Wirtschaftsfaktor Tourismus

Hier finden Sie Fakten zur ökonomischen Bedeutung der Tourismuswirtschaft in Brandenburg wie z.B. Touristischer Konsum, Bruttowertschöpfung und Erwerbstätige. Ebenfalls gibt es hier Informationen zu Berechnungen der touristischen Wertschöpfung für brandenburgische Reiseregionen / Kommunen.

Die ökonomische Bedeutung der Tourismuswirtschaft

Der Tourismus nimmt in vielen Ländern und Regionen eine bedeutende wirtschaftliche Rolle ein. Aussagekräftige Informationen über die ökonomische Bedeutung des Tourismus lassen sich allerdings nicht unmittelbar aus der amtlichen Statistik und volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung ableiten. Der Grund dafür ist, dass die amtlichen Wirtschaftsstatistiken Tourismus als Querschnittsbranche, wie Gesundheits-, Musik- oder Sportwirtschaft, und nicht als eigenständigen Wirtschaftszweig erfasst.

Denn eine Vielzahl touristischer Leistungen wird von unterschiedlichen Branchen produziert. Dazu zählen beispielsweise Leistungen aus dem Beherbergungs- und Gaststättengewerbe, Transportdienstleister oder Reisebüros/ Reiseveranstalter, die klassischerweise mit dem Tourismus in Verbindung gebracht werden, aber auch der Kauf von Souvenirs, die von verschiedenen Branchen des verarbeitenden Gewerbes hergestellt werden, oder Lebensmittel im Einzelhandel. Tourismus umfasst also als Querschnittsbranche die von Touristen nachgefragten Teile vieler verschiedener, angebotsseitig definierter Branchen.

Hintergründe und Arten

Inzwischen gibt es auf Basis etablierter wirtschaftsstatistischer Methoden adäquate Informationen darüber, welchen ökonomischen Stellenwert der Tourismus in der Volkswirtschaft tatsächlich einnimmt und wie es um die Bedeutung des Wirtschaftsfaktors Tourismus auch im Vergleich zu anderen Branchen bestellt ist. Denn die Tourismuswirtschaft ist eine wichtige Wirtschaftskraft und großer Arbeitgeber.

Neben den "klassischen" Berrechnungen zu touristischen Ausgaben, Umsätze, Wertschöpfung sowie Beschäftigung für Destinationen gibt es zudem für verschiedenste Tourismussegmente (z.B. Natur-, Rad-, Wander-, Wasser-, Kulturtourismus, Pilgerreisen sowie Tagesreisen, Camping-/Reisemobiltourismus, Ferienhausmarkt) entsprechende Vertiefungen, Studien und Erhebungen zum jeweiligen Wirtschaftsfaktor bzw. zu den regionalwirtschaftlichen Effekten. Mit derartigen Ermittlungen der wirtschaftlichen Bedeutung des Tourismus in Destinationen bzw. von Tourismussegmenten kann belegt werden, dass (öffentliche) Investitionen in den Tourismus wichtig sind.

Vorgehensweise(n)

... hier vereinfachte Darstellung

Bei den etablierten Wirtschaftlichkeitsberechnungen für den Tourismus wird die Gesamtheit der touristischen Nachfrage erfasst: private und geschäftliche Übernachtungen inkl. grauem Beherbergungsmarkt sowie Tagesauflüge und Tagesgeschäftsreisen von in- und ausländischen Gästen. Plus die jeweiligen Tagesausgaben für den Übernachtungs- und Tagestourismus in Bezug zu den inidviduellen Strukturen des Untersuchungsgebietes bzw. Tourismussegmentes (z.B. Natur, Rad, Camping).

In einem weiteren Schritt können durch eine Zusammenführung aus Nachfragevolumen und Ausgabeverhalten die touristisch bedingten Gesamtumsätze bzw. der touristische Konsum ermittelt werden. Und hier nicht nur Gesamtzahlen, sondern oft auch Werte und Verteilungen für einzelne vom Tourismus profitierende Branchen (z.B. Gastgewerbe, Einzelhandel, sonstige Dienstleistungen) bzw. mit Aufschlüssen darüber, auf welche Produktkategorien (Gaststätten-/Beherbergungsleistungen, Luftfahrtleistungen, KfZ-Treibstoff, Lebensmittel, usw.) die Ausgaben der Touristen entfallen. Denn die touristische Nachfrage löst in Wirtschaftszweigen, die die entsprechenden Güter und Dienstleistungen bereitstellen, durch vielfältige Vorleistungsverflechtungen Umsatz und damit verbunde Bruttowertschöpfung und Beschäftigung aus. Der Anteil der touristischen Nachfrage am Gesamtaufkommen einzelner Produktkategorien / Wirtschaftszweige kann heutzutage durch jeweils solide Methodiken quantifiziert bzw. abgeschätzt werden.

Im finalen und wichtigsten Schritt lassen sich aus den errechneten Umsätzen bzw. tourischen Konsum und anhand von branchenspezifischen Kostestrukturen wiederum die Wertschöpfung- (Löhne, Gehälter, Gewinne) und Beschäftigungseffekte ermitteln. Und je nach methodischer Grundlage können diese Kennziffern ggf. den Effekten anderer Wirtschaftszweige / Branchen gegenübergestellt werden und lässt sich dann so die Bedeutung der Tourismusbranche abbilden.

