Landestourismusverband Brandenburg (LTV)

Interessenvertretung, Lobbyorganisation, „Sprachrohr“, Informationspool sowie Dialog-Plattform für den Tourismus in Brandenburg.

LTV fordert von der Politik Geschwindigkeit und Perspektive

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(25. November 2020) Seit Anfang November steht der Tourismus im Land de facto still. Damit tragen alle Akteure in Brandenburgs Tourismus ihres dazu bei, die Corona-Pandemie in den Griff zu bekommen. Weil allen auch klar ist: die Lage ist nach wie vor ernst.

Nachdem beim Treffen der Kanzlerin mit den MinisterpräsidentInnen heute eine deutliche Verlängerung der Maßnahmen bis 20. Dezember beschlossen wurde, spitzt sich die Lage im Tourismus zu. „Eigentlich wurden den betroffenen Betrieben ‚November-Hilfen‘ versprochen. Bis heute, 25. November, ist kein Euro bei den Unternehmen angekommen. So setzt man die Zukunft einer ganzen Branche aufs Spiel“, sagt Markus Aspetzberger, Geschäftsführer des Landestourismusverbands Brandenburg.

Nach den harten Monaten im Frühjahr hatte der Tourismus in Brandenburg sich über den Sommer im Ansatz erholt. Die Zeit reichte aber nicht, um Reserven aufzubauen. Die Betriebe müssen jetzt erneut seit einem Monat alle Ausgaben aufbringen, haben aber keinerlei Einnahmen. Seit heute können Abschlagszahlungen beantragt werden – aber vorerst nur bis zu einer Höhe von 10.000 Euro. Wenn die zugesagten Fördergelder nicht umgehend in voller Höhe ausgezahlt werden, droht das unverschuldete Aus für Unternehmen und der Verlust von Arbeitsplätzen für viele Menschen.

Neben der Geschwindigkeit geht es aber auch um Perspektiven. Der Tourismus war eine der ersten Branchen, die hart von der Krise getroffen wurde. In Brandenburg ist sie Arbeitgeber für rund 100.000 Menschen und erwirtschaftete vor der Krise jährlich bis zu 3,5 Mrd. Euro. Um zu dieser Stärke zurückkehren zu können, braucht der Tourismus klare Aussagen und eine Strategie der Politik für den Neustart – Fördergelder alleine sind für Betriebe im Lockdown auf Dauer keine Antwort. Am 15. Dezember zu beraten, ob Restaurants oder Hotels nach dem 20. Dezember öffnen dürfen, hat mit echter Perspektive und Unterstützung nichts zu tun.

LTV begrüßt vorläufige Entscheidung zum Beherbergungsverbot in Brandenburg vom 16. Oktober 2020

(16. Oktober 2020) Wie das Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg heute Abend mitteilte, hat es in zwei Eilverfahren das Beherbergungsverbot in Brandenburg vorläufig außer Vollzug gesetzt. Zur Begründung heißt es, das Beherbergungsverbot sei voraussichtlich unverhältnismäßig. Das Maß, in dem es voraussichtlich zur Eindämmung des Infektionsgeschehens beitrage, stehe in keinem angemessenen Verhältnis zu dem Gewicht der daraus folgenden Einschränkungen.

„Für die Gastgeberinnen und Gastgeber in Brandenburg ist das eine überaus wichtige Entscheidung. Das bestehende Beherbergungsverbot drohte der Branche in den nächsten Wochen die wirtschaftliche Existenz zu entziehen“, kommentiert Markus Aspetzberger, Geschäftsführer des Landestourismusverbands Brandenburg.

Der Tourismus in Brandenburg nimmt die derzeitige Lage überaus ernst und leistet durch klare Schutz- und Hygienekonzepte seit Monaten seinen Beitrag, um die Sicherheit für Mitarbeiter und Gäste sicherzustellen. Wenn alle sich also im Alltag ebenso wie im Urlaub an die aktuell geltenden Verhaltens- und Abstandsregeln halten, entsteht durch eine Übernachtung im Hotel oder in der Ferienunterkunft kein zusätzliches Infektionsrisiko.

