertagespflege, stationären Einrichtungen der Kinder- & Jugendhilfe sowie Einrichtungen für Menschen mit Behinderung sicherstellt

Hilfsprogramme

  • Das Land Brandenburg hat ein Soforthilfeprogramm für kleine und mittlere Unternehmen sowie Freiberufler aufgelegt. Notleidenden Unternehmen bis 100 Erwerbstätige erhalten unbürokratisch und kurzfristig zwischen 9.000 und 60.000 Euro zur Abwendung einer akuten Existenzgefährdung. Diese Soforthilfen werden nicht als Darlehen, sondern als nicht rückzahlbare Zuschüsse gewährt. Zur Antragstellung bei der ILB gelangen Sie hier. Hier gibt es eine Grafik zur Antragsstellung "How to Soforthilfe".
  • Eine aktuelle Übersicht aller Unterstützungsangebote der Investitionsbank des Landes Brandenburg (ILB) finden Sie hier.
  • Die Liquidität von Unternehmen wird durch neue, im Volumen unbegrenzte Maßnahmen geschützt. Dazu werden die bestehenden Programme für Liquiditätshilfen ausgeweitet und für mehr Unternehmen verfügbar gemacht, etwa die Unternehmenskredite der KfW-Bank.
    Zur KfW-Corona-Hilfe
  • KfW-Schnellkredit für den Mittelstand wird mit folgenden Eckpunkten gewährt: Unternehmen mit mehr als  10 Beschäftigten, die mindestens seit 1. Januar 2019 am Markt aktiv gewesen sind. Das Kreditvolumen pro Unternehmen beträgt bis 25 Prozent des Jahresumsatzes 2019, maximal 800.000 Euro für Unternehmen mit einer Beschäftigtenzahl über 50 Mitarbeitern, maximal 500.000 Euro für Unternehmen mit einer Beschäftigtenzahl von bis zu 50. Das Unternehmen darf zum 31. Dezember 2019 nicht in Schwierigkeiten gewesen sein und muss zu diesem Zeitpunkt geordnete wirtschaftliche Verhältnisse aufweisen. Zinssatz in Höhe von aktuell 3% mit Laufzeit 10 Jahre. Die Bank erhält eine Haftungsfreistellung in Höhe von 100% durch die KfW, abgesichert durch eine Garantie des Bundes. Zum KfW-Schnellkredit für den Mittelstand.
  • Die Insolvenzantragspflicht für betroffene Unternehmen ist bis zum 30.09.2020 ausgesetzt.
    Zum BMJV
  • Das Bundeswirtschaftsministerium fördert ab sofort Beratungen für Corona-betroffene kleine und mittlere Unternehmen (KMU) einschließlich Freiberufler bis zu einem Beratungswert von 4.000 Euro ohne Eigenanteil. Ziel soll es sein Maßnahmen für den Betrieb zu entwickeln, um die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise zu begrenzen und sich wieder wettbewerbsfähig aufzustellen. Merkblatt für Corona betroffene UnternehmenZur Antragsstellung.

 

Steuererleichterungen und Steuerstundungen

  • Steuerpflichtige, die wirtschaftlich von den Folgen der Corona-Krise betroffen sind, können ab sofort bei ihrem Finanzamt einen Antrag auf Erstattung der Sondervorauszahlungen auf die Umsatzsteuer für das Jahr 2020 stellen. Die Sondervorauszahlungen werden damit „auf null gestellt“; bereits gezahlte Beträge werden von den Finanzämtern in voller Höhe erstattet. Das Antragsformular können Sie hier herunterladen.
  • Um die Liquidität zu sichern, können Sie die Einkommen- und Körperschaftsteuer sowie die Umsatzsteuer zinsfrei stunden. Auf Vollstreckungen und Säumniszuschläge wird verzichtet. Das Antragsformular können Sie hier herunterladen.
  • Im Zusammenhang mit dem Coronavirus wurden Verbesserungen beim Kurzarbeitergeld beschlossen. Ebenso erhalten Mitarbeiter einzelner Unternehmen Entschädigungen nach dem Infektionsschutzgesetz. Derartige Lohnersatzleistungen bleiben steuerfrei, unterliegen aber dem sogenannten Progressionsvorbehalt.

Wichtige Infoportale und Servicetelefone

  • corona.brandenburg.de
    Das offizielle Infoportal des Landes Brandenburg
  • ☎ 0331-866-5050 Mo-Fr 9-19 Uhr
    Bürgertelefon der Landesregierung (Link zum Anfrageformular) oder direkt per Email an buergeranfragen-corona@brandenburg.de
  • ☎ 0331-866-1887 alternativ auch -1888 und -1889
    Infoservice des Wirtschafts- und Arbeitsministeriums
  • ☎ 0331-73061-222
    Telefonservice der Wirtschaftsförderung Brandenburg (WFBB)
  • ☎ 116117
    Ärztlicher Bereitschaftsdienst
  • ☎ 030-346465-100 Mo-Do 8-18 Uhr, Fr 8-12 Uhr
    Bürgetelefon des Bundesministeriums für Gesundheit
  • ☎ 030-18615-6187 Mo-Fr 9-17 Uhr
    Bürgertelefon des Bundeswirtschaftsministeriums