Durch sich stetig veränderte Nachfrage sowohl im Übernachtungs- als auch Tagestourismus und bei den Ausgaben der Gäste sind derartige Wirtschaftlickeitsberechnungen in regelmäßigen Abständen fortzuschreiben. Da die jeweiligen Strukuren in den Destinationen oder auch in den jeweiligen Tourismussegmenten sehr spezifisch sind, erfordert dies oft individuelle Ermittlungen und Gewichtungen.

Aktuell: Auswirkungen auf den Wirtschaftsfaktor Tourismus in der Corona-Krise

Corona-Krise kostet den Tourismus in Brandenburg Milliarden

Gerade in der Corona-Pandemie ist eine Quantifizierung der wirtschaftlichen Einbußen einer Destination unverzichtbar. 

Umsatzausfallberechnungen und auch Szenarien für die Tourismusprognose auf Basis von Werten zur ökonomischen Bedeutung des Tourismus belegen den hohen Stellenwert des Tourismus und dass (öffentliche) Investitionen in den Tourismus vor Ort wichtig sind. Dabei zeigen die Untersuchungen vom dwif für Deutschland, Brandenburg und andere Destinationen, dass der Tourismus deutlich stärker von der Krise betroffen ist als andere Branchen.

Grundlage der Berechnungen (Umsatzausfall, Tourismusprognose)

dwif: "Der Tourismus ist Umsatzbringer (vor allem auch im ländlichen Raum) und leistet über Steuereinnahmen einen Beitrag zur Finanzierung der öffentlichen Haushalte. Dabei handelt es sich um eine klassische Querschnittsbranche, von der viele andere Wirtschaftsbereiche wie Gastgewerbe, Einzelhandel, Dienstleister, regionale Produzenten und Handwerksbetriebe profitieren. Als Jobmotor bietet der Tourismus Menschen vieler unterschiedlicher Berufsqualifikationen und Beschäftigungsverhältnisse (von der Saisonkraft bis zur Vollzeitstelle) Einkommensmöglichkeiten. ... Von der Wirtschaftskraft des Tourismus profitieren neben dem Gastgewerbe, dem Einzelhandel und den Dienstleistern auch die Kommunen deutlich. ... So erzeugt der Tourismus beispielsweise durch Grundsteuer, Gewerbesteuer, Zweitwohnungssteuer, Kurtaxe (gezahlt durch den Gast) und Tourismusabgabe (gezahlt durch das Gewerbe) weitere bedeutende Einnahmen für die Kommunen."

Grundlage der dwif-Berechnungen sind z.B. Volumen und Ausgaben aus dem Übernachtungstourismus (inkl. Segmente des Grauen Marktes) sowie dem Tagestourismus. So werden dabei also die verschiedensten touristischen Marktsegmente berücksichtigt, darunter: Tagestourismus (Tagesausflüge und -geschäftsreisen), Gewerblicher Beherbergungsmarkt (Betriebe >10 Betten), Kleinbeherbergungsmarkt/Privatquartiere, Campingmarkt (Touristik-, Dauercamping, Reisemobiltourismus), Unentgeltliche Übernachtungen in den Privathaushalten der Einheimischen (VFR), Übernachtungen in Freizeitwohnsitzen.

Um die große Bedeutung der Tourismusbranche im Reiseland Brandenburg beziffern zu können, hat die TMB Tourismus-Marketing Brandenburg GmbH eine Umsatzausfallberechnung für März bis August 2020 und eine Entwicklung von Szenarien für die Tourismusprognose für den Zeitraum September 2020 bis Dezember 2021 beim dwif in Auftrag gegeben. Auch für den Deutschland-Tourismus insgesamt gibt es Umsatzausfallberechnungen vom dwif für 2020 (Mehr hier).

Umsatzausfälle Reiseland Brandenburg (März bis August 2020, dwif)

Über das dwif wurde im Rahmen des dwif-Corona-Kompass eine Umsatzausfallberechnung für den Tourismus in Brandenburg für die Monate März bis August 2020 durchgeführt. 

Allein die Nachfrageausfälle in den Monaten März bis August 2020 kosten den Brandenburg-Tourismus rund 1,05 Mrd. € und hierbei sind noch nicht einmal die Fahrtkosten für die An- und Abreise sowie die notwendigen Vorleistungen berücksichtigt. Der Übernachtungstourismus (inkl. Privatquartiere, Freizeitwohnsitze, Touristik und Dauercamping, Reisemobilisten, VFR*) hat daran einen Anteil von 46 Prozent (0,48 Mrd. €), während der Tagestourismus (Tagesausflüge und -geschäftsreisen) einen Anteil von 54 Prozent (0,57 Mrd. €) aufweist.

* Übernachtungen in den Privathaushalten der Einheimischen durch Freund*innen, Verwandte & Bekannte

Neben den akuten Effekten während des Lockdowns war auch nach der Öffnung der Beherbergungsbetriebe ein extremer Nachfrageverluste bei den Übernachtungen im Vergleich zum Vorjahr zu beobachten. Im August 2020 wurde jedoch mit 1,84 Mio. statistisch erfassten Übernachtungen der Vorjahreswert (August 2019: 1,75 Mio. Übernachtungen) erstmals wieder übertroffen. Der positive Trend ist in weiten Teilen den Sommerferien zu verdanken.