Dieses Urteil ist ein Lichtblick für die touristischen Betriebe in Brandenburg sowie ihre rund 100.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Ein aufgehobenes Beherbergungs-verbot ersetzt aber nicht den Bedarf an höheren Testkapazitäten sowie einer raschen und flächendeckenden Einführung von Schnelltests, die ein wichtiger Baustein sein werden, um die nächsten Monate gemeinsam zu meistern.

Übernachtungen sind nicht das Problem

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(15. Oktober 2020) Bei den Verhandlungen der Bundeskanzlerin und der Länderchefs bis spät in die Nacht wurde einmal mehr deutlich: es geht jetzt darum, sich an Regeln zu halten. Diese Krise können wir nur durch gemeinsame Anstrengungen meistern.

„Ganz klar: Nur wenn alle ihren Beitrag leisten, kommen wir durch diese Krise. Der Tourismus leistet seinen Beitrag durch klare Schutz- und Hygienekonzepte, die Sicherheit für Mitarbeiter und Gäste schaffen. Mit Blick auf Beherbergungsverbote muss man aber sagen: aufgestellte Regeln müssen auch sinnvoll sein“ fasst Markus Aspetzberger, Geschäftsführer des Landestourismusverbands Brandenburg, die Lage zusammen.

Die aktuellen Zahlen des Amts für Statistik Berlin-Brandenburg zeigen, dass im August eine erste leichte Erholung für den Tourismus in Brandenburg eingesetzt hatte. Betrachtet man die Sommermonate insgesamt, bleibt aber nach wie vor in weiten Teilen in Minus zu bewältigen. Gleichzeitig gib es bei mehr als 7 Millionen Übernachtungen seit Jahresbeginn keinerlei Hinweise darauf, dass Übernachtungen in einer Ferienunterkunft zu einem erhöhten Infektionsrisiko führen. Vor diesem Hintergrund muss das Beherbergungsverbot noch einmal auf den Prüfstand gestellt werden.  

Aspetzberger ergänzt: „Neben den begrüßenswerten Verlängerungen und Anpassungen der finanziellen Unterstützung brauchen wir jetzt vor allem mehr Anstrengungen für eine Erhöhung von Testkapazitäten sowie die rasche und flächendeckende Einführung von Schnelltests. So können wir die wirtschaftliche Existenz von Unternehmen und damit tausende Arbeitsplätze sichern.“ In Brandenburg ist der Tourismus Arbeitgeber für rund 100.000 Menschen und erwirtschaftete vor der Krise jährlich rund 3,5 Mrd. Euro.

Tourismus in Brandenburg unter enormem Druck

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(13. Oktober 2020 ) Hartes Frühjahr, kurz Durchatmen im Sommer, desaströser Herbst. So droht sich die Situation für den Tourismus in Brandenburg im Jahr 2020 darzustellen. Die aktuelle Corona-Verordnung bestätigt das Beherbergungsverbot für Regionen, die die Marke von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen überschreiben. Das gilt somit neben Berlin für bald 50 weitere Landkreise und Städte deutschlandweit. Aus Sicht des Tourismus stellt sich die Frage, ob ein Beherbergungsverbot zu diesem Zeitpunkt noch die richtige Antwort auf die Entwicklung ist.

„Der Brandenburger Tourismus setzt mit Sicherheits- und Hygienekonzepten alles daran, die Gesundheit seiner Mitarbeiter zu gewährleisten und Gästen einen sicheren Urlaub in unserem Land zu ermöglichen. Das Beherbergungsverbot auf der anderen Seite entzieht uns jedoch die wirtschaftliche Grundlage und gefährdet die Zukunft der Branche“ sagt Markus Aspetzberger, Geschäftsführer des Landestourismusverbands Brandenburg (LTV).

Brandenburg ist bisher gut durch diese Krise gekommen. Jetzt ist es wichtig, auch neue Ansätze zu finden und beispielsweise eine angepasste Teststrategie auf den Weg zu bringen. Aktuell ist es für Reisende oft gar nicht möglich, zeitgerecht einen Coronatest vornehmen zu lassen. Daher muss deutschlandweit gemeinsam daran gearbeitet werden, die Testkapazitäten zu erhöhen sowie die geplanten Schnelltests so rasch wie möglich und flächendeckend verfügbar zu machen.

