Hardware Fördermöglichkeiten für die Software "MeinBrandenburg"

Es gibt die Möglichkeit für touristische Anbieter, sich Hardware für die Software "MeinBrandenburg" fördern zu lassen. Hier finden Sie die häufigsten Fragen dazu.

Förder-FAQ

Die Landesregierung fördert die Installation von Displays und Informationsstelen in Touristinformationen und im öffentlichen Raum, die mit der Software „MeinBrandenburg“ betrieben werden, mit Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (Digi-Tour-Invest) – mit Zuschüssen von bis zu 90% für Investitionskosten inkl. der Installation vor Ort. 

Welche Hardware ist förderfähig?

Im Sinne der besseren Informationsvermittlung wurde festgelegt, dass nur:

  • großflächige Bildschirme (Stelen und Wanddisplays, integrierbare Displays, Info-Stehpulte mit Bildschirmgrößen von mindestens 22 Zoll bzw. vorzugsweise von 47 bis 55 Zoll, jeweils für den Innen- und/oder Außenbetrieb) förderwürdig sind.

  • Gleichwohl wird im Rahmen der Ermessensausübung bei den kleineren Varianten ab 22 Zoll der Standort berücksichtigt für den Fall, dass die Raumgröße keine größere Stele oder der vorhandene Platz keinen größeren Bildschirm zulässt (bitte im Einzelfall nachvollziehbar begründen, ggf. mit zusätzlichen Fotos vom Standort).

  • Die Hardware muss den technischen Voraussetzungen zur Nutzung der Software „MeinBrandenburg“ entsprechen. Diese sind über das Cluster Tourismus erhältlich.
  • Die Software „MeinBrandenburg“ ist für die Bedienung auf berührungsempfindlichen Bildschirmen (Touchscreens) entwickelt. Die Anwendung der Software ist nicht für Gestensteuerung optimiert und muss im Einzelfall geprüft werden.

Die ILB hat hierzu eine entsprechende Anweisung erhalten.

Wer ist antragsberechtigt?

Antragsberechtigt sind Gebietskörperschaften, vorrangig die Landkreise und kreisfreien Städte des Landes Brandenburg - d.h. keine Unternehmen.

Das Ministerium für Wirtschaft und Energie des Landes Brandenburg hat darüber hinaus vorgeschlagen, nach dem inzwischen bewährten Verfahren bei der Antragstellung zur Modernisierung der Radwege vorzugehen und  innerhalb eines Landkreises oder einer kreisfreien Stadt die Investitionswünsche zu bündeln. Die Landkreise würden dann als Antragsteller und Zuwendungsempfänger fungieren, so dass der Aufwand für die Antragstellung konzentriert und für alle Seiten reduziert werden kann. Ggf. könnten hierfür zwischen Landkreisen und Kommunen Vereinbarungen geschlossen werden, die sich sicherlich standardisieren lassen und somit den Aufwand ebenfalls in Grenzen halten.

(Quelle: Schreiben des Ministeriums für Wirtschaft und Energie an die Landkreise und kreisfreien Städte im Land Brandenburg vom 30.01.2019 sowie 06.02.2019)

 

Können auch Stelen auf privaten Grundstücken stehen?

Grundsätzlich sind im Rahmen der Richtlinie des Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Energie des Landes Brandenburg
zur Förderung der digitalen Gästeinformation und touristischen Besucherlenkung mit Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (Digi-Tour-Invest) Gebietskörperschaften und  kommunale Zweckverbände förderfähig. Die im Rahmen der Hardwareförderung förderfähigen Stelen müssen diskriminierungsfrei der Allgemeinheit zur Verfügung stehen. Im Regelfall geschieht das durch die Installation im öffentlichen Raum (z.B. Marktplätze, Tourist-Informationen o.ä.).

Darüber hinaus ist es den öffentlichen Trägern im Einzelfall möglich, die für die vom Land Brandenburg bzw. der TMB Tourismus-Marketing Brandenburg GmbH zur Verfügung gestellte Software „MeinBrandenburg“ erforderlichen Displays und Informationsstelen auch auf privaten Grundstücken zu installieren. Pro Antrag können bis zu 5 private Standorte, die eine übergeordnete Bedeutung für die Region haben, durch den Antragssteller vorgeschlagen werden.