Nach dem bundesweiten Lockdown hat sich der Tagestourismus sehr schnell und stark erholt – so schnell, dass bereits im August 2020 ein höheres Tagesreisevolumen als noch im August 2019 registriert werden konnte – trotz einem massiv rückläufigen Tagesgeschäftreisemarkt. Vor allem Outdooraktivitäten wie Wandern, Radfahren, Baden sowie (Spazier-)Fahrten ins Blaue erlebten einen absoluten Boom.

Nach derzeitigen Berechnungen hat der Tourismus in Brandenburg von März bis August 2020 wöchentlich Umsatzeinbußen von knapp 41 Mio. € hinnehmen müssen.

Zum Vergleich (2019/2020): Der Bruttoumsatz für den Zeitraum März bis August 2019 betrug rund 2,69 Mrd. € (Übernachtungstourismus: 1,31 Mrd. € | Tagestourismus: 1,38 Mrd. €), für denselben Zeitraum 2020 1,64 Mrd. € (Übernachtungstourismus: 0,82 Mrd. € | Tagestourismus: 0,82 Mrd. €). Die Differenz ist der ausgewiesene Umsatzausfall (1,05 Mrd. € | Übernachtungstourismus: 0,48 Mrd € | Tagestourismus: 0,57 Mrd. €).

  • Zur TMB-Pressemeldung "Tourismus in Corona-Zeiten: Zahlen zu Umsatzausfällen der Branche für Brandenburg liegen für März bis August 2020 vor" vom 06.11.2020 HIER
  • Zu den Präsentationscharts "DWIF-CORONA-KOMPASS - UMSATZAUSFALLBERECHNUNG für den Tourismus in BRANDENBURG März bis August 2020" HIER
  • Zum dwif-Corona-Kompass und den "Umsatzverlusten in den Destinationen in Deutschland für März bis Dezember 2020" vom 09.02.2021 HIER

Methodik: Quelle dwif

Basis der BERECHNUNG zum Umsatzausfall ist das Nachfragevolumen je Segment pro Monat in einem Normaljahr. Hierzu hat das dwif die jeweils aktuell verfügbaren Daten angesetzt. Grundlage hierfür: amtliche Beherbergungsstatistik; Untersuchungen zur ökonomischen Bedeutung des Tourismus in Brandenburg; dwif-Tagesreisenmonitor. Darauf aufbauend wurde das Nachfragevolumen für die Monate März bis August 2020 für den Tages- und Übernachtungstourismus quantifiziert. Diese touristischen Aufenthaltstage wurden dann mit den Ausgaben der Gäste vor Ort multipliziert. Hierzu wurden für jedes Segment individuelle Nachfragerückgänge pro Monat auf Basis vorliegender Erkenntnisse und Einschätzungen angesetzt. Der Umsatzausfall berechnet sich aus den Ausgaben der Gäste pro Tag. 

Tagesausflüge haben zwar beispielsweise in Teilen der Lockdown-Phase noch stattgefunden, jedoch wurde während des Ausflugs (fast) nichts ausgegeben und entsprechend wurden auch keine Umsätze generiert. Aufbauend auf der ausbleibenden Nachfrage und der im Rahmen der diversen dwif-Wirtschaftsfaktor Tourismusstudien in und für Brandenburg ermittelten „normalen“ Ausgabewerte hat das dwif den Umsatzausfall für die Monate März bis August 2020 berechnet. Nicht berücksichtigt sind hierbei die Fahrtkosten für die An- und Abreise.

Die BERECHNUNG zum Umsatzausfall beruht auf den rückläufigen, extrem reduzierten bzw. gänzlich ausbleibenden

  • Übernachtungen in gewerbl. Beherbergungsbetrieben*
  • Übernachtungen in privaten Beherbergungsbetrieben (Privatquartiere)*
  • Übernachtungen in Freizeitwohnsitzen*
  • Übernachtungen von Touristikcamper*innen*
  • Übernachtungen von Dauercamper*innen*
  • Übernachtungen von Reisemobilisten*innen*
  • Unentgeltliche Übernachtungen in den Privathaushalten der Einheimischen durch Freund*innen, Verwandte & Bekannte (VFR)*
  • Tagesreisen: Tagesausflüge und Tagesgeschäftsreisen der Deutschen (nur aus dem Inland!)

* aus dem In- und Ausland

Szenarien für die Tourismusprognose Brandenburg - mögliche Folgen der Corona-Krise (dwif)

Über das dwif fand im Rahmen des dwif-Corona-Kompass eine Bearbeitung von Szenarien für die Tourismusprognose für  Brandenburg statt. Ziel war es, auf Basis der individuellen Ausgangssituation des Tourismus in Brandenburg, die möglichen Folgen der Corona-Krise auf der Angebots- und Nachfrageseite im Tourismus und im Freizeitbereich für den Zeitraum September 2020 bis Dezember 2021 in Form dreier Szenarien abzuschätzen.

Die Szenarien beruhen auf umfassenden, Brandenburg-spezifischen Werten zur ökonomischen Bedeutung des Tourismus sowie aus weiteren Primärstudien des dwif. Daraus wurden drei Szenarien entwickelt: eine Obere, eine Mittlere und eine Untere Variante. Aus den Szenarien ist erstmals eine direkte Monetarisierung der landesweiten Effekte abzulesen. Betrachtet wurden ausschließlich die ökonomischen Effekte des Tourismus in Brandenburg als Zieldestination (ohne Verkehrsleistungen z.B. für An- und Abreise, ohne Umsätze von Reisemittlern oder -veranstaltern und ohne Effekte durch Outgoing- Tourismus).