Der Tourismus war eine der ersten Branchen, die hart von der Krise getroffen wurde. In Brandenburg ist sie Arbeitgeber für rund 100.000 Menschen und erwirtschaftete vor der Krise jährlich bis zu 3,5 Mrd. Euro. Um ihre Zukunft zu sichern, braucht es daher Lösungen und Angebote statt Beherbergungsverbote.

Neue Geschäftsführung für den Landestourismusverband Brandenburg e.V.

(3. August 2020) Zum 15. August übernimmt Markus Aspetzberger die Geschäftsführung des Landestourismusverbandes Brandenburg e.V. (LTV). Wolfgang Blasig, Vorsitzender des LTV, freut sich darüber, dass es dem Verband gelungen ist, einen langjährigen Tourismus-Profi für die Position zu gewinnen.

Markus Aspetzberger ist gebürtiger Österreicher, studierter Kommunikationswirt und ausgebildeter Systemischer Coach. Er leitete das Modellprojekt „Kultur im Wandel“, das Strategien für Kulturanbieter im Hinblick auf den demografischen Wandel in Brandenburg erarbeitete. Anschließend war er elf Jahre in unterschiedlichen Bereichen für die Österreich Werbung in Berlin tätig bevor er für knapp zwei Jahre interimistisch die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit des Deutschen Tourismusverbands (DTV) übernahm.

Wolfgang Blasig sagt zur Bestellung: „Die Corona-Pandemie hat uns allen noch einmal deutlich vor Augen geführt, dass wir die anstehenden Herausforderungen nur gemeinsam lösen können. Wenn wir die Reiseregionen stärken und den Tourismus als Wirtschaftsfaktor weiter ausbauen wollen, ist jetzt die Zeit dafür. Ich bin mir sicher, dass wir mit Herrn Aspetzberger den richtigen Mann dafür gefunden haben – für den LTV Brandenburg und den Tourismus in unserem Bundesland.“ 

„Vernetzen, kommunizieren, kooperieren. Ich freue mich enorm darauf, wieder in Brandenburg arbeiten zu können. Gemeinsam mit den LTV-Mitgliedern sowie den vielen kreativen Akteuren im ganzen Land werde ich ab dem ersten Tag daran arbeiten, das Verständnis für die Bedürfnisse und die Bedeutung des Tourismus für Brandenburg zu stärken – damit wir alle gestärkt aus der aktuellen Situation hervorgehen“ umreißt Aspetzberger seine Aufgaben für die ersten Monate.

Stärkung des Brandenburger Tourismus

Positionen und Impulse

Die Tourismusbranche ist in der Corona Krise vor besondere Herausforderungen gestellt. Der Landetourismusverband Brandenburg (LTV) hat mit seinen Mitgliedern einen Blick in die Zukunft geworfen und formuliert, worauf es unserer fachlichen Meinung nach bei der Bewältigung der Krise ankommt. Viele der Positionen sind auch unabhängig von Corona und Eindämmungsverordnung eine Aufgabe, der sich der Brandenburger Tourismus zu stellen hat. Nur gemeinsam können wir die Auswirkungen der Krise minimieren und die Erfolgsgeschichte des Tourismus der letzten Jahre fortschreiben. Wir wollen deshalb gerne als Landestourismusverband mit den verantwortlichen Partnern in der Landesregierung, der Landespolitik und den Landesorganisationen über unsere Positionen und Impulse in den Austausch kommen. Wir werden uns dafür einsetzen, den Brandenburger Tourismus auch nach der Krise zu seiner alten Stärke zu verhelfen und zukunftsfähig zu gestalten.

Sie können unser Positions- und Impulspapier hier herunterladen.

Aktuelles in Corona Zeiten

Der Tourismus in Deutschland wird noch sehr lange mit den Folgen der Corona-Krise zu kämpfen haben. Seine Akteure brauchen jetzt dringend eine klare Perspektive für den Neustart. Der Deutsche Tourismusverband e.V. (DTV) hat deshalb eine Papier " Re-Start des Deutschlandtourismus" erarbeitet.

Der Landestourismusverband Brandenburg e.V. hat aktiv an den Positionen mitgewirkt. Vorstandsmitglied Daniel Sebastian Menzel war in seiner Funktion als Vorsitzender der DTV AG Zukunftsentwicklung in der Steuerungsgruppe zur Formulierung des Perspektivpapiers für einen bundesweit einheitlichen Neustart beteiligt.

 

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