Der Eigentümer der geförderten Hardware bleibt mit allen damit verbundenen Rechten und Pflichten der öffentliche Träger. Darüber hinaus gelten folgende Bedingungen:

  • Der private Grund ist für den Ort/die Region von besonderer touristischer Bedeutung, d.h. er weist eine hohe Frequentierung durch Besucher auf. Dieses ist im Einzelfall durch den Antragssteller zu begründen.
  • Hinsichtlich der Installationsaufwendungen gelten die von der ILB angewendeten Grundsätze: Eine Förderung darf die gesamten Arbeiten für die funktionstüchtige Installation der Geräte beinhalten einschließlich ggf. notwendiger (Erd-)Arbeiten zur Verlegung des erforderlichen Leitungsnetzes bis zu einer Länge von 10 m.
  • Die Hardware ist diskriminierungs- und kostenfrei für die Allgemeinheit zugänglich, sicht- und erreichbar. Das Aufstellen der Hardware an Orten, für die erst der Zugang gegen Entgelt möglich ist (z.B. durch Entrichtung eines Eintritts), ist nicht förderfähig. Dies gilt auch für Orte, die von öffentlich-rechtlichen Trägern verwaltet werden, z.B. innerhalb eines Museum, für das erst Eintritt entrichtet werden muss, bevor man zum Display/zur Informationsstele gelangt.
  • Der Eigentümer/der Betreiber des privaten Grundstücks hat keine Zugriffsrechte an der Software „MeinBrandenburg“, deren Inhalte bzw. darf sie für seine Zwecke nicht verändern. 
  • Die Hardware dient ausschließlich dem übergeordneten Zweck der im Landesinteresse liegenden landesweiten Darstellung regionaler touristischer Wertschöpfungs- und Erlebnisketten.

Wie hoch ist die Bagatellgrenze?

Vorhaben werden nur gefördert, wenn die förderfähigen Ausgaben des Vorhabens mindestens 10 000 Euro umfassen.

Gibt es eine zeitliche Zweckbindung?

Ja, es gibt eine zeitliche Zweckbindung. Die geförderten Investitionen unterliegen der Zweckbindung für mindestens fünf Jahre nach Erhalt der letzten Auszahlung. Die Zuwendungsempfangenden haben sicherzustellen, dass sie mindestens für diesen Zweckbindungszeitraum zweckentsprechend genutzt werden können.

Gibt es die Möglichkeit, an den Stelen bezahlte Werbeeinträge auszuspielen?

Nein, das Ausspielen bezahlter Werbeeinträge auf geförderter Hardware ist förderschädlich.

Wird das Verlegen notwendiger Anschlüsse auch gefördert?

Zuwendungsfähig sind alle angemessenen zweckdienlichen Ausgaben im Rahmen des beantragten Vorhabens,
dazu gehören auch die Ausgaben zur funktionstüchtigen Installation der Geräte einschließlich gegebenenfalls notwendiger (Erd-)Arbeiten zur Verlegung des erforderlichen Leitungsnetzes bis zu einer Länge von 10 Meter (je Gerät). Die Verlegearbeiten
von Kabeln werden dabei auf 1 000 Euro je laufenden Meter gedeckelt.

 

 

Wird der Service und Wartung auch gefördert?

Gefördert wird die Investition in die Hardware, die für eine Zweckbindungsfrist von 5 Jahren grundsätzlich erhalten/unterhalten werden muss. Unterhaltung, Service, Wartung sind nicht Gegenstand der Förderung und sind vom Fördermittelempfänger selbst sicherzustellen. Dazu zählen Fernwartung, 24/7 Service, Reparatur, Garantie u.ä.

Wer ist der Ansprechpartner bei der ILB?

Die Zuständigkeiten der Förderberater stehen in dieser Übersicht

Welche Förderanträge sind zu nutzen?

Zuwendungen werden auf Antrag gewährt. Vollständige Antragsunterlagen sind unter Nutzung des elektronischen
Antragsverfahrens auf der Internetseite der Investitionsbank des Landes Brandenburg bis zum 31. Juli 2022
(Ausschlussfrist) zu richten.

Die Anträge im Rahmen der Digi-Tour-Invest-Förderung sind online über das Kundenportal der ILB zu stellen. 

Wie lange steht die Software „MeinBrandenburg“ kostenfrei zur Verfügung?

Das Land Brandenburg wird für die Dauer der Zweckbindung für Hardware auch zukünftig sicherstellen, dass der Zuwendungszweck der landesweiten Darstellung regionaler touristischer Wertschöpfungs- und Erlebnisketten für Gebietskörperschaften und kommunale Zweckverbände kostenfrei gewährleistet ist.

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