Die Szenariobetrachtung erhebt nicht den Anspruch umfassender Lösungsansätze für alle Fragestellungen rund um die Recovery des Tourismus in Brandenburg. Dazu waren die Rahmenbedingungen zum Erstellungszeitpunkt im November 2020 in vielen Bereichen noch zu volatil. Allerdings liefert sie einen wichtigen Beitrag zur Orientierung in Form von „Wenn, dann…“-Ansätzen (gesundheits-) politischer Maßnahmen. Zudem geben die Hintergrundinformationen zu Segmentspezifischen Regenerationsansätzen, Rahmenbedingungen und Handlungsbedarfen zusätzliche Ansatzpunkte für die Ableitung von wirtschaftlichen und politischen Maßnahmen zur Recovery des Tourismus in Brandenburg.

  • Zu den Präsentationscharts "DWIF-CORONA-KOMPASS - SZENARIEN ZUR TOURISMUSENTWICKLUNG IN BRANDENBURG IM ZUGE DER CORONA-PANDEMIE" HIER

Die ökonomische Bedeutung der Tourismuswirtschaft (TSA-Methode)

Mit der Methode des Tourismus-Satellitenkontos (TSA), die die Welttourismusorganisation der Vereinten Nationen (UNWTO) 2008 eingeführt hat, kann die Bedeutung des Tourismus mit anderen Branchen und der gesamten Volkswirtschaft verglichen werden. Für das Reiseland Brandenburg liegen hier Ergebnisse für das Jahr 2015 vor. 

A) Wirtschaftsfaktor Tourismus Brandenburg (2015)

Das Institut für Management und Tourismus (IMT) hat in Zusammenarbeit mit DIW Econ, ein Beratungsunternehmen des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung, und dem deutschen Wirtschaftswissenschaftlichen Institut für Fremdenverkehr (dwif) die volkswirtschaftliche Bedeutung des Tourismus in Brandenburg bezogen auf das Jahr 2015 errechnet. Die Wirtschaftsleistung der Tourismusbranche Brandenburgs konnte damit erstmalig so ermittelt werden, dass sie zur Gesamtwirtschaft und zu anderen Branchen vergleichbar ist.

Die Untersuchung zur volkswirtschaftlichen Bedeutung der Tourismuswirtschaft in Brandenburg konzentriert sich auf:

  • Umfang und Struktur des touristischen Gesamtkonsums in Brandenburg.
  • Von der touristischen Nachfrage ausgelöste direkte und indirekte Effekte auf Bruttowertschöpfung und Beschäftigung in Brandenburg.
  • Einordnung der direkten Bruttowertschöpfungs- und Beschäftigungseffekte im Vergleich zu anderen Branchen in Brandenburg.

Auf der Homepage des Deutschen Instituts für Tourismusforschung (DITF) (ehemals IMT), wird in einem Video der FH Westküste auf die Methodik und Hintergründe des TSA verlinkt. HIER zum Youtube-Erläuterungsvideo. 

TSA-Kernergebnisse für Brandenburg (Jahr 2015)

Für das Jahr 2015 weist das regionale Tourismus-Satellitenkonto für Brandenburg einen touristischen Konsum von insgesamt 6,1 Mrd. Euro und eine touristische Bruttowertschöpfung von 3,4 Mrd. Euro (2,5 Mrd. direkt und 0,9 Mrd. indirekt) aus. Insgesamt waren fast 100.000 Erwerbstätige direkt bzw. indirekt in der Tourismuswirtschaft beschäftigt. 

Die Wertschöpfungs- und Beschäftigungseffekte schlagen sich nicht nur im brandenburgischen Gastgewerbe nieder. Zwar entfällt der größte Anteil der Bruttowertschöpfung – und in noch stärkerem Maße der Beschäftigung – auf das klassische Gastgewerbe, andere Produktionsbereiche profitieren aber ebenfalls signifikant.

Die ausführliche Kurzexpertise "Regionales Tourismus-Satellitenkonto Brandenburg 2015. Die ökonomische Bedeutung der Tourismuswirtschaft in Brandenburg" finden Sie hier als Download.

Die Key Facts nachfolgend ...

touristischer Konsum:

  • Von den insgesamt 6,1 Milliarden Euro touristischen Ausgaben stellen in Brandenburg Ausgaben für Gaststättenleistungen, die dem klassischen Gastgewerbe angehören, mit 1,3 Milliarden Euro den größten Ausgabenposten dar. Mit rund 1,1 Milliarden Euro spielt auch der Erwerb von nicht spezifisch tourismus-charakteristischen Konsumgütern („Shopping“) eine wichtige Rolle. Zu dieser Produktkategorie gehört beispielsweise der Erwerb von Souvenirs, Bekleidung oder Büchern. Mit jeweils rund 560 Millionen Euro sind die Ausgaben für Sport, Erholung, Freizeit und Kultur, ebenso wie die Ausgaben für Beherbergungsleistungen, von großer Bedeutung.
  • Touristen aus anderen Bundesländern tragen mit knapp 3,6 Milliarden Euro bzw. 59 Prozent den größten Anteil zum touristischen Gesamtkonsum in Brandenburg bei. Binnentouristen machen mit Ausgaben in Höhe von 1,9 Milliarden Euro fast ein Drittel des in Brandenburg wirksam werdenden touristischen Gesamtkonsums aus. Ausländische Touristen haben in Brandenburg Ausgaben in Höhe von 0,3 Milliarden Euro getätigt. Weitere rund 0,3 Milliarden Euro belaufen sich auf "anderer Konsum" (bspw. staatliche Zuschüsse).

Bruttowertschöpfung im Branchenvergleich:

  • Die Tourismuswirtschaft in Brandenburg ist hinsichtlich ihres direkten Bruttowertschöpfungsanteils von 4,2 Prozent anteilig betrachtet bedeutender als in der Bundesrepublik (3,9 Prozent). Im Vergleich mit einer Auswahl verschiedener Branchen in Brandenburg liegt die Tourismuswirtschaft deutlich vor der Landwirtschaft (1,2 Prozent) und der Informations- und Kommunikationsbranche (2,6 Prozent), aber nur etwas hinter Erziehung und Unterricht. Darüber hinaus wird deutlich, dass die Tourismuswirtschaft in Gänze um einiges bedeutsamer ist als das Gastgewerbe allein (direkter Bruttowertschöpfungsanteil von 1,5 Prozent).

Beschäftigung im Branchenvergleich:

  • Analog zum direkten Bruttowertschöpfungsanteil liegt auch der direkte Beschäftigungsanteil mit 7,6 Prozent an der Gesamtbeschäftigung in Brandenburg oberhalb des Wertes auf Bundesebene (6,8 Prozent). Im Vergleich mit anderen Branchen Brandenburgs ordnet sich die Tourismuswirtschaft weit vorne ein. Der durch den Tourismus ausgelöste direkte Beschäftigungsanteil liegt unterhalb des Anteils des Baugewerbes, aber deutlich oberhalb des Anteils von Verkehr und Lagerei, freiberuflichen, wissenschaftlichen und technischen Dienstleistern sowie der Landwirtschaft. Die Tatsache, dass der Beschäftigungseffekt (7,6 Prozent) der touristischen Nachfrage den Bruttowertschöpfungseffekt (4,2 Prozent) deutlich übersteigt zeigt, dass es sich bei der Tourismuswirtschaft in Brandenburg um eine besonders beschäftigungsintensive Branche handelt.

Hintergründe und Informationen zur TSA-Methode:

Mehr als 13 Millionen Übernachtungen sind 2017 in Brandenburg gezählt worden. Welche Wertschöpfung durch den Tourismus erzielt wurde und wie viele Erwerbstätige in der Tourismusbranche arbeiten, ließ sich bislang nicht verlässlich beziffern. Der Grund dafür ist, dass die amtliche Statistik und volkswirtschaftliche Gesamtrechnung den Tourismus als Querschnittsbranche nicht als eigenständigen Wirtschaftszweig erfasst. Ein Vergleich mit anderen Branchen wie dem Gastgewerbe, Transport oder dem Verarbeitenden Gewerbe waren bislang nicht möglich. 

Das Konzept des TSA erlaubt eine umfängliche und systematische Erfassung der touristischen Nachfrage und stellt diese dem Angebot der verschiedenen Wirtschaftszweige einer Volkswirtschaft gegenüber. Dazu wird der tourismusbezogene Anteil von über 70 Branchen extrahiert und in einem separaten Satellitenkonto zusammengefasst. Mit der international anerkannten Methodik des Tourismus-Satellitenkontos ist es möglich, Vergleiche zwischen Wirtschaftszweigen, Bundesländern und, wenn gewollt, Staaten zu ziehen. 

Auf der Homepage des Deutschen Instituts für Tourismusforschung (DITF) (ehemals IMT), wird in einem Video der FH Westküste auf die Methodik und Hintergründe des TSA verlinkt. HIER zum Youtube-Erläuterungsvideo. 

 

B) Die Bedeutung der Tagesreisen in Brandenburg (TSA)

Mit dem Tourismus-Satellitenkontos (TSA) werden die Konsumausgaben der privaten und geschäftlichen Übernachtungs- und Tagesgäste für die drei Gruppen „Ausländische Touristen“, „Inländische Touristen als Übernachtungsbesucher“ und „Inländische Touristen als Tagesgäste“ erfasst. 

Auszug aus "Touristischer Konsum":

"Von den touristischen Gesamtausgaben (6,1 Mrd. Euro, Jahr 2015) werden ein Viertel von Übernachtungstouristen getätigt, die in amtlich erfassten Beherbergungsbetrieben logieren. Die übrigen drei Viertel der Gesamtausgaben werden durch Touristen generiert, die keine Berücksichtigung in der amtlichen Beherbergungsstatistik finden: So entfallen 50 Prozent der Ausgaben auf Tagestouristen. Weitere 21 Prozent werden den Übernachtungstouristen des „grauen Marktes“ zugeordnet, also den Touristen, die bei Verwandten und Bekannten, in Privatzimmern oder Betrieben mit weniger als zehn Betten oder auf Booten übernachten ..."

Weitere Wirtschaftsfaktor-Berechnungen (Dtschl., Regionen bzw. thematische Ergebnisse)

Der BTW hat in 2015 den Wirtschaftsfaktor Tourismus in Deutschland als auch den wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Beitrag von Auslandsreisen der Deutschen in zahlreiche Länder untersuchen lassen. Für den Wirtschaftsfaktor Tourismus in Deutschland gibt es herausgegeben vom BMWi / BTW für die Jahre 2010 und 2015 entsprechende Untersuchungen auf Basis der TSA-Methode (Tourismus-Satellitenkonto). Für Reiseregionen ist z.B. eine Berechnung des Wirtschaftsfaktors nach der TSA-Mehtode nicht möglich. Hier bieten sich andere Ansätze an. Zudem gibt es für verschiedenste Tourismussegemente (z.B. Natur-, Rad-, Wander-, Wasser-, Kulturtourismus) entsprechende Studien und Erhebungen zum jeweiligen Wirtschaftsfaktor bzw. zu den regionalwirtschaftlichen Effekten.

Entwicklungsfaktor Tourismus (BTW, 2015)

Die Studie des BTW unter dem Titel "Entwicklungsfaktor Tourismus - Der Beitrag des Tourismus zur regionalen Entwicklung und lokalen Wertschöpfung in Entwicklungs- und Schwellenländern" hat sich vor allem mit dem Tourismus aus Deutschland und mit gesellschaftlichen Aspekten beschäftigt. Auf Basis international anerkannter Methoden und Daten werden in dieser Untersuchung die ökonomischen Effekte der Ausgaben deutscher Touristen in Entwicklungs- und Schwellenländern ermittelt. Dabei werden nicht nur die direkten Beiträge der Tourismuswirtschaft vor Ort zum Bruttoinlandsprodukt betrachtet, sondern auch indirekte und induzierte Effekte sowie die Auswirkungen auf die Beschäftigung in Entwicklungs- und Schwellenländern.

"Dass der Tourismus einen Beitrag zur Entwicklung von Ländern, deren Einwohner noch nicht in den für uns gewohnten Standards leben können, leisten kann, ist indes noch immer nicht in dem Maße bekannt. Daher werden Entwicklungspotentiale durch Tourismus oftmals nicht ausreichend genutzt. Deshalb appellieren wir an die Bundesregierung das Thema Tourismus in der Entwicklungszusammenarbeit stärker in den Fokus zu stellen. Tourismus und Entwicklungszusammenarbeit können an vielen Stellen voneinander profitieren. Die Deutsche Tourismuswirtschaft ist sich bezüglich der Entwicklungsperspektiven von Ländern ihrer Verantwortung bewusst. So sind nicht zuletzt im Bereich der Ausbildung sicherlich verschiedenste Initiativen und Kooperationsansätze denkbar. ... Aber Tourismus ist auch ein Entwicklungsfaktor, denn die vielen Millionen Auslandsreisen der Deutschen tragen auch zur wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Entwicklung in zahlreichen Ländern dieser Erde bei. Das belegt die vom BTW beauftragte und vom Bundesentwicklungsministerium maßgeblich finanzierte Studie "Entwicklungsfaktor Tourismus". (Quelle: Präsident des Bundesverbands der Deutschen Tourismuswirtschaft e.V. (BTW))

Inhalte:

TEIL I: EINFÜHRUNG:

  • Die wesentlichen Ergebnisse der Studie (ökonomische und gesellschaftliche)
  • Dimensionen und Wirkungen des Tourismus in Entwicklungs- und Schwellenländern

TEIL II: Ökonomische Effekte des Tourismus

  • Ökonomischer Beitrag der Ausgaben von deutschen Touristen in Entwicklungs- und Schwellenländern
  • Vor-Ort-Ausgaben nach touristischen Bereichen

TEIL III: Gesellschaftliche Effekte des Tourismus

  • Ergebnisse

TEIL IV: Länderprofile und Fazit

 

Auf der Homepage des BTW finden sich ausführlichen Informationen zur 2015er-Studie: 

Wirtschaftsfaktor Tourismus in Deutschland (TSA, 2015 & 2010)

Gemeinsam mit dem BMWi Bundeswirtschaftsministerium hat der BTW Bundesverband der Deutschen Tourismuswirtschaft zum zweiten Mal auf Basis des so genannten Satellitenkontos (TSA) die volkswirtschaftlichen Effekte des Tourismus in Deutschland untersuchen lassen. 

Denn vor 2010 war es so, dass "für die Gesamtheit der deutschen Tourismuswirtschaft keine aktuellen Zahlen in Bezug auf deren ökonomische Bedeutung existieren. Dies galt sowohl im Vergleich zur gesamten Volkswirtschaft als auch zu anderen Wirtschaftszweigen in Deutschland. Dies war und wird auch dadurch erschwert, dass es in Wissenschaft und Politik umstritten ist, welche Definition von Tourismus und Tourismuswirtschaft der Berechnung ihrer wirtschaftlichen Bedeutung zugrunde gelegt werden sollte. Zentrale Herausforderung bei der wirtschaftsstatistischen Erfassung des Tourismus ist zudem, dass die amtliche Wirtschaftsstatistik angebotsorientiert aufgebaut ist, wobei sich die Einteilung der verschiedenen Wirtschaftszweige (Branchen) an den Gütern und Dienstleistungen orientiert, die sie hauptsächlich herstellen. Die Tourismuswirtschaft umfasst mehrere der angebotsseitig definierten Branchen wie beispielsweise das Beherbergungsgewerbe, das Gaststättengewerbe, Transportdienstleister oder Reisebüros und Reiseveranstalter in jeweils unterschiedlichem Maße. Tourismus ist somit nachfrageseitig definiert."

Tourismus steht im Jahr 2015 für fast 3 Millionen Beschäftigte, 290 Milliarden Euro Umsatz und 3,9 Prozent Anteil an der Bruttowertschöpfung Deutschlands; jeder 15. Arbeitsplatz in Deutschland geht auf das Konto des Tourismus. Nach wie vor befindet sich der Tourimus auf Augenhöhe mit anderen wirtschaftlichen Schwergewichten wie Automobilbranche oder Maschinenbau. Für den Tourismus in Deutschland gibt es hierzu bereits eine Vorgängerstudie mit Ergebnissen für das Jahr 2010, so dass hier in der 2015er Deutschlandstudie auch die Entwicklungen dargestellt sind. 

Auf der Homepage des BTW finden sich ausführlichen Informationen zur 2015er-Studie, Key Facts, FAQs, Hintergrundinformationen zur TSA-Methodik, Kurz- und Langfassungen: 

Die DIW Econ hat federführend und in Zusammenarbeit mit Projektpartnern wie dem Deutschen Institut für Tourismusforschung (DITF) die Tourismus-Satellitenkonten für Deutschland sowie die Bundesländer Mecklenburg-Vorpommern, Hamburg, Niedersachsen, Brandenburg, Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein berechnet. Weitere Informationen und Links zu den jeweiligen Bundesländer-Berechnungen sind auf der Homepage von DIW Econ zu finden.

für / in anderen Bundesländern (TSA)

Bei der TSA-Studie handelt es sich um ein Forschungsprojekt des Deutschen Instituts für Tourismusforschung (DITF) (ehmals IMT) der Fachhochschule Westküste. Die Projektdurchführung erfolgte in Zusammenarbeit mit der DIW Econ GmbH (Berlin) und der dwif Consulting GmbH / dwif e. V. (München). In dieser Konstellation wurden bereits in der Vergangenheit verschiedene TSA erstellt:

  • darunter das nationale TSA 2015 (BMWi)
  • für Nordrhein Westfalen 2013 und 2017
  • für Hamburg 2015
  • für Brandenburg 2015 
  • für Schleswig Holstein 2015, 2017, 2019
  • für Sachsen Anhalt 2019

für Reiseregionen / Kommunen in Brandenburg

Für Reiseregionen ist eine Berechnung des Wirtschaftsfaktors nach der TSA-Mehtode nicht möglich. Hier bieten sich andere Ansätze an. Informationen zu den Unterschieden z.B. des dwif-Wirtschaftsfaktors Tourismus und des TSA-Ansatzes gibt es HIER (Quelle: dwif).

  • Für den Fläming (PM als PDF) (Teile des Landkreises Potsdam-Mittelmark, Landkreis Teltow-Fläming sowie alle Teile der Reiseregion Fläming, die im Bundesland Sachsen-Anhalt liegen) liegen Daten zum Wirtschaftsfaktor Tourismus für das Jahr 2019 im Rahmen der Studie „Wirtschaftsfaktor Tourismus“ (dwif Consulting GmbH) vor. Mehr Informationen beim Tourismusverband Fläming e.V. 
  • Die Uckermark (Studie als PDF) hat im Jahr 2019 zusammen mit dem ift eine Wirtschaftsfaktor-Analyse durchführen lassen. "Dabei wurde die wirtschaftliche Bedeutung des Tourismus und seiner Segmente nachfrageorientiert ermittelt. Dazu wurden die Daten über die Anzahl von Übernachtungs- und Tagesgästen sowie zum Ausgabeverhalten der Touristen für die Berechnungen genutzt. Aus der Multiplikation der Anzahl der Gäste mit der Höhe der Tagesausgaben je Gast ergaben sich die in den jeweiligen Segmenten erzielten Bruttoumsätze, die die Basis für die weitere Berechnung der wirtschaftlichen Bedeutung bilden." Weitere Informationen gibt die tmu Tourismus Marketing Uckermark GmbH
  • Für die Stadt Lübben (Studie als PDF -> siehe S. 12ff) im Spreewald gibt es vom dwif für das Jahr 2015 Berechnungen zum Wirtschaftsfaktor. Hier zur PPT des dwif.
  • Potsdam (Jahresheft LHP als PDF -> siehe S. 25ff) hat Ergebnisse für das Jahr 2014 den Wirtschaftsfaktor über dwif und auch in Teilsegmenten für die Jahre 2006-2014 berechnen lassen.
  • Für den "Wirtschaftsfaktor Tourismus" im Seenland Oder-Spree (PPT als PDF) gab es für das Jahr 2012 (inspektour) eine entsprechende Untersuchung. Hier neben der Gebietskulisse Reisegebiet auch mit Kennzahlen für die Landkreise Oder-Spree und Märkisch-Oderland sowie für Frankfurt/Oder. Zuvor gab es Ergebnisse für das Jahr 2008, die in der Nachfolgeananalyse tlw. verglichen wurden.

für Themen / Tourismussegmente

Auch für Tourismussegemente als tragende Säulen der wirtschaftlichen Entwicklung, die Einkommen und Beschäftigung sichern, gibt es Berechnungen und Studien zum Wirtschaftsfaktor.

  • Branchenstudie Fahrradwirtschaft in Deutschland inkl. Fahrradtourismus (BVZF, VSF, ZIV | Wuppertal Institut): Unternehmen, Erwerbstätige, Umsatz | "Fahrradtourismus in Deutschland im Jahr 2019 mit einem Beschäftigtenäquivalent von 204.137 Personen und einem Umsatz von 11,6 Milliarden." Hier zum Studien-Download.
  • Wirtschaftsfaktor Tagesreisen Brandenburg (dwif-Tagesreisenmonitors 2020). Hier weitere Informationen.
  • Wirtschaftsfaktor Tagestourismus Deutschland (dwif-Tagesreisenmonitors 2019). Hier zur Website des dwif.
  • Wirtschaftsfaktor Camping- und Reisemobiltourismus in Deutschland (dwif). Hier zur PPT Jahr 2019. Hier zur STUDIE 2016/17.
  • Wirtschaftsfaktor Kulturtourismus in Brandenburg (GfK, KJ 2016 - 2018) - auch im Vergleich zu den Segmenten Urlaub auf dem Land, Badeurlaub, Sport- und Aktivurlaub. Hier zu den Charts. Hier zu einem Auszug aus der Potentialanalyse 2019 (S. 1-12). 
  • Wirtschaftsfaktor Ferienhausmarkt in Deutschland (dwif  2015; im Auftrag des Dtsch. Ferienhausverbandes): Volumen und ökonomische Bedeutung; Quantifizierung des Markvolumens, gewerblicher und nicht-gewerblicher Ferienhausmarkt, Ausgaben und Umsätze durch die Gäste, Abstrahlungseffekte auf andere Wirtschaftszweige, Wertschöpfung, Beschäftigungs- und Steuereffekte, Datenblätter für die Bundesländer. Hier zur Studie. Hier zum Datenblatt Brandenburg.
  • Wirtschaftsfaktor Wassertourismus Deutschland auf den Bundeswasserstraßen (BMWi, 2016): Bezugsjahr 2015 -> "Aus der touristischen Nachfrage werden rund 4,215 Mrd. Euro Bruttoumsatz generiert. Die daraus induzierten Einkommenseffekte im Rahmen der 1. und 2. Umsatzstufe belaufen sich auf rund 1,844 Mrd. Euro. Daraus ergibt sich ein Einkommensäquivalent von 66.519 Personen, die ihren Lebensunterhalt durch den Wassertourismus an Bundeswasserstraßen bestreiten können." Details siehe S. 56ff in der STUDIE.
  • Wirtschaftliche Effekte im Wassertourismus in Berlin und Brandenburg (PROJECT M, 2015). Die kommerzielle Bootstourismusbranche hat sich in Berlin und Brandenburg zu einer bedeutenden wirtschaftlichen Säule mit einem jährlichen Gesamtbruttoumsatz von fast 200 Mio. Euro entwickelt (jährl. Bruttoumsatz: Vermietung von Charterbooten 52 Mio. € |  Vermietung von Kanus 20,6 Mio. € | Fahrgastschiffe 63 Mio. € | gewerbliche Häfen 14,2 Mio €). Details siehe S. 44ff in der STUDIE.
  • Wirtschaftsfaktor Naturtourismus Deutschland (BTE, 2016 - Nationalparke, Biosphärenreservate, Wandertourismus). Details siehe S. 51ff der STUDIE.
  • Grundlagenuntersuchung Freizeit- und Urlaubsmarkt Wandern (BMWi, 2010): Arbeitsplätze, Ausgaben, Gesamtwertschöpfung, Profiteure. Details siehe STUDIE.
  • Ökonomische Effekte von Tourismus Großschutzgebiete / Naturtourismus: diverse Veröffentlichungen vom Bundesamt für Naturschutz (BfN). Siehe BfN-Homepage.
  • Wirtschaftsfaktor Spiritualität und Tourismus - 13. Band der DGT-Buchreihe (2012) (Pilgerreisen, religiöse Feste und kulturelle Ereignisse). Mehr zum Buch hier bzw. Deutsche Gesellschaft für Tourismuswissenschaft e.V. (DGT)
  • Wirtschaftsfaktor Radtourismus Deutschland (BMWi, 2009). Hier zur Grundlagenuntersuchung. Plus diverse Berechnungen für Radregionen in Deutschland (-> Suche über Suchmaschinen zum Thema!).
  • Wirtschaftsfaktor Städte- und Kulturtourismus Deutschland (DTV, 2006). Hier zur Grundlagenuntersuchung.

Madlen Wetzel

TMB Tourismus-Marketing Brandenburg GmbH

0331-29873-381 madlen.wetzel@reiseland-brandenburg.de

Weitere Wirtschaftsfaktor-Berechnungen

  • Für den Wirtschaftsfaktor Tourismus in Deutschland gibt es herausgegeben vom BMWi / BTW für die Jahre 2010 und 2015 entsprechende Untersuchungen auf Basis der TSA-Methode (Tourismus-Satellitenkonto).
  • Für Reiseregionen ist z.B. eine Berechnung des Wirtschaftsfaktors nach der TSA-Methode nicht möglich. Hier bieten sich andere Ansätze an.
  • Zudem gibt es für verschiedenste Tourismusthemen (z.B. Natur-, Rad-, Wander-, Wasser-, Kulturtourismus, Pilgerreisen) sowie weitere Tourismussegmente (Tagesreisen, Camping-/Reisemobiltourismus, Ferienhausmarkt) entsprechende Studien und Erhebungen zum jeweiligen Wirtschaftsfaktor bzw. zu den regionalwirtschaftlichen Effekten.

Mehr dazu sowie zahlreiche Downloads auf dieser Seite unter der Überschrift "Weitere Wirtschaftsfaktor-Berechnungen"

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